Rentenversicherung

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9. April 2015

Seine Altersversorgung sollte keiner dem Staat überlassen!

9. April 2015|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Seine Altersversorgung sollte keiner dem Staat überlassen!

Daß wir die 65% vom Nettogehalt als Rentenquote, wie dereinst von Konrad Adenauer in Aussicht gestellt, niemals erreichen werden – nicht einmal bestens versorgte Beamte und Politiker -, ist eine Binsenweisheit. Wie zunehmend schwächer jedoch unsere Rentenquoten bereits in allernächster Zukunft werden, ist den heute 45-jährigen (oder noch jüngeren) zumeist nicht im entferntesten klar.
Natürlich kann man nach dem Motto ‚wie alt ich überhaupt werde, kann niemand wissen‘ oder ‚ich möchte heute leben und genießen; was übermorgen ist, kann mir egal sein‘ leben, und die Tatsache, daß jeder zehnte Bundesbürger überschuldet (=pleite) ist, deutet an, daß erstaunlich viele Menschen genau nach dieser Devise leben und ihre finanzielle Zukunft dem Staat meinen, überlassen zu dürfen.
Altersarmut ist keine leere Drohung, sondern ein ebenso absehbares Risiko wie die steigenden Zahlen von Demenz, Alzheimer u.a.

Umso verwerflicher, um nicht zu sagen: kriminell ist vor diesem Hintergrund das hemmungslose Gebaren der Verkaufstruppen (‚Strukkis‘) von Lebens- und Rentenversicherungen zu werten, denen es ausschließlich um lockende Provisionen, beileibe aber nicht um die Zukunft ihrer Opfer geht.

Nehmen Sie sich die Zeit für nachfolgende Gedanken!

Lesen Sie hierzu:
www.versicherungsbote.de | 07. April 2015
Altersvorsorge mit Lebens- und Rentenversicherungen – Ist Solvency II eine Mogelpackung?
www.versicherungsbote.de/id/4816609/Altersvorsorge-Lebensversicherung-Rentenversicherungen-Solvency-II

4. Juli 2014

Das deutsche LV-System liegt im Sterben

4. Juli 2014|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Das deutsche LV-System liegt im Sterben

Was wir seit vielen Jahren “predigen”, krähen inzwischen die Hähne vom Dach der Hühnerställe: Das deutsche LV-System liegt im Sterben. Das schließt auch Rentenversicherungen (incl. sofort beginnender Rente bei Einmalzahlung).
Einzige Gewinner: Die Vers.-gesellschaften und ihre (Struktur-)Vertriebe!

Lesen Sie hierzu:
www.welt.de| Veröffentlicht: 30.06.2014
Der langsame Tod der deutschen Lebensversicherung
www.welt.de/finanzen/article129634863/Der-langsame-Tod-der-deutschen-Lebensversicherung.html

29. August 2013

Die Versicherer haben in der Altersvorsorge versagt

29. August 2013|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Die Versicherer haben in der Altersvorsorge versagt

………. weshalb wir seit vielen Jahren für Fondssparpläne (statt Lebens-/Rentenversicherungen, incl. Rürup und Riester) plädieren!

www.wiwo.de/finanzen/vorsorge/riester-ruerup-und-lebensversicherung-die-versicherer-haben-in-der-altersvorsorge-versagt/6929870.html

24. September 2012

Lebens-, Renten- und Fondspolicen überprüfen!

24. September 2012|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Lebens-, Renten- und Fondspolicen überprüfen!

Das ist der Grund, warum wir nicht müde werden, Jedem zu empfehlen, seine bestehenden Lebens-, Renten- und Fondspolicen einer genauen Prüfung – nach Laufzeit, Beginn/Ablauf sowie dem Anbieter – zu prüfen bzw. überprüfen zu lassen!

www.welt.de/print/die_welt/finanzen/article109031282/Aderlass-bei-der-privaten-Rente.html

28. August 2012

Die Zukunft der Lebens-/Rentenversicherung

28. August 2012|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Die Zukunft der Lebens-/Rentenversicherung

So (oder so ähnlich) könnte uns eine Meldung demnächst, 65 Jahre später, wieder ins Haus stehen!

www.spiegel.de/spiegel/print/d-44417596.html

Informieren Sie sich, um entscheiden zu können!

1. März 2012

Wichtige Info in Sachen LV/RV

1. März 2012|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Wichtige Info in Sachen LV/RV

Nach den Banken nun die Lebens-/Rentenversicherer!

Dass wir seit langem dazu raten, LVs lieber zu kündigen, als eine weitere Reduktion der Rückkaufs-/Ablaufleistungen hinzunehmen (und statt dessen die dann freien Monatsbeiträge besser in einen Fondssparplan zu stecken) wissen Sie.

Nun kommt die Politik den LVs/RVs entgegen (sh.: unten und Anhänge).
“Gekniffen” ist – wieder mal – der Bürger.

Sollten Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns.

(mehr …)

24. Februar 2006

Ist meine Lebens- oder Rentenversicherung noch das Richtige für mich?

24. Februar 2006|Sozialpolitik|Kommentare deaktiviert für Ist meine Lebens- oder Rentenversicherung noch das Richtige für mich?

Es sind zunehmend Zweifel berechtigt, sein Geld der Versicherungswirtschaft – zum Ausgleich der zusehends schwächelnden Gesetzlichen Rentenversicherung – zur Altersvorsorge zu überlassen. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen eine Verzinsung von 7 – 8% geboten werden konnte, und die Versicherer als stark und solide galten. Umsatzrückgänge im Neugeschäft der Versicherungsgesellschaften in 2005 zwischen 10% und bis zu 40%, gepaart mit zunehmenden Vertragsstorni, steckt keine Gesellschaft ohne Blessuren weg, natürlich immer zum Nachteil der laufenden Verträge. Noch in diesem Jahr werden einige, sogar namhafte Versicherer fusionieren oder von anderen geschluckt werden – mit der Folge, daß die betroffenen Policeninhaber sich in vielen Fällen nur noch mit dem Garantiezins (2,75% bis 4% – dies auch nur auf den Kapitalteil) zufriedengeben müssen. Wer die jüngste Überschußbeteiligungs-Mitteilung mit der vor einem Jahr vergleicht, stellt schmerzlich fest, daß die prognostizierten Ablaufleistungen i.d.R. weiter gefallen sind.

Vor diesem Hintergrund wiegt der am 12.10.2005 gefällte höchstrichterliche Urteilsspruch des Bundesgerichtshof (BGH) Aktenzeichen (IV ZR162/03, IV ZR 177/03, IV ZR 245/03) aus Sicht der Versicherer besonders schwer.

Inhalt und Folgen des BGH-Urteils zu kapitalbildenden Lebens-/Rentenversicherungen:

Der BGH hat auf eine Verbandsklage des Bundes der Versicherten vom 9. Mai 2001 hin geurteilt und Teile der Allgemeinen Bedingungen für kapitalbildende Lebensversicherungen für unwirksam erklärt. Es handelt sich um Klauseln (§ 172 VVG), welche die Berechnung der beitragsfreien Versicherungen und des Rückkaufswertes, die Verrechnung von Abschlußkosten und des Stornoabzuges regeln. Der BGH sah die unangemessene Benachteiligung darin, daß den Versicherungsnehmern durch den Mangel an Transparenz die mit der Beitragsfreistellung und der Kündigung insbesondere in den ersten Jahren verbundenden erheblichen wirtschaftlichen Nachteile nicht deutlich gemacht werden. Sie liegen darin, daß wegen der zunächst vollen Verrechnung der Sparanteile der Prämien mit den im wesentlichen aus der Vermittlungsprovision bestehenden, einmaligen Abschlußkosten (“Zillmerung“) in den ersten Jahren keine oder allenfalls nur geringe Beiträge zur Bildung einer beitragsfreien Versicherungssumme oder eines Rückkaufswertes vorhanden sind.

Wie hat der BGH nun im Einzelfall entschieden?

Bei vorzeitiger Beendigung der Beitragszahlung bleibt jedenfalls die versprochene Leistung geschuldet; die Höhe der beitragsfreien Versicherungssumme und des Rückkaufswertes darf aber einen Mindestbetrag nicht unterschreiten. Dieser Mindestbetrag wird bestimmt durch die Hälfte des mit den Rechnungsgrundlagen der Prämienkalkulation berechneten ungezillmerten Deckungskapitals. Bereits erworbene Ansprüche aus einer vereinbarten Überschußbeteiligung werden dadurch nicht erhöht.

Die Veränderungen in den allgemeinen Bedingungen betreffen nach Aussagen des BGH etwa 10 – 15 Mio. Policen, die im Zeitraum Ende Juli 1994 und Mitte 2001 abgeschlossen wurden.

Was kann man mit bereits gekündigten oder beitragsfreien Verträgen tun?

Versicherungsnehmer können bei gekündigten Verträgen generell eine Neuberechnung des Stornoabzuges und eine Verrechnung der Abschlußkosten fordern, was i.d.R zu einer Nachzahlung führt.

Für die beitragsfrei gestellten Verträge kann eine Neuberechnung der beitragsfreien Versicherung und eine Gutschrift verlangt werden. Dies gilt auch für geplante Beitragsfreistellungen.

Wie ist nun die aktuelle Situation zu beurteilen?

Der DBSFS empfiehlt allen Policeninhabern, die im oben genannten Zeitraum Verträge abgeschlossen haben, ihr Recht schriftlich einzufordern. Der Bund der Versicherten (www.bundderversicherten.de) hat hierzu ein gutes Merkblatt erarbeitet. Die Verbraucherzentrale Hamburg (www.vzhh.de) wird in Kürze einen Kontrollrechner installieren, mit dem die Nachberechnungen der Versicherer sinnvollerweise überprüft werden können. Darüber hinaus bereitet die Verbraucherzentrale gerade eine Sammelklage gegen einzelne Versicherer vor. Im ersten Schritt wird Interessierten gegen eine Gebühr von € 30 eine Vorprüfung angeboten, um festzustellen, mit welcher Erstattung man voraussichtlich rechnen kann. Im zweiten Schritt wird mit den von der Verbraucherzentrale ausgewählten Rechtsanwälten eine Sammelklage angestrengt.

Und was macht die Versicherungswirtschaft?

Nach eigenen Aussagen werden alle Anfragen bearbeitet. Die Versicherungsunternehmen informieren jedoch aktuell – von sich aus – keinen der betroffenen (zum Teil ehemaligen) Versicherungsnehmer. Darüber hinaus gibt sich die Branche weiterhin (zweck)optimistisch und versucht, das Problem möglichst auszusitzen. Es ist wohl leider zuviel verlangt, eine ähnliche Professionalität wie in anderen Wirtschaftszweigen (Tourismus- oder Automobilbranche) zu erwarten, wo man aktiv auf seine Vertragspartner zugeht.

Oder ist es eher das Ausmaß dessen, was gerade auf dem Spiel steht, was einige Versicherungsmanager erschaudern läßt?

Immerhin sind von den derzeit rund 95 Mio. Kapitalversicherungsverträgen, die die Bundesbürger halten, mindestens jeder 10. Vertrag von dem Urteil des BGH betroffen!

Fazit: Besprechen Sie mit einem neutralen (Finanz- und Vermögens)berater Ihres Vertrauens die neueste Entwicklung. Auch wenn Sie nicht unmittelbar durch eine Policenkündigung betroffen sind, haben die aktuellen Entwicklungen für Inhaber einer kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherung zumindest mittel- und langfristige Auswirkungen. Die Zukunft liegt auch bei der privaten Altersvorsorge eher in der flexiblen Ansparung in einer aktiven und unabhängigen Vermögensverwaltung.

Joachim Haller, Berlin

Quellen: BGH-Pressestelle; Bund der Versicherten, Verbraucherzentrale Hamburg und eigene Recherchen

4. Januar 2006

Neues von der Rente – und wie Sie diesem „gesetzlichen Abschreibungsmodell” entfliehen können

4. Januar 2006|Sozialpolitik, zeitreport online|Kommentare deaktiviert für Neues von der Rente – und wie Sie diesem „gesetzlichen Abschreibungsmodell” entfliehen können

Es ist schon bemerkenswert, just kurz bevor die „Reform“ – ebenso wenig eine Reform wie jedwede vor ihr – der Gesetzlichen Rentenversicherung zum 1.10.2005 letztlich vollzogen wurde, mußte der Bund bereits mit einer zinslosen Liquiditätshilfe beispringen. Sonst wäre die Rentenversicherung nicht in der Lage gewesen, die laufenden Rentenzahlungen pünktlich zu leisten. Ein beispielloser Vorgang in der (Nachkriegs-)Geschichte der staatlichen „Rente“. Doch zunächst zu den einigermaßen guten Nachrichten:

Zum 1.10.2005 wurden alle Rentenversicherungsträger – die BfA, die 22 Landesversicherungsanstalten (LVA´n), Bundesknappschaft, Bahnversicherungs-anstalt und Seekasse – unter ein Dach zusammengefaßt. Sie treten seither unter dem Namen „Deutsche Rentenversicherung“ auf. Anfang des Jahres 2006 gibt es statt bis dato 26 nur noch 19 Rentenversicherungsträger, wobei weitere Zusammenschlüsse auf regionaler Ebene angedacht sind und zu einer weiteren Reduzierung führen könnten. Wer sich für die genaue Struktur der „neuen“ Rentenversicherung interessiert, findet diese bequem im Internet unter:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Unabhängig davon, mit welcher Geschwindigkeit die damit verbundenen (Spar-) Ziele erreicht werden, der Schritt zur großen Flurbereinigung des bis dahin weit verzweigten Rentenversicherungslabyrinths kann nur begrüßt werden. Wird damit doch eine vom DBSFS (heute PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V.) seit Jahrzehnten geforderte Maßnahme – wenn auch viel zu spät – umgesetzt.

Dies ändert jedoch nichts an der beispiellos katastrophalen Finanzlage der Rentenversicherung. Und damit zu den schlechten Nachrichten. Neben den inzwischen hinreichend bekannten demographischen, langfristigen Problemen (viele Rentner, die noch immer steigende Lebenserwartung, wenige Beitragszahler usw.), ist nämlich die aktuelle Liquiditätsmisere kein Problem „nachfolgender Generationen“, sondern der heute bereits lebenden Bevölkerung. Wie bereits erwähnt, war im September 2005 erstmalig kein Geld mehr in der Kasse. Bisher hatte die Reserve, die neuerdings Nachhaltigkeitsrücklage heißt und bis zum 21.7.2004 als Schwankungsrücklage bekannt war, immer ausgereicht, um die Rentner zu bedienen. Und so hat die „hohe Politik“ in der ihr eigenen Art für die nächstjährige Wiederholung des Problems in einer Art „Notoperation“ vorgebeugt. So müssen ab dem 1.1.2006 die Beiträge für die Rentenversicherung statt zum 15. des Folgemonats auf das Monatsende der Arbeitsleistung vorverlegt werden. Dies soll die Liquidität der Rentenversicherung lt. Gesetzesentwurf um bis zu 9,6 Mrd. Euro erhöhen. Abgesehen davon, daß bei dem einen oder anderen Unternehmen dadurch Liquiditätsprobleme auftreten werden, dürfte mit dieser Maßnahme, Marke „Taschenspielertrick“, nur eine kurze Atempause gewonnen werden.

Die Gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland ist faktisch pleite. Dies hat zur Folge, daß sie eben nur durch sinkende Leistungen, steigende Renteneintrittsalter und höhere Beiträge in der heutigen Form aufrecht zu erhalten wäre.

Das aber bedeutet, daß heutige und zukünftige Beitragszahler ein System und dessen Altlasten (Ansprüche) finanzieren müssen, ohne dafür eine äquivalente Gegenleistung zu erhalten.

So wird verständlich, daß immer mehr Menschen darüber nachdenken, diesem Renten“versicherungs“system den Rücken zu kehren. Demgegenüber stehen Bestrebungen der herrschenden politischen Klasse, möglichst viele neue Beitragszahler zu gewinnen, notfalls zwangsweise zu verpflichten. Bereits in der Vergangenheit wurde mehr oder minder energisch versucht, sogenannte „Scheinselbständige“ und „arbeitnehmerähnliche Selbständige“ in die Rentenversicherung hineinzuzwingen. Darüber hinaus sind seit längerer Zeit Bestrebungen im Gange eine sogenannte Bürgerversicherung einzuführen, d.h. alle Erwerbstätigen sollten/müßten dann in die Rentenversicherung einzahlen.

Doch der Gegentrend ist voll im Gange, und ähnlich wie unsere ostdeutschen Mit­bürger einstens „mit den Füßen“ abstimmten, verlassen immer mehr Zwangsversicherte das sinkende Schiff. Bedingt durch die (unvermeidlichen) Widersprüchlichkeiten unseres Regelungsdickichts haben sich im Laufe der jüngsten Vergangenheit etliche Schlupflöcher zu regelrechten „Ausfalltoren“ entwickelt. Hierzu im Einzelnen:

  1. Handwerker: Handwerker sind grundsätzlich versicherungspflichtig, wenn sie selbständig und in der Handwerksrolle eingetragen sind (Mindestbeitragspflichtzeit von 18 Jahren). Da die Beitragspflicht jedoch an die Person des eingetragenen Handwerkers anknüpft, kann diese Beitragspflicht durch die Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine GmbH „umgangen“ werden.
  2. Mitarbeitende Familienangehörige: Ausgelöst durch eine Handwerkerehefrau, die eines Tages feststellen mußte, daß ihr, obwohl sie jahrelang Beiträge bezahlt hatte, keine Ansprüche auf Arbeitslosengeld zugesprochen wurden, da „kein abhängiges Beschäftigungsverhältnis“ vorlag, hat sich inzwischen eine Gegenbewegung entwickelt, daß Familienangehörige, die bisher angestellt waren aber eigentlich (mit-)unternehmerisch tätig sind, auf eine neue Statusfeststellung pochen, sich aus der Rentenversicherung verabschieden und hierbei oft hohe Rückzahlungen bisher geleisteter Sozialversicherungsbeiträge erhalten.
  3. Gesellschaftergeschäftsführer einer GmbH (auch mit Minderheitsbeteiligung): Auch für diese besteht die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen der Sozialversicherungspflicht zu entfliehen. Ähnlich wie bei den familienangehörigen Mitarbeitern basiert die Argumentation darauf, daß GmbH-Geschäfts­führer faktisch unternehmerisch tätig sind, egal wie die formalistischen Verhältnisse sind.

Selbstverständlich muß im Einzelfall sorgfältig geprüft werden, ob die Voraussetzungen zu einem Ausstieg aus der Gesetzlichen Rentenversicherung tatsächlich gegeben sind. Eines ist jedoch bereits heute hinreichend klar: Es handelt sich insgesamt um mehrere hunderttausend, heute noch gesetzlich rentenversicherte Personen, die – wenn sie denn wollten – aus der Rentenversicherung aussteigen könnten und demzufolge auch große Teile ihrer bisher geleisteten Beiträge rückwirkend erstattet bekommen könnten. Wenn sich das bereits munter sprudelnde Bächlein der Ausstiegswilligen zu einem reißenden Fluß entwickelt, dürfte dies der Gesetzlichen Rentenversicherung ein noch viel schnelleres Ende bereiten, als es sich unsere Damen und Herren „Sozial“politiker auch nur in ihren kühnsten Albträumen vorstellen können. Je mehr Menschen den Mut haben, die Lücken in den gesetzlichen Grenzzäunen – wie oben geschildert – zum Ausstieg zu nutzen, desto schneller kollabiert das System.

Und alle politischen Plattitüden und Lügen („Die Rente ist sicher“) werden im Nachhinein als ähnlich grotesk empfunden werden wie einstens die Honecker´schen Sprüche kurz vor dem Mauerfall („Die Mauer wird auch in 100 Jahren noch stehen“). Wetten werden angenommen.

Frank Amann