Wider die Religion – Für humanistische Emanzipation

Wider die Religion – Für humanistische Emanzipation

und gegen seelisch-geistige Korruption

– der Versuch eines Blicks hinter die Kulissen religiöser Verblendung –

Mag sein, daß die folgenden Gedanken das Gros der rund 2,7 Milliarden Menschen, die heute noch den monotheistischen mosaischen Religionen[1] angehören, empört aufschreien, friedlichstenfalls vielleicht den Kopf schütteln lassen. Mutmaßlich gibt aber vielleicht ein Teil der sich angesprochen Fühlenden der Toleranz oder zumindest dem Interesse die gebotene Chance.

Sollte das Folgende aber zu differenziertem Nachdenken anregen oder gar zu Umdenken gereichen, könnten sich Verfassen und Lesen gleichermaßen gelohnt haben, vor allem aber ergäben sich Chancen für eine friedlichere Zukunft im Zusammenleben einer Gattung, die sich homo sapiens sapiens[2] nennt, bislang jedoch erschreckend insapienter[3] mit sich und ihren Artgenossen umgeht.

Im folgenden will und werde ich niemanden mit ausschweifenden Diskursen durch Bibel, Talmud oder Koran, einen Streifzug durch die Genesis oder einzelne Evangelien, belehrungsheischende Quellenzitate oder Exegese-Diskussionen quälen. Vielmehr will ich – nicht mehr und nicht weniger – aufzeigen, daß diese unsere Welt sich erst dann aus der Klammer unmenschlicher (und menschenunwürdiger) seelischer, geistiger und physischer Vergewaltigung – regelmäßig in Manipulation, Korruption, Krieg und Verelendung mündend – befreien wird, wenn wir den psychologischen und dialektischen Hintergrund buchstäblich aller Religionen, insbesondere der monotheistischen (als der heute materiell/funktional mächtigsten und brutalsten), schonungs-los offenlegen. Das mag Manchen vielleicht schmerzen, Andere empören. Ich halte dieses Vorgehen aber für die einzige Möglichkeit, wirklich einen Weg zu Frieden und Freiheit, Autonomie und Authentizität im mensch-lichen Miteinander zu finden, statt davon in 10.000 Jahren bewußter Menschheitsgeschichte und 3.000 Jahren Philosophie nur zu träumen.

Das Menetekel des ‚Vertrages von Amiens’ (1802)[4] und der darin enthaltenen düsteren Prophezeiungen wird erst dann seine diabolische Kraft verlieren, wenn ein genügend großer Teil der Menschen bereit ist, aufzuwachen, mitzudenken, mitzuentscheiden und mitzuhandeln.

Religionen – worum geht es dabei überhaupt?

Wer sich mit Religionen und Religiösität diskutativ befaßt, hat traditionell schlechte Karten. Er läuft von vornherein Gefahr, in (unvermeidliche) Verallgemeinerungen zu verfallen, mißverstanden und fehlinterpretiert zu werden. Vor allem aber berührt die Thematik einen höchst individuellen Gefühlsbereich, der sich eo ipso nur ungern der Auseinandersetzung öffnet, als sehr privat betrachtet sehen will und zumeist mit persönlichen Überzeugungen vertreten wird, die per se nicht diskutabel sind. Religion ist merkwürdigerweise ein allgegen-wärtiges, höchst öffentlich gepflegtes Tabu.

[…….]

[1] Judäismus, Christentum und Islam

[2] der weise, wissende Mensch

[3] unklug (vulgo: dumm)

[4] Grundlage der klandestinen Vereinbarung der wirklich mächtigen Interessensgruppen dieser Welt, sich den Menschen untertan, lenk- und berechenbar zu machen. Neben den funktionalen Werkzeugen und Schlüsselindustrien (Kommunikations-/Informationswesen, Medien, Bodenschätze, Energie und Nahrungsmittel) spielen hierbei die Religionen eine zentrale Rolle.