Bundestagswahl

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16. September 2013

Der 22. September wirft seine Schatten

16. September 2013|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Der 22. September wirft seine Schatten

Sofern Sie sich in braver Bürgerpflicht den Tort antun, den Märchenstunden der Parteispitzen zu lauschen (Ihr Hausarzt mag Ihnen derartiges als probates Schlafmittel empfohlen haben), werden Sie wohl mehr emotional als intellektuell bereichert (erste Schmerzensgeldansprüche gegen die singende Andrea Nahles dürften beim Generalbundesanwalt inzwischen vorliegen) und werden bemerkt haben: Der spannungsarme Bogen wird mühsam gehalten; die wichtigen Probleme bleiben ausgeklammert. Nur die Wahlprognostiker bequemen sich langsam dazu, die bislang zweckdienlich unterbewertete AfD zumindest gleichauf mit der FDP einzugestehen (unsere Prognosen kennen Sie ja bereits).
Zum Trost: In einer Woche haben wir es hinter uns, und ob es zu einer ‚großen Koalition‘,
einer schwarz-gelben Koalition (die FDP wird heftig beatmet, Herr Brüderle mit Rebensaft-Infusionen versorgt) oder einer schwarz-blauen (AfD statt FDP) oder einer Dreier-Koalition CDU/CSU/AfD/FDP (das könnte eine lebhafte, aber recht kurze Legislaturperiode werden) kommt, ist letztlich egal. Sollte Grün-Rot obsiegen, wird die Zwangsentmündigung eben einfach schneller fortschreiten. Wir werden sehen.
In jedem Falle werden nach dem 22. September auch i.S. Euro(Zonen)-Krise die Karten
offen zu legen sein und das wahre Ausmaß des fortschreitenden Niedergangs nicht nur
der „klassischen“ Problemländer, sondern auch Italiens und Frankreichs thematisiert
werden.

Derweil baut sich in Syrien eine gefährliche politische Wetterfront auf, deren Auswirkungen auf den gesamten Nahen Osten völlig unabsehbar sind. 10% der etwa 23 Millionen Syrer sind derzeit auf der Flucht; das nach Israel und dem Libanon dichtest besiedelte Land im Nahen Osten hat seine Bevölkerung in den letzten 100 Jahren verfünfzehnfacht, wobei nur etwa die Hälfte des Landes überhaupt bewohnbar ist, und beheimatet neben allen drei monotheistischen Religionen etwa 100 religiöse und ethnische Splittergruppen, die sich in ihrer Verzweiflung geradezu unberechenbar diversifiziert und abhängig zeigen.
Ähnlich wie in Libyen nach dem Sturz Gaddafis bricht nun das gesamte „nationale“ Gefüge völlig auseinander – nicht zuletzt durch die exogenen Einflüsse sowohl Rußlands als auch der Vereinigten Staaten.
Wer wen mit Giftgas bekämpft, weiß – allen Vermutungen und Behauptungen zum Trotz – niemand mit Sicherheit, und da viele Familien sich niemals an die von Briten, Franzosen
und Amerikanern gezogenen Grenzen gehalten haben, ist der Syrien-Konflikt längst zu
einem multinationalen Krisenherd verschwommen.

H.-W. Graf

29. August 2013

Warum ich AfD wählen werde

29. August 2013|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Warum ich AfD wählen werde

Nachdem ich seit Helmut K., dem wir das derzeitige EURO-Chaos ursächlich verdanken und der den letzten Funken von Demokratie, Ethik und Wahrheit aus der politischen Szene dieses Landes verdrängt hat, bei Bundestagswahlen jeweils ‘ungültig’ wählte – durch Vermerke auf dem Stimmzettel, wie z.B.”Volksverräter” – werde ich diesmal gutbürgerlich-gültig wählen. Diese Abkehr von bisherigem Verhalten will ich auch
begründen.
Wenn Sie bereits eine unumstößliche Meinung haben, wird das folgende für Sie deshalb wohl eher uninteressant sein. Wenn nicht, ………..

Zweckmäßiger Weise empfiehlt sich eine Negativauslese der überhaupt in Frage kommenden Parteien:
a) die FDP (mein ehemaliger Favorit): Inwiefern – abgesehen von trunkseligen Auftritten des Herrn Brüderle und clowneskem Gebaren des Herrn Rösler – profitierte die Nation (außer den Hoteliers) davon, daß diese Schrumpftruppe auf der Regierungsbank saß?
Die wirklichen Probleme – Abschaffung des Kammerzwangs; Protest gegen den Bruch der Maastrichtverträge; Einspruch gegen immer mehr Verbote und noch mehr Bürokratie – ging diese Partei (“Querulanten”, wie Frank Schäffler, wurden mundtot geschaltet) nie an. Zudem steht tatsächlich zu erwarten, daß diese Kostgänger bundesdeutscher parlamentarischer “D(a)emokratie” diesmal wirklich rausfliegen.
Die ehemals wirklich liberale FDP ist zu einem jämmerlich-kraftlosen Opportunisten schierer Machtgeilheit degeneriert;
Meine Prognose: 3,8%;

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26. August 2013

Schlafen ist gesund, Verschlafen eher gefährlich!

26. August 2013|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Schlafen ist gesund, Verschlafen eher gefährlich!

David P. Goldman, der seit 2000 regelmäßig seine ‘Spengler-Essays‘ auf Asia Times
online veröffentlicht (in memoriam des deutschen Philosophen Oswald Spengler), meinte
vor kurzem, daß ‚bei keinem Handelsgeschäft mehr Menschen mehr Geld verloren haben,
als mit dem Crash der japanischen Staatsschulden, der nie geschah‘; und er vermutet,
daß sowohl die japanische als auch die US-Wirtschaft den derzeitigen „Dauerschlaf“ noch
für lange Zeit beibehalten werden.
Nun, bei Japan, das seit über 20 Jahren im ökonomischen ‚Koma‘ liegt, unken die
Ökonomen fast ebenso lange, daß dieses Land an seiner demographischen Situation
(Japan ist das alterndste Volk der Welt) früher oder später kollabieren werde.
Aber Japan will und will nicht kollabieren; stattdessen wird immer mehr Staatsgeld dem
wirtschaftlich „komatösen“ Patienten in die „Venen“ gepumpt – inzwischen mehr als 270 % des Bruttoinlandprodukts (BIP).

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Quelle: OECD (Sparquote der Haushalte (in % des BIP)

Nun wähnt Spengler, die USA könnten das gleiche Schicksal erleiden. Dem ist aber entgegenzuhalten, daß die japanische Sparquote traditionell (und seit Ende des zweiten Weltkriegs) durchschnittlich
dreimal so hoch ist wie die der US-Bürger. Und
auch dem Argument, die japanische Gesellschaft altere vor sich hin, während die US-Bevölkerung sogar noch wächst, muß entgegengehalten werden, daß die weiße Bevölkerung der USA bereits seit Jahren schrumpft, wohingegen die Afro-Amerikaner und die Latinos zunehmen. Aber gerade unter der farbigen Bevölkerung der USA ist das Bildungs- und Einkommensniveau  deutlich  divergenter als in den weißen Bevölkerungsschichten. Und was die Exportfähigkeit der eigenen Produktion anbelangt, liegt Japan prozentual immer noch vor den USA.

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26. August 2013

Still ruht der See

26. August 2013|Gesellschaft, Innenpolitik, Politik, Steuer- und Finanzpolitik|Kommentare deaktiviert für Still ruht der See

– das spiegeln nicht nur die Indizes, sondern auch die tägliche Nachrichtenlage; Gustl Mollath, die Wahlkampf-Schimäre um den NSA-„Skandal“, der Wiederanpfiff der Bundesliga, die Doping-Debatte (zurück bis ins späte 20. Jahrhundert) – all das ist uns wichtiger als das Donnergrollen, das einen aufziehenden Sturm ankündigt. „Deutschland wird zu einem Brüsseler Protektorat“, unkt Dr. Martin Weiss, und „Die Notenbanker und Politiker riskieren den Zusammenbruch ganzer Gesellschaften und Völker“ mahnt Marc Faber, der in Hongkong residierende Nestor der Vermögensverwalter.

Doch hierzulande scheint alles in bester Ordnung; die Kandidaten der Bundestagswahl haschen mit teilweise putzigen Sprüchen und Versprechen nach Wählern – tolle Idee der Grünen, einen landesweiten ‚Veggie‘-Kantinentag (= fleischlose Kost für alle) einzuführen –, und insbesondere der DAX signalisiert – justament zum 25. Jubiläum seiner Einführung – deutsche Börsenqualität.
Aber schauen wir uns das Geburtstagskind etwas näher an, könnte sich die Stimmung verdüstern: nach außen eine grandiose Erfolgsstory – der DAX legte in 25 Jahren um 561% zu – kommt nach und nach die Wahrheit ans Licht, denn immer mehr setzen sich die internationalen Bilanzregeln nach IFRS (‚International Financial Reporting Standards‘) durch, die vom IASB (‚International Accounting Standards Board‘) über den Kopf nationaler Bilanzvorschriften hinweg festgelegt werden. Von den 30 DAX-Unternehmen – nur 15 sind seit Beginn dabei, der Rest ist vom Börsen-„Speisezettel“ verschwunden (teils durch Pleiten, teils durch Fusionen) – sind nur 5 im „grünen“ Bereich (Beiersdorf, BMW, Infineon, Münchner Rück und K+S, wobei K+S seit Januar 2013 fast 28% an Wert verloren hat), während die übrigen 25 erhebliche Probleme akkumuliert haben.

a) Verluste aus Übernahmen, die vorgetragen werden, statt daß sie in den Bilanzen abgeschrieben wurden. Diese sog. ‚Goodwill‘-Abschreibungen belaufen sich inzwischen auf über 50 Mrd. €;
b) Unterdeckungen in Pensionsverpflichtungen von über 14,5 Mrd. €, wobei die Frage erlaubt sei, wie einige der Unternehmen in den nächsten Jahren die bereits heute feststehenden Pensionsverpflichtungen von mehr als 300 Mrd. € stemmen wollen;
c) Werthaltigkeitsdaten aus Übernahmen in Höhe von 225 Mrd. €, die vom Prinzip Hoffnung getragen sind und
d) bilanztechnisch „ausgelagerte“ Leasingverträge im Wert von über 60 Mrd. €.

Allein die 30 DAX-Unternehmen halten damit (nicht bilanzierte/bilanzierbare) Risiken von mehr als 600 Milliarden Euro „im Feuer“.

Pars pro toto steht hier Siemens: Der ehemalige Vorzeigekonzern, in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts einer der drei finanzstärksten Unternehmen der Welt (neben Daimler Benz und der Allianz), verzeichnete 2012 einen Umsatz von 78,296 Mrd. €. Davon entfielen auf Deutschland jedoch nur noch 14,14% (11 Mrd. €), während in Nord– und Süd- Amerika 29,2% (22,9 Mrd. €), in Asien knapp 20% (15,523 Mrd. €) und im übrigen Europa sowie Afrika und Nahost fast 51% (39,9 Mrd.€) umgesetzt wurden.
Dagegen arbeiteten rund 30% der insgesamt 370.000 Mitarbeiter in Deutschland (bzw. unter deutscher Steuerbarkeit). Wesentliche Felder mußte Siemens inzwischen aber seinen Konkurrenten ABB und GE überlassen, bzw. sich mit geringeren Margen und hohen Subventionen (Verluste werden in Deutschland sozialisiert und vom deutschen Steuerzahler subventioniert) zufriedengeben (Rußland, Nahost). Bisweilen ließ sich der Münchener Konzern auch kräftig löffeln (z.B. von den Chinesen, die ihre Hochgeschwindigkeitszüge und -trassen nun doch lieber selber bauen).

Wir sind gespannt, wann die Erfolgs“blase“ DAX – mutmaßlich mit heftigem Knall – platzt.

Derweil wandeln die US-Amerikaner beim künstlichen Aufblasen ihrer Wertschöpfung und der Berechnung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf viel kreativeren Wegen: Mithilfe der hedonischen Berechnung (Güter mit höherem technischem Wert oder größerer Leistungsfähigkeit werden bei gleichbleibenden Preisen mit einem höheren Prozentsatz im BIP gewichtet) und der geometrischen Berechnung [steigt ein Gut in einer Klasse (z.B. Brot) im Preis, wird ein preisstabiles Gut der gleichen Klasse (z.B. Kuchen) höher bei der Berechnung des BIP gewichtet] steigerte die US-Wirtschaft das Gesamt-BIP flugs um 1,4% (560 Mrd. $); nach der herkömmlichen Berechnungsmethode läge der Zuwachs nur bei 0,87%.

Im EURO-Raum rutschen Frankreich, Italien und Spanien immer mehr in die Krise, – politische Reformen: Fehlanzeige; das Volk verweigert die Gefolgschaft –, und deren Volkswirtschaften nähern sich rapide den Verhältnissen in Griechenland, Malta, Zypern, Portugal und Irland. Insolvenzen und Arbeitslosenzahlen steigen in gleichem Maße wie BIPs und Exportquoten sinken.
Aber während sich die Völker noch immer ebenso hilflos und vertrauensselig auf ihre Politiker glauben, verlassen zu können, merkt kaum jemand, daß die wirkliche Politik längst nahezu ausschließlich in Brüssel betrieben wird. Aber die Sitzungsprotokolle der Europäischen Zentralbank (EZB) bleiben der Öffentlichkeit verborgen; sie verschwinden für 30 Jahre in den Aktenschränken, und selbst, wenn einige Notenbanker, sehr zum Mißfallen von EZB-Chef Mario Draghi, für mehr Öffentlichkeit plädieren, ändert dies überhaupt nichts; dann finden die wirklich wichtigen Gespräche eben nicht in offiziellen Sitzungen statt, und die Öffentlichkeit wird mit nichtssagenden Erklärungen abgespeist, wie dies nach G7/G8/G20-Treffen regelmäßig der Fall ist.
Und die Bürger warten ab; still ruht der See!

H.-W. Graf

26. August 2013

Still ruht der See

26. August 2013|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Still ruht der See

– das spiegeln nicht nur die Indizes, sondern auch die tägliche Nachrichtenlage; Gustl
Mollath, die Wahlkampf-Schimäre um den NSA-„Skandal“, der Wiederanpfiff der
Bundesliga, die Doping-Debatte (zurück bis ins späte 20. Jahrhundert) – all das ist uns
wichtiger als das Donnergrollen, das einen aufziehenden Sturm ankündigt. „Deutschland
wird zu einem Brüsseler Protektorat“, unkt Dr. Martin Weiss, und „Die Notenbanker und
Politiker riskieren den Zusammenbruch ganzer Gesellschaften und Völker“ mahnt Marc
Faber, der in Hongkong residierende Nestor der Vermögensverwalter.

Doch hierzulande scheint alles in bester Ordnung; die Kandidaten der Bundestagswahl
haschen mit teilweise putzigen Sprüchen und Versprechen nach Wählern – tolle Idee der
Grünen, einen landesweiten ‚Veggie‘-Kantinentag (= fleischlose Kost für alle) einzuführen –, und insbesondere der DAX signalisiert – justament zum 25. Jubiläum seiner Einführung – deutsche Börsenqualität.
Aber schauen wir uns das Geburtstagskind etwas näher an, könnte sich die Stimmung
verdüstern: nach außen eine grandiose Erfolgsstory – der DAX legte in 25 Jahren um
561% zu – kommt nach und nach die Wahrheit ans Licht, denn immer mehr setzen sich die internationalen Bilanzregeln nach IFRS (‚International Financial Reporting Standards‘) durch, die vom IASB (‚International Accounting Standards Board‘) über den Kopf nationaler Bilanzvorschriften hinweg festgelegt werden. Von den 30 DAX-Unternehmen – nur 15 sind seit Beginn dabei, der Rest ist vom Börsen-„Speisezettel“ verschwunden (teils durch Pleiten, teils durch Fusionen) – sind nur 5 im „grünen“ Bereich (Beiersdorf, BMW, Infineon, Münchner Rück und K+S, wobei K+S seit Januar 2013 fast 28% an Wert verloren hat), während die übrigen 25 erhebliche Probleme akkumuliert haben.

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14. März 2013

Alternative für Deutschland

14. März 2013|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Alternative für Deutschland

Liebe Querdenker,

es mag Sie/Euch seltsam anmuten, wenn ich Ihnen/Euch die Website der ‘Alternative für Deutschlandwww.alternativefuer.de/programm.html anempfehle, denn diese Gruppe beschloß am letzten Sonntag, sich noch im April als alternative Partei zu gründen.

Meine Gründe hierfür sind:
a) Die (derzeitige) Führungsmannschaft besteht aus real im Leben stehenden, berufstätigen, großteils selbständigen und mit ökonomischen Zusammenhängen vertrauten Frauen und Männern – also keine Arbeitsverweigerer, die nach hohen Einkommen ohne Leistung, der Sicherheit einer leistungslosen Pension, Posten, Prestige und Macht gieren – ein eklatanter Gegensatz zu unserer derzeitigen Polit-“Elite”.

b) Die ‘Alternative für Deutschland’ spricht sich expressis verbis  (sh.: Parteiprogramm) für eine Reduktion der Macht politischer Parteien aus – ein eklatanter Gegensatz zu unserer derzeitigen Polit-“Elite”.

c) Die ‘Alternative für Deutschland’ hat eine klare Sicht auf wichtige Themen, die uns alle auf den Nägeln brennen. Soweit hierbei ausgefeilte Programme und Ziele fehlen, lädt die ‘Alternative für Deutschland’ kompetente Fachleute zur Mitarbeit ein, statt ideologisch-opportunistisch-dogmatisch (wenngleich realitätsfern und völlig inkompetent) zementierte Standpunkte zu vertreten  – ein eklatanter Gegensatz zu unserer derzeitigen Polit-“Elite”.
Hier können wir als ‘PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V.’, so gewünscht, mit unseren ‘alternativen Konzepten’ gerne Hilfestellung bieten.

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