Volksherrschaft

/Tag:Volksherrschaft
­
3. Dezember 2016

Demokratie – Volksherrschaft oder Volksbeherrschung?

3. Dezember 2016|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Demokratie – Volksherrschaft oder Volksbeherrschung?

Demokratie oder Parteiend(a)emokratur

Ein äußerst lesenswerter Artikel, der zwar älteren Datums ist, jedoch nichts an Aktualität eingebüßt hat – ganz im Gegenteil; denn die Verhältnisse in den letzten 16 Jahren sind noch gravierender geworden.
Anläßlich der Bundestagswahl im nächsten Jahr und der im Wahlk(r)ampf (ent)stehenden Parteien und Ideen, dient dieser Artikel zur Aufklärung über das, was auf der „Politik-Bühne“ wirklich geschieht, bzw. wir mit uns machen lassen.

Zum Artikel:
www.d-perspektive.de/zeitreport-online/demokratie-volksherrschaft-oder-volksbeherrschung

3. Dezember 2016

Demokratie – Volksherrschaft oder Volksbeherrschung?

3. Dezember 2016|Politik, zeitreport online|Kommentare deaktiviert für Demokratie – Volksherrschaft oder Volksbeherrschung?

Demokratie oder Parteiend(a)emokratur

Ein äußerst lesenswerter Artikel, der zwar älteren Datums ist, jedoch nichts an Aktualität eingebüßt hat – ganz im Gegenteil; denn die Verhältnisse in den letzten 16 Jahren sind noch gravierender geworden.
Anläßlich der Bundestagswahl im nächsten Jahr und der im Wahlk(r)ampf (ent)stehenden Parteien und Ideen, dient dieser Artikel zur Aufklärung über das, was auf der „Politik-Bühne“ wirklich geschieht, bzw. wir mit uns machen lassen.

Demokratie – Volksherrschaft oder Volksbeherrschung?

Bedenklich stimmt (bisweilen auch erschreckend ist), wie unbedenklich und unbedacht mit dem Begriff Demokratie hantiert wird. Als sei dies der letzte Beweis für die Redlichkeit ihrer Argumente, halten uns Politiker und Parteien, Gewerkschaftsfunktionäre und andere Protagonisten der Öffentlichkeit diese Vokabel vor die Nase – Möhren gleich, mit denen man den Esel locken möchte.

Daß wir heute wohl weiter vom Ideal der Demokratie entfernt sind als zur Zeit eines Solon, Perikles, Herakleitos, Plato und Aristoteles, mag viele brüskieren, erstaunen und verwundern, gleichwohl entspricht es – leider – der Realität.

Sprachlich und dem originären Inhalt nach bedeutet Demokratie – ursprünglich aus dem Ionischen –: Herrschaft der Gemeinschaft, des Dorfes, der regionalen, kleinen Gemeinde. Den Begriff ‚Volk‘ im heutigen Sinne gab es damals noch gar nicht. Dahinter verbirgt sich die Idee, daß eine Gruppe von Menschen in gemein­samer Beschlußfassung bezüglich derjenigen Belange, die alle gemeinsam angehen, entscheiden, statt sich dem Spruch einer herrschenden Klasse oder gar eines Monarchen (Allein-Herrschers) zu unter­werfen.

Insofern ist die Uridee der Demokratie vor mehr als 2.500 Jahren geradezu als revolutionär anzusehen, da sie dem Einzelnen Rechte gewährt, die bis dahin ausschließlich der Führungskaste vorbehalten waren.

Dabei ging es den Urvätern des Gedankens der Demokratie beileibe nicht darum, eine führungslose Gesellschaft zu installieren, vielmehr sollte derjenige im Zuge eines freien Wahlrechts gekürt werden, der nach Meinung der überwiegenden Mehrzahl einer Volksgruppe dafür bestmöglich geeignet erschien.

Nun war bereits den ersten Verfechtern dieser neuen Idee völlig klar, daß aus verschiedenen Gründen nicht wirklich jeder wahlberechtigt sein konnte; so maß man Kindern und Jugendlichen, Sklaven und Gästen, aber auch Behinderten und Rechtsbrechern kein Wahlrecht zu. Auch waren bestimmte „niedere Stände“ und Frauen (!) von der Wahl ausgeschlossen. Teilweise mußte man sich als Wähler qualifizieren – indem man den Besitz von Land nachwies, genügend lange in der jeweiligen Wahl­gemeinde wohnte, sich bereits um die Gemeinde/das Volk verdient gemacht hatte oder berechtigte Interessen nachwies, die darauf schließen ließen, daß hinter der Wahlstimme auch ein Wissen um die Zusammenhänge und ein dementsprechendes Engagement stand, gefällte Entschlüsse dann auch in die Praxis umzusetzen.

Denn eines war den Urvätern der Demokratie schon damals klar: Mit dem Wahlrecht alleine würde sich der Gedanke der Demokratie nicht umsetzen lassen. Wohl deshalb galt das Wahlrecht als Auszeichnung und eine Ehre, die zu verlieren man tunlichst vermied.

Weder in Athen noch in Rom ging es den dort zur Wahl Antretenden um Gehälter und Apanagen      – diese wurden zum Teil erst im Nachhinein oder fallweise beschlossen, waren in der Höhe wandelbar und vom Votum der Wahlherren abhängig. Und Renten wurden zumeist erst nach dem Ausscheiden aus dem Amt (z.B. vom Nachfolger) festgelegt! –, vielmehr galt als Ehre, in ein Spitzenamt gewählt zu werden.

Natürlich ging es auch damals bereits um Einfluß und Macht, Prestige und die mit einem Amt verbun­dene Anerkennung (nicht nur des Gewählten, sondern auch dessen ganzer Familie), das heutige Pfründe- und Besitzstandsdenken war jedoch bei den demokratisch gewählten Herrschern deutlich geringer ausgeprägt als heute, wobei entschuldigend angemerkt werden muß, daß die Möglichkeiten für Privilegien und Vergünstigungen damals ungleich weniger zahlreich waren als heute. Zwar hat auch ein Gajus Julius Cäsar nach Erringung der Macht (erstmals sogar durch einen Staatsstreich) kräftig abgesahnt, womit er vielen Politikern der Neuzeit (inkl. Ministern und Bundeskanzlern) in nichts nachsteht, aber die Position eines überregionalen Herrschers war zur damaligen Zeit mit einem hehren Begriff von Verantwortung verbunden, der heutigen Politikern seit langem abhanden gekom­men zu sein scheint.

Und noch etwas sei angemerkt: Einen Vertrauensverlust büßte ein damaliger Herrscher deutlich eher und direkter, als dies heutzutage der Fall ist. Er verlor nicht nur das Amt, Wahl- und Bürgerrecht, sondern mitunter sein gesamtes Hab und Gut, wurde ins Exil geschickt oder gar zum Tode verurteilt.

Informationen flossen damals zwar spärlicher und langsamer (speziell über größere Entfernungen), dafür aber wesentlich direkter und mit unmittelbareren Folgen als heutzutage. Die Möglichkeiten, Informationen zu verschleiern, dichte Netze informationeller Undurchdringlichkeit zu schaffen und sich hinter Posten und Paragraphen, Gesetzen und Verordnungen zu verschanzen, exklusiv zu tagen, Immunität vorzuschützen und in geheimen Zirkeln zu kungeln, gab es damals bedeutend weniger Gelegenheiten als heute. Zu schnell machte die Runde, wenn sich ein Gewählter zu dreist bereicherte, seine Macht ausnutzte oder gar dem Kollektiv schadete, zu dessen Schutz und genuinem Vorteil er gewählt worden war.

Weniger Hierarchien, eine höhere Transparenz – und damit verbunden auch die Möglichkeit, Verant­wortlichkeiten kontrollierbar und besser einforderbar zu gestalten – wie auch die Tatsache, daß sich diejenigen, die als Wähler zugelassen waren, für ihre Wahl gegenüber denjenigen zu verantworten hatten, die nicht wählen durften, verhalfen der Idee der Demokratie sehr schnell zu Freunden und großem Zulauf – sogar unter denjenigen, die als Wähler (noch) nicht zugelassen waren.

Nahezu unmöglich wäre es damals gewesen, daß jemand als Kandidat benannt worden wäre, der sich zuvor in keiner Weise als besonders fähig erwiesen oder in irgendeiner Weise als zur Führung geeig­net bewiesen hätte.

Lang, lang ist’s her: Wer das 18. Lebensjahr vollendet hat, erwirbt damit grundsätzlich das Recht, als Wähler mitzubestimmen. Ob er wählt oder nicht, ob er sich bezüglich der zur Wahl anstehenden Personen und Inhalte in Kenntnis setzt oder nicht, all dies ist völlig nebensächlich. Die Demokratie der Neuzeit ist zu einer Beliebigkeitsveranstaltung verkommen, der nachzukommen sich die Bürger mehr schlecht als recht entledigen, sofern das Wetter nicht zu gut (dann fährt man lieber ins Grüne) oder zu schlecht (dann bleibt man lieber zu Hause) ist. Wer „demokratisch“ wählt, weiß sehr gut, daß er nicht Personen ob ihrer Qualifikation wählt, sondern aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu dieser oder jener Partei. Wer letztendlich von den Parteien auf die Listen gesetzt und nach dem Parteienvotum dann auf irgendeinen der zahllosen zu vergebenden Posten gesetzt wird, entzieht sich der Zustimmungsmög­lichkeit des „demokratischen“ Wählers.

Die Demokratie ist längst zu ihrer eigenen Farce mutiert, und nicht zuletzt daraus resultiert die Resig­nation des Wahlvolks – soweit es sein demokratisches Recht überhaupt noch wahrzunehmen bereit ist. Die Demokratie wird beileibe nicht als Ausdruck selbstbestimmter Wahrnehmung eines Bürgerrechts verstanden, vielmehr entledigt man sich einer Pflicht oder übt Wahlverzicht – stummer Protest empfundener Wut und Enttäuschung oder völligen Desinteresses. Die Parteien und ihre ausgekungel­ten „Gewählten“ hingegen maßen sich unter Berufung auf derartig „demokratische“ Wahlen an, nach völlig undemokratischem Gutdünken Posten und Pfründen unter sich aufzuteilen, sich – angesichts zuallermeist fehlender Qualifikationen – unbotmäßige Einkommen und Pensionen zu gestatten [von denen sie in einem zivilen Beruf entsprechend ihrer (fehlenden) Qualifikation nur träumen könnten] und dann im Parlament der verordneten Parteiendoktrin entsprechend aufzutreten.

Sind schon Wahlen an sich heutzutage insofern eine Farce, als die tatsächlich im Parlament dann agie­renden „Volksvertreter“ in Wahrheit nur noch Parteienvertreter sind, so gleicht der Bundestag inzwi­schen einem Haufen Schizophrener; von der Forderung des Artikel 38, derzufolge die Abgeordneten des Deutschen Bundestages „Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen“ sind, ist buchstäblich nichts mehr übrig geblieben. Insofern ist sämtlichen heute im Bundestag (und ebenso in den Landtagen) vertretenen Parteien ein Bruch des Grundgesetzes vorzuwerfen, da der Fraktionszwang längst jegliches Demokratie-Verständnis ersetzt hat und zum politischen Alltag gehört.

Die Parlamente wie auch die politischen Führungs- und Verantwortungsfelder sind zum Selbstbedienungsladen eines Klüngels verkommen, dem größtenteils nicht nur jegliche Befähigung zu den dann ausgeübten Ämtern, sondern vor allem jede demokratische Legitimation fehlt.

Nun jedoch alle Schuld ausschließlich den öffentlichen Schmarotzern (Pardon: Abgeordneten) zuzu­weisen, wäre zu kurz gesprungen. Der Selbstbedienungs-Parlamentarismus ist überhaupt nur möglich geworden, weil (und in dem Maße, in dem) die Masse der Wähler nie gelernt hat, politisch zu denken und zu agieren – wo auch? In der Familie? In der Schule? –, also neben die Einforderung von Rechten auch die entsprechenden Pflichten zu setzen. Die Demokratie schafft – theoretisch – für den Einzelnen den Freiraum zur Entwicklung einer eigenen Individualität, nicht jedoch ausschließlich ein Recht für eine anonyme, bewußtseins- und identitätslose Masse, sich über eine Minderheit hinwegzusetzen. Insofern ist das Ziel der Demokratie nicht vornehmlich ein Recht der Mitbestimmung, sondern vor allem eine Pflicht zur Selbstbestimmung. Die Qualität einer Demokratie zeigt sich also nachgerade in der Demokratiebefähigung des Einzelnen. In dem Maße, in dem wir uns aber exogen von Parteien, Politikern und Gewerkschaften, der Wirt­schaft (und ihrem Dogma vom Shareholder value – alles zum Wohle der gierigen Aktionäre), den Medien und (belustigenderweise) von den Kirchen dominieren, gängeln, manipulieren und korrumpie­ren lassen, entfähigen wir uns auch, autark, autonom und authentisch – also demokratisch – zu leben. Wir, die Wähler, opfern auf dem Altar billiger Käuflichkeit – des bequemen Zugewinns ohne eigenen Einsatz, verantwortungs- und risikolos – unsere demokratische Selbständigkeit. Die „Fahneder Demokratie – der Rattenfänger von Hameln benutzte ehedem noch eine Flöte – flattert lustig und bunt-knatternd im Wind, während wir (die Medien sind live dabei) hinter den Lautsprecherwagen der poli­tischen Führungskaste einhertrotten. Vivat democratia!

Demokratie-Reife zeigt sich vor allem darin, inwieweit der Einzelne die eigene Ethik zum Maßstab eigenen Handelns macht, statt der öffentlichen Moral zu folgen. Das wäre jedoch mit der Unbequem­lichkeit verbunden, die eigene Dialektik, Selbstbestimmung und -bestimmtheit kritisch zu hinterfra­gen, freiwillige Selbstbeschränkung zu üben, statt hemmungsloser Selbstentgrenzung zu frönen und dummdreisten Wahlversprechungen auf den Leim zu gehen (um sich nach der Wahl darüber zu ent­rüsten, daß die vorherigen Wahlversprechen wieder einmal – wie üblich – nicht eingehalten wurden), eine Majorität nicht – scheinbar demokratisch legitimiert – auszunutzen, sondern sogar als Schutzfunk­tion für die Minorität zu begreifen, das Recht auf Mitbestimmung nicht mit der Pflicht zur Selbst­bestimmung zu verwechseln, auf Manipulation und Korruption gegenüber anderen zu verzichten, das Maß und Niveau der eigenen Informationsbefähigung zu fördern, statt den Manipulateuren der öffent­lichen Meinung Vertrauensbruch vorzuwerfen, und auf beanspruchbare Rechte zu verzichten, statt unbedingt jeden Happen zu schnappen, mit dem uns die Parteien an die Urnen locken.

Unsere vorgebliche Demokratie – Sie erinnern sich: Herrschaft der Gemeinschaft – ist längst zur Demokratur, d.h. zu einer Beherrschung des Volkes durch die Parteien und personell aufs engste mit ihnen ver­flochtenen Institutionen verkommen. In den öffentlich-rechtlichen Medien und staatlich dominierten Firmen (Landesbanken, Rundfunkanstalten, Fernsehsendern, Behörden und sogar den obersten Gerichten) sitzen beileibe nicht die professionell geeignetsten, sondern Figuren, die das gerade opportune Parteibuch in der Tasche haben. Staatsbetriebe und pseudo-privatisierte Konzerne, selbst Lotterieverwaltungen und Spielkasinos – alles wird von der Parteien-Demokratur unter Kuratel gehal­ten.

In diesem „Spiel“ pseudo-demokratischer Vergewaltigung spielen auch die Kirchen und die Bildungs­stätten (Schulen und Universitäten), das Gesundheitswesen und faktisch jeder Bereich des öffentlichen Lebens einander gegenseitig die Bälle zu. So gilt der Datenschutz pro forma als hehres Gut, während sich der Parteien-durchwobene Klüngel keinen Deut um jedwede Datensicherheit schert. Ämter und Behörden tauschen munter Daten untereinander aus und geben diese sogar an pseudo-demokratische Einrichtungen wie Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, die Kirchen und sogar die Gewerkschaften weiter – unter bewußter Verletzung demokratischer Grundrechte.

Welcher Minister auf welchem Wege ein Zubrot von Seiten großer Konzerne, Bau- und Rüstungs­firmen [denken Sie dabei nicht nur an Herrn Leisler-Kiep, sondern auch an die Lockheed-Affäre und Herrn Strauß sowie ganze Hundertschaften parteipolitischer Kostgänger (aus allen Parteien und öffentlich-rechtlichen Institutionen)] erhält, welcher Parlamentarier sechsstellige „Übergangsbeihil­fen“ vereinnahmt oder sich noch während seiner Amtszeit (Guten Tag, Herr Bangemann) rechtzeitig die entsprechende „Altersversorgung“ bei einem der Multis sichert, welcher abgehalfterte Politiker nach Brüssel und Straßburg abgeschoben wird, um dann mit fünfstelligen Renten (pro Monat!) in Pension zu gehen, all dies hängt beileibe nicht von Qualifikationen, sondern von der richtigen Partei­zugehörigkeit und der nötigen Chuzpe ab.

Das Klagelied unserer Pseudo-Demokratie hätte noch viele Strophen, nur nützt es gar nichts, diese ein ums andere Mal herunterzubeten.

So lange sich die Demos, die regionale Gemeinschaft, die Kommune, nicht dazu entschließt, die (ihr grundgesetzlich zustehenden) demokratischen Rechte und Pflichten gleichermaßen zu sehen, zu nutzen, zu bewahren und zu verteidigen, wird das Heer der Schmarotzer und Parasiten munter weiter anschwellen. Diese „demokratisch legitimierten“ Zeitgenos­sen plündern den öffentlich-rechtlichen Aerar hemmungs- und bedenkenlos, und wir lassen zu, daß sie von unserer Arbeit leben, unsere Steuern und Sozialabgaben in ihr Eigentum überführen und skrupel­los die Zukunft der kommenden Generationen verfrühstücken.

So lange wir unserer eigenen demokratischen Verantwortung nicht gerecht werden, dürfen wir uns über die Verantwortungslosigkeit unserer „demokratisch gewählten“ Parlamentarier nicht mokieren.

Wege zur Demokratiereife

Demokratie-Befähigung fußt auf dem Unterschied von Information und Wissen. Erst verarbeitetes Wissen kann zu Bildung führen. Information und Wissen setzen jedoch Interesse und persönlichen Einsatz voraus. Wer glaubt oder hofft, sich der Mühe entsagen zu können, eigene Demokratie-Befähi­gung zu erwerben, verliert damit eigentlich auch jedes Recht, Demokratie einzufordern.

Manipulation, die Schiene jedweder Korruption in körperlicher, geistiger oder emotionaler Weise, beginnt bei der Desinformation – also einem informationellen Energie-Transfer, der keinen Zugewinn an wertvollem Wissen oder der Verbesserung von Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Absicht hat, sondern einzig den Zweck verfolgt, den Rezipienten der Botschaft dem Absender gegenüber positiv zu stimmen, als Werkzeug gefügig zu machen und in eine bestimmte Richtung zu lenken (die nicht dem Empfänger sondern nur dem Absender dient). Manipulation ist aber nur möglich, wenn und so lange sich der Manipulierte nicht wehren kann oder will.

Jede k(örperliche), g(eistige) oder e(motionale) Desinformation bedarf einer Absicht des Absenders oder sie beruht auf einer mangelhaften Reflexion; d.h. fehlinformierte Eltern geben die ihrerseits empfangene Desinformation als solche weiter, wenn sie – mangels eigenen Nachdenkens (Überlegens) – zum „Transmissionsriemen“ (z.B. für ihre Kinder) werden, auch wenn dies weder in ihrer Absicht liegt, noch sie sich dessen wirklich bewußt sind. Insofern – und das ist das eigentlich tragische dabei – sind gerade diejenigen Menschen, denen Kinder am bereitwilligsten glauben und vertrauen, die ersten und gefährlichsten Übermittler von Fehlinformationen, die sie selber erhalten haben.

Damit ist der Grundstock für Desinformationen als Muster gelegt, welches mitunter sogar ein Leben lang anhalten kann und dann seinerseits wiederum an die nächste Generation weitergegeben wird.

Denken Sie dabei an Vorurteile, die gedanken- und bedenkenlos im Volk verteilt werden und gerade bei Kindern auf geistig-seelisches Brachland fallen – der ideale Nährboden für (mitunter) lebenslang gehortete Überzeugungen. So erfahren z.B. rassistische „Überzeugungen“, religiöse Glaubenssätze und faschistoide Einstellungen von Eltern eine Manifestation im Verstandes- und Gefühlsbereich von Kindern, die diese dann vertrauensvoll – wer wagt als Kind schon in Zweifel zu ziehen, was ihm die Eltern beibringen?! – gelebt werden.

Nur, welche Eltern haben denn – die Biologie einmal außer acht gelassen – jemals eine Elternschule durchlaufen, also gelernt, verantwortungsbewußt sowie psychologisch und pädagogisch wertvoll zu erziehen? Und zur Erziehung gehört zweifellos auch, Kindern beizubringen, zwischen Informationen und Desinformationen zu unterscheiden.

In Deutschland erscheinen derzeit rund 400 lokale und regionale Abo-Zeitungen, Wochenzeitungen, überregionale, Straßenverkaufs- und Sonntagszeitungen – mit einer Gesamtauflage von mehr als 31 Millionen Exemplaren. Damit halten die Deutschen übrigens einen Weltrekord als Zeitungsleser.

Neben den öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten können in Deutschland bis zu 30 deutschsprachige Fernseh- und mehr als 5.000 Hörfunksender empfangen werden. Auch wenn sich die meisten dieser Sender (vor allem die privaten) vornehmlich auf recht seichtem Niveau bewegen
(U-Musik und leicht verdauliche Unterhaltungssendungen), stellt auch dies eine nicht zu unterschät­zende Gefahr der Manipulation und Desinformation dar, suggeriert es doch, daß sich der Mensch eigentlich um recht wenig (oder gar nichts) kümmern muß. Selbst wenn also derart kurzlebige Infor­matiönchen und Sensatiönchen für sich genommen keinen tiefergehenden Einfluß zu haben scheinen, verlieren die (vor allem jugendlichen) Rezipienten sukzessive das Bewußtsein, sich mit der realen Welt intensiv und verantwortungsbewußt auseinanderzusetzen.

Zwar halten nach Umfragen nur 41% der Bevölkerung die Tageszeitungen für „glaubwürdig* und 31% das öffentlich-rechtliche Fernsehen, bzw. nur 11% den öffentlich-rechtlichen Hörfunk – weit abgeschlagen folgt das private Fernsehen (7%), der private Hörfunk (2%) und Internet-/Online-Dienste (1%) –, eine tiefere Reflexion der von diesen Medien jeweils aufgenommenen Informationen unterbleibt jedoch größtenteils. Immerhin 6% aller Befragten glaubten keinem der genannten Medien überhaupt.

Gerade aber die eigentlich notwendige Reflexion gehörter/gelesener (also wahr-genommener Infor­mationen) wäre jedoch die beste Möglichkeit, um dann die informationelle Spreu vom Weizen trennen und das eigene Denkgebäude, eigene Empfindungsmuster und Überzeugungen hinterfragen und ent­wickeln zu können. Nur selten wird jedoch in den Familien und den Schulen gelehrt, wie mit Informa­tionen umzugehen ist, wie diese zu hinterfragen und weiter aufzubereiten sind. Das Alltagsgeschehen einerseits und der subjektive Drang, möglichst viel an Informationen aufzunehmen (man möchte ja mitreden können), reduziert die Qualität der Informationabilität in genau dem Maße, in dem wir von immer mehr Informationen zugeschüttet werden. Mit anderen Worten: So ungeheuer viel größer die theoretischen Chancen des heutigen Menschen sind, sich zu informieren und daraus Wissen (und weitergehend Bildung) zu entwickeln, in der Praxis sinkt der informationelle Nährwert ganz offen­sichtlich – Folge einer nie vermittelten Fähigkeit, Informationen zu sortieren, zu Wissen zu verarbeiten und damit eine Immunität gegen Desinformationen, Manipulation und Pseudo-Wissen zu entwickeln.

Das informationelle Mehr wird realiter zu immer mehr Weniger. Im gleichen Maße steigt jedoch auch der Zweifel, die Verwirrung und – siehe das Schaubild der Korruptionspyramide** – die Hilflosigkeit, mit der sich die Menschen konfrontiert sehen und die sie empfinden. Dies wiederum führt – gefähr­liches Zeichen innerer Abkehr und Resignation – zu einem Unlust- und Verweigerungsmuster. Man beschränkt sich – was das eigene Selbst wie auch die privaten und beruflichen Belange betrifft – auf das Notwendigste. Ansonsten zieht man sich auf die Position des Unbeteiligten, des (scheinbar) neutral-Wahrnehmenden zurück. Man läßt sich unterhalten – stundenlang bei flacher bis dümmlichster Fernsehkost, Glieder-schüttelnder Weise in Discos (sinnfremd Tanzen genannt) – und überläßt es Dritten, für Spannung und Auf­regung (Sportveranstaltungen, Horror-Movies, Boxkämpfe oder Gameshows) zu sorgen. Eigene Teil­nahme, eigenes Handeln, die aktive Gestaltung des eigenen Lebens wird gegen eine Zuschauerrolle eingetauscht, mittels derer wir miterleben, wie andere unser Leben (quasi) für uns leben. Dies kommt (siehe Schaubild Korruptionspyramide**) der Endstufe der Desinformation zunehmend gefährlich nahe: Der Resignation!

Wir müssen uns nicht im mindesten darüber wundern, daß die heutige Jugend bedeutend weniger politifizierbar, d.h. für öffentliche Belange und eine aktive Teilhabe daran, motivierbar ist. Sie reagiert damit nur mit Abwehrmechanismen gegen das, was ihnen vorgelebt wird, was sie mißtrauisch macht und ihr weder teilnehmenswert noch freudvoll-nachahmenswert erscheint. Praktisch die gesamte Unterhaltungsbranche (Einschaltquoten, Absatz, Umsatz, Gewinn – nur das zählt) lebt in dieser Des­informations-(Schein-)Welt und von ihr. Müssen wir denn erst wirklich amerikanische Verhältnisse erleben – in den USA ist die Desinformation/Korruption der Masse bereits perfektioniert –, bevor wir aufwachen? Tötende Kinder und amoklaufende (V)erwachsene, die jede natürliche Hemmschwelle überspringen, sind ein Spiegel der auf Desinformation und Korruption beruhenden Gesellschaft.

Genau damit ist auch die zunehmende Abkehr der Menschen (nicht nur der Jugend) von Parteien und Gewerkschaften, Religionen und anderen Formen der Vermassung erklärbar; der zunehmend verun­sicherte Bürger mißtraut dem, was er wahrnimmt. Er reduziert die eigene Aktivität beruflich auf das Notwendigste (Karriere und Leistungsbereitschaft sind out und gelten beinahe als verdächtig) und privat auf eine überschaubare Bequemlichkeit, aus der er sich kaum noch herauslocken läßt.

Genau dies ist jedoch der gefährliche Nährboden für einseitig ausgerichtete Gruppen (organisierte Kriminalität) und die destruktiven Überzeugungsmuster, mit denen wir in zunehmendem Maße über­häuft und regelrecht zugeschüttet werden.

Einige Beispiele hierzu:

  1. Shareholder-Value

Das Shareholder-value-Denken zerstört sowohl den Wettbewerb (behauptet wird das Gegenteil!) als auch das notwendige Innovationsdenken. Wirtschaftliche Innovationen verlangen nämlich Risikofreude, den Mut, Neues auszuprobieren und sogar Anfangsverluste in Kauf zu nehmen sowie umfassende Research-Arbeit – alles Faktoren, die dem maximierten Höchstertrag, also optimiertem Gewinnstreben (optimized shareholder-value) entgegenstehen.

  1. Globalisierung

Eine verschwindend kleine Minderheit – etwa fünf Dutzend superreiche Familien, denen das Gros der Weltkonzerne in (aktienrechtlich) bestimmendem Maße gehört – verknechtet in zunehmendem Maße sieben Milliarden Erdenbürger, wobei sie sich um Ethik und Moral, ethnische oder sonstige Minderheiten oder andere, ihren Einfluß und ihr Machtstreben störende Belange in keinster Weise kümmern. Politiker setzen sie als willfährige Marionetten und gutbezahlte Handlanger ein (Korruption und Bestechung), den Rest erledigen die von ihnen dominierten Banken.

  1. Das wissenschaftliche Paradoxon

Einerseits sollen Wissenschaftler Wissen schaffen, andererseits werden Gedanken und Thesen heftig attackiert, sofern sie nicht auf bestehender Wissensbasis genauestens (gen 100 %) beweis­bar sind. Wohl 99,9 % der (angeblich) Wissen-Schaffenden begnügen sich deshalb mit der Verwaltung und Verteidigung bestehenden Wissens – aus Feigheit, Faulheit oder Mangel an Kreativität und Verantwortungsbewußtsein, oftmals aber auch, weil ihnen der Wissenschaffenwollende Impetus, der einen Blick über den Tellerrand hinaus verlangt, völlig fehlt.

Wissenschaft gerinnt damit zum jüngsten Stand des Irrtums.

  1. Die Gleichschaltung der Medien

Eine gezielt gesteuerte Informationspolitik, die in etwa zwei Dutzend bestens kontrollierten Nach­richtenagenturen (Associated Press, Agence France, Deutsche Presseagentur, Reuters etc.) ihre Verknotung erfährt, versorgt in den 20 meist-gesprochenen (und -gelesenen) Sprachen der Welt die jeweilige Bevölkerung. Unter enormem Zeitdruck stehende Redakteure und Journalisten schreiben ab (und texten allenfalls geringfügig um), was ihnen „offiziell“ geliefert wird. Freie, unabhängige, fachlich versierte Journalisten, die tatsächlich noch selbst recherchieren, sich gar den Luxus erlauben, zu sagen, was sie denken, sind eine seltene (und aussterbende) Spezies    – die wenigsten können sich dies finanziell leisten, und den meisten fehlt dazu der Mut und das wirkliche Interesse. Wer setzt sich schon der Gefahr aus, mühsam Recherchen zu sammeln, deren Ergebnisse dann keine Zeitung den Mut hat zu drucken? Wer will sich schon ins Abseits stellen, als Querulant dastehen oder sich gar persönlicher Gefährdung aussetzen?

Journalisten melden, was entweder offiziell-genehmigter Duktus ist (je sensationeller, desto schneller muß es ’raus) und was gehört/gelesen/gesehen werden will. Je „windschlüpfriger“ sich also Journalisten beruflich geben, desto größer sind ihre Chancen, in der Hierarchie der Medien emporzuklettern, um irgendwann Chefredakteur zu werden. Der eigentlichen Verantwortung eines Journalisten werden sie damit natürlich in keiner Weise gerecht, aber wen kümmert dies schon? Die anderen tun es ja auch nicht!

In gleicher Weise geht das Gros von Schriftstellern vor, deren Bücher nur unter den selben Prämissen überhaupt einen Verlag finden. Welcher Autor kann sich schon leisten, zu schreiben, was ihm wirklich wichtig ist? Selbst wenn er dann sein Buch auf eigene Rechnung verlegt, fehlt ihm die wichtige Verteilerschiene, die fest in den Händen der Verlage liegt.

  1. Die Notenbanken

Auch die Erzeuger- und Verteilerbranche der Währungen – allen voran die amerikanische FED – liegt letztlich im Klammergriff der Illuminaten, der o.g. Gruppe jener superreichen Familien, auch wenn sie deren operationale Funktion in die Hände der Politiker bzw. ihnen geeigneter Figuren legen. Weder der Chef der FED noch der EZB und der wichtigen asiatischen Staaten sind tatsächlich unabhängig und autark. Nehmen wir das Beispiel Wim Duisenberg, des früheren Präsidenten der Europäischen Zentralbank. Duisenberg wurde der EU als Wächter über den EURO und die Europäische Wirtschaftsund Währungsunion von den Illuminaten buchstäblich aufs Auge gedrückt. Seine vornehmliche „Qualifikation“ besteht darin, daß er am niederlän­dischen Hof und als Schüler von Hermann Josef Abs (ehem. Chef der Deutschen Bank, Finanz­berater Adolf Hitlers und direkter Handlanger der Illuminaten seit Ende des Zweiten Weltkriegs) ausgebildet, mit den Zielen und Wünschen der Big Players bestens vertraut ist.

Die wahren Entscheidungen über den Lauf der Wirtschaftsgeschichte werden in geheimen Zirkeln und Konferenzen festgelegt, über die die Öffentlichkeit nur knapp und inhaltslos (wenn über­haupt) informiert wird. So treffen die Mächtigen dieser Welt bei „Familientreffen“ wie z.B. der Bilderberger-Konferenz ihre Entscheidungen. Deren Vorsitzender ist übrigens Prinz Bernhard der Niederlande, dessen Frau über den angeblich reichsten Mann der Welt, Bill Gates, wohl im stillen Kämmerlein nur mitleidig schmunzelt. Ihr gehören heute noch ganze Straßenzüge in New York. Diese heutige Finanz- und Wirtschaftsmetropole der westlichen Welt wurde Ende des    16. Jahrhunderts unter dem Namen Neu-Amsterdam von den Holländern gegründet, und die Niederländisch-Westindische Kompanie erwarb die Insel Manhattan damals für den heutigen Gegenwert von weniger als 10.000 Dollar von den Indianern. Hauptaktionär dieser Kompanie war der niederländische Königshof. Bei diesen Bilderberger-Konferenzen wird die reale Politik gemacht. Hier treffen sich die De Beers, Rockefellers und Rothschilds, die Erben der Warburg-Vermögen und der Duponts, die (Mehrheits-)Besitzer der Öl- und Pharmakonzerne, der Stahl-, Lebensmittel-, Chemie- und Handelsunternehmen. Als Auszeichnung empfinden es dann Politiker und Staats­männer, wenn sie zu derartigen Konferenzen eingeladen werden. In Wahrheit werden sie damit als Heloten ob ihrer Willfährigkeit, als Lakaien und Büttel der Illuminaten „geehrt“.

Diese Beispiele wären beinahe beliebig ergänzbar; dem Dreieck, bestehend aus Den Haag, London und der Ostküste der USA, verdankt auch die Gruppe der Trilateralen ihren Namen. Sie beherrscht den Sport und die Medien, die Pharma-, Waffen- und Chemieindustrie, das Banken- und Versicherungs­wesen, den größten Teil der weltweit führenden Forschungs- und Entwicklungszentren, den Lebensmittel- und Rohstoffmarkt, die Schwerindustrie und das Transportwesen (mit den entsprechenden Handelswegen und -rechten) sowie die Medien. Und genau ihnen verdanken wir auch die gigantische Farce der Demokratie; unter diesem Begriff wird den Bevölkerungen der westlichen Länder suggeriert, sie hätten demokratische Rechte, könnten also in freier Selbstbestimmung darüber befinden, wer in ihren Ländern politisch tätig und verantwortlich ist. Bei genauem Hinsehen offenbart sich jedoch das gesamte Ausmaß dieses pseudo-demokratischen Blendwerks. Auf die Spitze getrieben: Die Behaup­tung, es handele sich bei den Ländern Europas und dem Gros der Länder Asiens, Südamerikas und teilweise auch Afrikas um Demokratien, ist wohl die übelste Korruption aller Zeiten, und alle vorgeb­lichen Versuche, die noch fehlenden Länder der Welt endlich zu „demokratisieren“, entsprechen letzt­lich nur dem klaren Ziel der Illuminati, auch diese Staaten unter ihre Kontrolle zu bekommen.

Wer all dies versteht, dem wird auch verständlich, warum die Illuminaten es zuließen, es ihnen sogar perfekt in den Kram paßte, daß seit dem (offiziellen) Ende der Kolonialzeit – damals wurden die Pflöcke eingeschlagen, um sich die Minen und Rohstofflager in diesen Ländern zu sichern – immer wieder Diktaturen errichtet wurden, Strömungen wie der Faschismus, der Nationalsozialismus und der Kommunismus ihr Unwesen trieben, Militärputsche für Unruhen und Millionen Tote und Religions­kriege weltweit für Tod und Zerstörung sorgten. Alle diese Strömungen verunsicherten und bedrohten die Menschen in den betroffenen Ländern, beraubten sie ihrer Existenz, zerrissen Familien und verbreiteten Angst und Schrecken. Davon abgesehen, daß mit dem Verkauf von Waffen (an jeweils beide kriegführende Parteien) enorm Geld zu verdienen war, konnte man sich nach dem Ende der Kampfhandlungen dann auch als der große Befreier und Helfer beim Wiederaufbau profilieren – die jeweils unterlegene Partei wurde dann auf internationalen Konferenzen zu Regreßzahlungen und Wiedergutmachungen in Milli­ardenhöhe verurteilt („The winner takes it all“). Im übrigen war es den „Befreiern“ am ehesten möglich, ihnen genehme und willfährige politische Strukturen und die Kontrolle über Industrie und Handel, das Bank- und Finanzwesen, die Medien und das Bildungs­system zu gewinnen, wenn diese Länder hoffnungslos zerstört und bis dahin bestehende Strukturen zerschlagen waren.

Insofern kommt den wirklich Mächtigen dieser Erde – sie denken in Generationen und können deshalb in Ruhe abwarten – außerordentlich zupaß, wenn derzeit zwei Dutzend Länder Afrikas und das größte Land der Erde (Rußland) vor nationalen Katastrophen stehen. Ein in Schutt und Asche liegendes Territorium mit einer in seiner Verzweiflung zu allem bereiten Bevölkerung empfindet dann geradezu als Segnung, was ihnen von den Illuminaten gnädigerweise als Alternative gewiesen wird.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, liebe(r) LeserIn, daß Sie das gerade Gelesene Mühe haben zu verdauen. Viele von Ihnen mögen sich – ein verständlicher Akt seelischer Notwehr – lieber ab- und einer freudvolleren Lektüre zuwenden.

Doch Vorsicht: Gerade der Umstand, daß wir Unangenehmes und Erschreckendes lieber verdrängen und nicht wahrhaben wollen, macht uns zu willfährigen Opfern für Heilsversprecher, Besänftiger und Tröster. Um den Schmerz negativer Erkenntnisse und Erfahrungen ein wenig zu mildern, lassen wir uns nur allzu gerne von Schönem, Buntem und Angenehmem trösten. Die Seele verlangt nach Süßig­keiten – buchstäblich: Der Verzehr von Schokolade, Kuchen und sonstigem Zuckerwerk ist bei den­jenigen am höchsten, die Ängste und Schmerzen nicht aufarbeiten, sondern zu verdrängen suchen. Der unnötig konsumierte Zucker wird dann in Fett umgewandelt, das sich wie eine Dämmschicht um die ramponierten Nerven legt. Das Problem wird damit aber in keiner Weise gelöst, sondern nur (weich) verlagert. Warum führen die Amerikaner weltweit die Hitliste der Fettleibigkeit an – speziell im Mickey-Mouse-Bundesstaat „golden California“?!?

Wer die uns vorgegaukelte Pseudo-Demokratie wirklich demaskieren möchte, dem sei das Buch Korruption – Die Entschlüsselung eines universel­len Phänomens wärmstens empfohlen.[1]

Wer darüber hinaus nicht nur in sich selbst Klarheit schaffen möchte, sondern auch sein Umfeld      – privat wie beruflich – zur korruptionsfreien „Zone“ umgestalten möchte, kann dieses Buch (wie auch diesen Artikel) gerne weiterempfehlen und verteilen.

Diejenigen, die von der ins Volk gestreuten Schimäre „Demokratie“ am meisten profitieren – dazu gehören auch unsere politischen und gewerkschaftlichen Schreihälse –, werden sich eher die Zunge abbeißen, als der manipulierten Wählerschaft reinen Wein einzuschenken. Hinter die Geheimnisse der Schein-Demokratie zu gelangen, bedarf schon der Mühen derjenigen, denen es um ehrliche Demokra­tie und eine selbstbestimmte Lebensführung zu tun ist. Daß unter wirklich demokratischen politischen Verhältnissen all die Witzfiguren, die uns heute – pseudo-demokratisch „legitimiert“ – im Bundestag, in den Länderparlamenten, in Gremien aller Art starrsinnig behaupten, zu vertreten, unter wirklich demokratischen Verhältnissen keinerlei Zukunftsperspektiven hätten, wissen diese Zeitgenossen am allerbesten. Insoweit wäre Grundvoraussetzung einer wirklichen Demokratie ein Personenwahlrecht. Demzufolge müßten Parteien wieder auf den Rang politischer Vereine zurückgestuft, die staatliche Parteienfinanzierung sofort abgeschafft und pseudo-demokratisch „legitimierte“ Gremien mit Zwangs­charakter – Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, kassenärztliche Vereinigungen, steuerbegünstigte politische Stiftungen u.v.m. – radikal abgeschafft und ihres Monopolcharakters enthoben werden. Wer sich – keine Kritik ohne Alternative! – weiters informieren möchte und Interesse an „Alternativen politischen Konzepten“ hat, dem sei die Website des PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V. empfohlen: www.d-perspektive.de.

Doch Grundvoraussetzung dafür wäre wiederum ein Demokratie-Verständnis und eine Demokratie-Befähigung, die dem Gros der Bevölkerung bislang völlig fehlt und die wir von denjenigen, die darüber heute selbstgefällig und vor allem ihre eigenen Interessen schützend zu beschließen hätten, ganz sicher nicht erwarten können. Es wäre naiv zu glauben, daß diese Schmarotzer, denen wir sogar noch die Erlaubnis zur Selbstbedienung in die Hand drückten, sich selbst ihrer Privilegien berauben würden.

Demokratie ist die wohl schwierigste und anstrengendste Staatsform, die es gibt. Sie kann nicht poli­tisch verordnet werden, vielmehr verlangt sie ein Bewußtsein und eine Erarbeitung im Denkfühlen jedes Einzelnen, zu dem die meisten Menschen bisher weder bereit noch dazu jemals hingeführt worden sind.

Die Demokratie beschränkt sich auch nicht auf politische Angelegenheiten, vielmehr setzt Demokratie ein Selbstverständnis und eine autarke Selbstbestimmtheit voraus, in der kein Platz dafür ist, Verant­wortlichkeiten und Verantwortungen durch Delegation abzuwälzen.

Demokratie beginnt in den Köpfen derer, die sich auf sie berufen wollen.

Hans-Wolff Graf

* Quelle: Forsa-Institut (1998)
** siehe die Graphik „Korruptionspyramide“ am Ende des Artikels
[1] Das Buch kann über info@private-akademie.com für 18€ erworben werden.