Hans-Jörg Müllenmeister

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12. November 2016

Rezension: KRANKE WELT – GESUND ÜBERLEBEN – ein bemerkenswertes Brevier!

12. November 2016|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Rezension: KRANKE WELT – GESUND ÜBERLEBEN – ein bemerkenswertes Brevier!

KRANKE  WELT  – GESUND  ÜBERLEBEN

kranke-welt-gesund-ueberlebenMit seinem neuesten Buch beschenkt der Querdenker Hans-Jörg Müllenmeister, originär Elektrotechniker und Gemmologe, seine durch zahllose Publikationen gewonnene Fangemeinde in besonderem Maße. In einer genialen Mischung aus fundiertem Wissen und leichtfüßiger Verständlichkeit jagt der mittlerweile 75-jährige Autor auf knapp 650 Seiten seine Leser durch ein Universum höchst unterschiedlicher Themen, ohne sie dabei auch nur ein einziges Mal zu ermüden oder allzu belehrend zu verlieren, denn durch seine klare thematische Gliederung kann sich jeder ganz singulär einzelnen Themen widmen oder Müllenmeisters gesamtheitlichem Erzählstrang folgen.
Vom Kosmischen zum Subatomaren, von der Valeologie und Philosophie bis zu Psychologie und sinnstiftender Pädagogik; von Wirtschaft und Medizin, gesunder Ernährung und Heilwesen, über seine Lieblingsthemen Edelsteine, Chemie und Physik bis zur Bakteriologie und Virologie – kein menschliches Thema (und Allzumenschliches) ist ihm fremd oder heilig. Frei von jeglicher ‚political correctness‘, mit unverhohlender Freude an Sprachwitz und einer diebischen Freude daran, den Leser mit kaum bekannten Fakten und Zusammenhängen zu überraschen, flicht der Autor ein vieldimensionales Multiversum, das nie ermüden oder gar Langeweile aufkommen läßt.
Genau so sollte man sich Bildung vorstellen – statt unilateralen, noch so tiefen, aber zusammenhanglosen Wissens.
Dieses Buch, dessen Verkaufserlöse nach dem Willen des Autors auch noch einem humanitären Zweck zukommen, ist ein treffliches Geschenk auf jedem Geburtstags-, Jubiläums- oder Weihnachtstisch; € 24,95, die sich wirklich lohnen.
Bestellen Sie über den Autor: joergmuelli@t-online.de

12. November 2016

Rezension: KRANKE WELT – GESUND ÜBERLEBEN – ein bemerkenswertes Brevier!

12. November 2016|zeitreport online|Kommentare deaktiviert für Rezension: KRANKE WELT – GESUND ÜBERLEBEN – ein bemerkenswertes Brevier!

KRANKE  WELT  – GESUND  ÜBERLEBEN

kranke-welt-gesund-ueberlebenMit seinem neuesten Buch beschenkt der Querdenker Hans-Jörg Müllenmeister, originär Elektrotechniker und Gemmologe, seine durch zahllose Publikationen gewonnene Fangemeinde in besonderem Maße. In einer genialen Mischung aus fundiertem Wissen und leichtfüßiger Verständlichkeit jagt der mittlerweile 75-jährige Autor auf knapp 650 Seiten seine Leser durch ein Universum höchst unterschiedlicher Themen, ohne sie dabei auch nur ein einziges Mal zu ermüden oder allzu belehrend zu verlieren, denn durch seine klare thematische Gliederung kann sich jeder ganz singulär einzelnen Themen widmen oder Müllenmeisters gesamtheitlichem Erzählstrang folgen.
Vom Kosmischen zum Subatomaren, von der Valeologie und Philosophie bis zu Psychologie und sinnstiftender Pädagogik; von Wirtschaft und Medizin, gesunder Ernährung und Heilwesen, über seine Lieblingsthemen Edelsteine, Chemie und Physik bis zur Bakteriologie und Virologie – kein menschliches Thema (und Allzumenschliches) ist ihm fremd oder heilig. Frei von jeglicher ‚political correctness‘, mit unverhohlender Freude an Sprachwitz und einer diebischen Freude daran, den Leser mit kaum bekannten Fakten und Zusammenhängen zu überraschen, flicht der Autor ein vieldimensionales Multiversum, das nie ermüden oder gar Langeweile aufkommen läßt.
Genau so sollte man sich Bildung vorstellen – statt unilateralen, noch so tiefen, aber zusammenhanglosen Wissens.
Dieses Buch, dessen Verkaufserlöse nach dem Willen des Autors auch noch einem humanitären Zweck zukommen, ist ein treffliches Geschenk auf jedem Geburtstags-, Jubiläums- oder Weihnachtstisch; € 24,95, die sich wirklich lohnen.
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9. Dezember 2013

Schwermetalle im Körper

9. Dezember 2013|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Schwermetalle im Körper

Ein neuer Beitrag unseres Querdenkers H.-J. Müllenmeister zum Thema ‘Schwermetalle’.

Wir alle führen regelrechte Schrotthalden (ionisierte Metalle) mit uns herum, manche schon seit Kindesbeinen an, und zwar durch Impfungen.
Interessant wäre zu wissen, wie viele Nervenleiden ursächlich auf Schwermetalle zurückzuführen sind.


Metalle im Körper: Gift oder Segen

Hans-Jörg Müllenmeister

Schon der alte Paracelsus sagte: allein die Dosis macht, ob etwas giftig ist; besagter Schwyzer erlag 1541 merkwürdigerweise einer Quecksilbervergiftung. Chronische Metallbegleiter in unserem Körper sind tickende Zeitbomben; sie fördern freie Radikale. Was folgt? Zell- und Gewebeschädigungen, Entzündungen und Alterungsvorgänge. Die zwielichtigen Körpergäste blockieren den Stoffwechsel, verdrängen Mineralstoffe, Spurenelemente und Eiweiße von ihren Enzymstellen. Es kommt zu einem Mangel der verdrängten Stoffe, Infektanfälligkeit, Überempfindlichkeitsreaktionen und Autoimmunerkrankungen.

Meist bleiben die eigentlichen Krankheitsursachen im Dunkeln und die Weißkittel laborieren nur an den Symptomen. Angesammelte Neurotoxine in unserem Körper üben sogar einen synergetischen negativen Effekt aus. Ein Zuviel, aber selbst ein Zuwenig an Metallgästen kann unser Leben quälend verkürzen. Hier sei die Rede von der spannenden Gratwanderung einiger fataler Metallbegleiter in unserem Körper, aber auch davon, wie man diese Giftstoffe aus dem Körper leitet.

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21. Oktober 2013

Methanhydrat – Kandidat einer Apokalypse

21. Oktober 2013|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Methanhydrat – Kandidat einer Apokalypse

Ein wahrlich apokalyptisches Szenario – angerissen von unserem Querdenker H.-J. Müllenmeister.


Methanhydrat: Kandidat einer Apokalypse

Hans-Jörg Müllenmeister

Entlang der Kontinentalränder liegen Neptuns “Steingärten” in 500 bis 1500 Meter Meerestiefe. Sie verbergen einen großartigen energetischen Schatz: Methanhydrat, das „weiße Gold“ der Tiefsee. Eine Klimaerwärmung könnte den vermeidlichen Schatz kaskadenartig freisetzen und ihn wie eine wütende Bestie aus seinem Wasserkäfig befreien. Auch die raffgierige Plünderung des weißen Goldes hätte unübersehbare, apokalyptische Folgen für unseren Planeten. Jäh würde die ‘Büchse der Pandora’ aufgerissen − zum Schaden der ganzen Menschheit.

Welches „Kipp-Element“ hat das Zeug zur Apokalypse?
Niemand von uns kennt die Naturelemente aus Ort, Zeit und Handlung des Dramas, das uns global bevorsteht − und das ist gut so. Unserer spekulativen Phantasie bleibt es überlassen, welche Naturkatastrophe uns am ehesten in Einzelatome auflöst. Sind es ungeheure Vulkanausbrüche, höllenheiße Methangas-Explosionen oder monströse Sandstürme? Einiges spricht aber dafür, daß Methanhydrat am ehesten unserem Erdball ein lädiertes Gesicht verpaßt. Lassen Sie uns diese Gefahren ‘mal etwas näher betrachten.

So entsteht Methanhydrat im Ozean
Erstaunlich, in 700 Metern Tiefe ernährt sich der borstige Eiswurm Hesiocaeca methanicola vom Methanmilieu. Wie entsteht aber jene merkwürdige Substanz, die als Energiequelle der Zukunft gehandelt wird? Absterbendes Plankton und Algen sinken zum Meeresgrund und verwesen ohne Zutun von Sauerstoff, also anaerob. Zum Teil bildet sich aber auch durch thermokatalytische Umwandlung Methanhydrat in tieferen Sedimenten. Normalerweise perlt das Abbauprodukt Methan zur Meeresoberfläche. Aber durch den hohen Druck des sauerstoffarmen Tiefseewassers und die geringe Temperatur verbindet sich Methan mit Wasser zu eisförmigem Methanhydrat, dem Methaneis. Im Submikroskopischen bauen eine Anzahl Wassermoleküle einen Käfig um sich auf, der jeweils ein Methanmolekül gefangen setzt.

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7. Oktober 2013

Viren – Geheimwaffe der Natur!

7. Oktober 2013|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Viren – Geheimwaffe der Natur!

Leicht verständliche Zusammenfassung sehr komplexer Zusammenhänge!


Viren: parasitäre Gast-Zombies im Körper

Hans-Jörg Müllenmeister

Eines Tages hatte es die Natur satt, auf ewig vielfältige komplexe Lebensformen zu ersinnen. Stattdessen erschuf sie minimalistische Kreaturen am Rande des Lebens: dazu packte sie eine Handvoll Gene in eine Schutzhülle, und es entstand: das Virus; so könnte ein Teil der Schöpfungsgeschichte verlaufen sein. Genauer betrachtet, steckt in jedem Virus ein raffinierter Plan. Es ist spannend zu verfolgen, wie dieses “Halbwesen” seinen ‘Lebensplan’ als Parasit im Wirt konsequent umsetzt.

Submikroskopisch klein, indes groß in der Wirkung
Kaum zu glauben: Kürzlich gelang es einigen Forschern, ein einzelnes Viren-Nichts zu wiegen – natürlich nicht mit einer grobschlächtigen Goldwaage. Ihr Nano-Instrument zeigte zehn Femtogramm an! Das sind 10 hoch minus 15 Gramm und entspricht dem Billionstel Teil eines Reiskorns, dem Gewichtsverhältnis eines Lastwagens zum Planeten Pluto.
Wie groß sind Viren, etwa die vom Typ Adenovirus, Iridovirus oder Vaccinia? Ganze 80 bis 300 Millionstel Millimeter (Nanometer). Dagegen ist ein Bakterium ein Monsterwesen. Dabei bewies die Natur selbst in der regelmäßigen Verpackung der Viren ihre mathematische Kunstfertigkeit. Häufig kommt die Ikosaeder-Struktur vor, also eine Körperhülle, gebildet aus zwanzig gleichseitigen Dreiecken. Übrigens sind Viren nicht nur Bösewichte, entsprechend ihrer lateinischen Sprachwurzel Virus für Gift. In den Ozeanen wimmelt es von „gutmütigen“ Viren. In keinem anderen Ökosystem tummeln sich mehr von ihnen, nämlich Myriaden in einem Milliliter Meerwasser. Vor allem im Hadopelagial, also in pechschwarzen Meerestiefen zwischen 6000 bis 11000 Metern beim tausendfachen Druck gegenüber dem Wasserspiegel, sind Viren besonders dicht im Wasserkörper verpackt.

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25. Juli 2013

DNA-Schnipsel-Jagd

25. Juli 2013|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für DNA-Schnipsel-Jagd

Ein weiterer interessanter Artikel aus der Feder unseres Querdenkers H.-J. Müllenmeister.


DNA-Schnipsel-Jagd auf Verbrecher

Hans-Jörg Müllenmeister

Kein Verfahren seit Einführung des Fingerabdrucks vor gut 100 Jahren hat die Forensik so revolutioniert wie der „genetische Fingerabdruck“. Ein Fallbeispiel: Am Tatort hinterließ der Mörder unbemerkt seine biologische Visitenkarte: ein paar winzige Hautschüppchen. Ein Gentest − fachmännisch eine DNA-Typisierung − genügte, um ihn als Täter eindeutig zu identifizieren. Der oft zitierte „Gentest“ trifft nicht den Sachverhalt. Man testet nämlich keine Gene, sondern nur Längenunterschiede bestimmter „genfreier“ DNA-Abschnitte, also DNA-Schnipsel. Sie enthalten keine codierende Erbinformation, auch keine Bauanleitungen für Proteine, wie sie die Gene enthalten.

Das Riesenmolekül DNA

Ehe wir die spannende DNA-Schnipseljagd antreten, werfen wir kurz einen ehrfürchtigen Blick auf das Urwunder des Lebens: das DNA-Riesenmolekül, das Genom des Menschen. Riesig ist es deswegen, weil dieser „Lebensfaden“ im Zellkern die unglaubliche Länge von über 1,8 Meter ergäbe – könnte man das Knäuel entwirren. Die Gesamtzahl unserer Körperzellen beträgt rund 10.000.000.000.000. Im Zellkern sitzt die Erbinformation (DNA) und kodiert sämtliche Aufgaben und Stoffe, die die Zelle erfüllen oder produzieren kann. In der Zelle liegen die Baupläne niedergeschrieben und bilden die “Bibliothek” des Lebens. Wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht, finden sich da etwa sechs Milliarden Basenpaare. Das zweifache Kettenmolekül (Polymer) schraubt sich wie eine Doppelwendelleiter (Doppelhelix) um die eigene Achse. Damit erhöht es seine Stabilität. Der Helix-Durchmesser mißt nur etwa 0,000.000.000.0002 Meter. Die DNA besteht aus zwei gleich langen Polynukleotid-Strängen. Die Sprossen dieser Wendelleiter bilden die Basen der Nukleotide. Auf ihr sind die Gene wie ein Buchstaben-Code aufgereiht, vergleichbar mit den Buchstaben, die in diversen Abfolgen verschiedene Wörter ergeben.

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16. Juli 2013

Computer der Zukunft

16. Juli 2013|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Computer der Zukunft

Interessanter Artikel unseres Querdenkers H.-J. Müllenmeister.


Elementarteilchen: Rechenkünstler der Zukunft

Hans-Jörg Müllenmeister

Cui bono? Wem nützt es… der maroden hochtechnisierten Gesellschaft, wenn sie verbissen der Computer-Zukunft nachjagt? In der Tat, denn jene Zukuftscomputer wären der heutigen Technik vieltausendfach überlegen – hinsichtlich Speicherkapazität, Verschlüsselung und Geschwindigkeit der Datenverarbeitung.
Verbrämt als hehres Forschungsziel versprechen sich damit vor allem Geheimdienstler gewaltige Vorteile im Lauschangriff und in der staatlich sanktionierten Industriespionage. Gleichzeitig steht der iPad- oder iPhone-süchtige (aber völlig gläserne) Bürger an der Schwelle einer werteauflösenden Zeit. Einer Zeit, in der man den Glauben an das Scheingeld pflegt und das Überwachen von oben hündisch erträgt. Das einstige „Yes, we can”, fand sein kryptisches Traumziel im „Yes, we scan“! So viel zum gesellschaftlich-politischen Aspekt der schaurig-schönen Computerwelt.

Ein Griff in die Vorgeschichte
Oft vergeht ein beschwerlich langer Weg, ehe ein epochales Produkt die Welt verändert. Den Binärcode (1 und 0 − das sprunghafte Verhalten der Leitfähigkeit – Strom ein für 1, Strom aus für 0) hatte bereits Leibniz vor mehr als 300 Jahren mathematisch als den Schlüssel für die automatisierte digitale Rechentechnik erkannt. 1824 fand der Schwede Berzelius das geeignete Halbleitermaterial Silicium und schließlich erkannte Schottky in den 50er Jahren, daß die elektrische Leitfähigkeit bestimmter Halbleiter von außen steuerbar ist. Erst wenn bestimmte Entdeckungen wie Zahnräder ineinander greifen, dreht sich das Rad der Technik-Geschichte weiter. Grundelemente einer neuen Technologie reifen: die Entwicklung von Transistoren und in der Folge der IC-Bausteine bis hin zum komplexen Computer. Bis Mitte des Jahrhunderts könnten zwei mögliche Innovationen auf uns zukommen: Quantencomputer und Bio-Computer.

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15. Dezember 2005

Die Schulden-Bergpredigt

15. Dezember 2005|Wirtschaftspolitik, zeitreport online|Kommentare deaktiviert für Die Schulden-Bergpredigt

Unsere Chaos-Politiker sind zu den Futtertrögen der Macht zurückgekehrt. Die Altlasten aus allen Vorgänger-Regierungen sind geblieben: Das gigantisch wachsende Schuldengebirge, das Fünfmillionenheer der Arbeitslosen. Diese nationale Problematik wird Sie als weitsichtiger Anleger in ihren Entscheidungen in den nächsten Jahren zu wachsamer Skepsis gemahnen.

Schuldenlast – damals wie heute ins Bild gerückt

Aus heutiger Sicht waren die Staatsschulden Peanuts, die 1968 F. J. Strauß in seiner legendären Rede so trefflich ins Bild setzte. Es ging um 35,5 Mrd. DM. In 100-DM-Scheinen ausgedrückt, so Strauß, ist das ein Papierberg von 3.500 m Höhe mit einem Gewicht von 28.000 Tonnen. Strauß war übrigens der letzte Bundesfinanzminister, der noch einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen konnte. Die Manie zum Schuldenmachen besteht bei allen Politikern. Seit den 70er Jahren gelingt es dem Bund in keinem Jahre mehr einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, egal welche Regierung gerade an der Macht ist.

Heute im globalen Papiergeldzeitalter mit den Zentralbanken als Geldzauber-Anstalten, entziehen sich die Papiergeldmonster unserer Vorstellungskraft. Um sich ein Bild von unserer jetzigen Gesamtverschuldung von 1,475 Billionen Euro zu machen – ein Zahlenkoloß mit 12 Stellen hinter dem Komma – greifen wir zur größten Geldeinheit, dem 500-Euro-Schein mit 160 x 82 mm als Baustein. Hintereinander gelegt, ergeben diese Scheine eine gedachte extraterrestrische Strecke von 472.000 km; diese reicht weit über den Mond hinaus. Selbst dieses Bild kann die Schuldenfalle, in der sich unser Staat selbst gefangen hält, nicht begreiflich machen. Sachwerte als Bezugsgröße vermögen das eher. So entsprechen der deutschen Staatsschuld als Aktiva rund 59 Mio. VW Golf im Wert von jeweils 25.000 Euro. Hintereinander gereiht, reicht diese fiktive Autoschlange gut 7mal um den Erdball.

Die Schuldentilgung: selbst über Jahrhunderte ein unlösbares Problem – im heutigen System!

Zur Historie der Pro-Kopf-Verschuldung: Im Jahre 1970 lag sie erst bei 1.292 Euro, 1990 waren es schon 7.380 Euro. Mittlerweile wird jedes Neugeborene mit einer aufgebürdeten Schuldenlast von 17.500 Euro von „Vater Staat“ begrüßt. Realistischer ist es, wenn man die Gesamtverschuldung nur auf die Anzahl der Erwerbstätigen von 38,86 Mio. bezöge. Das ergibt rund 38.000 Euro pro Kopf. Jeder Haushalt müßte im statistischen Mittel also auf ein Jahreseinkommen verzichten, um den Schuldenberg abzutragen. Die Steuereinnahmen betragen rund 460 Mrd. Euro. Die Gesamtverschuldung des Staates macht demnach 320% seiner Steuereinnahmen aus, d. h. mehr als drei Jahre müßte der Staat auf sämtliche Ausgaben verzichten, um den Schuldenberg zu beseitigen. Das ist einfach unrealistisch. Wirklichkeitsnäher wäre es, wenn der Staat aus seinen Steuereinnahmen eine jährliche Tilgungsrate von 0,5% für den Schuldenabbau verwendet. Dafür würde unser Staat sage und schreibe 650 Jahre benötigen.

Ein happiger, negativer Stundenlohn sind die Zinsen auf die Staatsschulden, die uns stündlich acht Mio. Euro abverlangen. (Zum Vergleich: Die USA zahlen stündlich 55 Millionen Zinsen. Das sind 22.000 Mercedes der Oberklasse an einem einzigen Tag.) Bleibt es auf Dauer bei dieser Belastung? Nein, denn mit schrumpfender Bevölkerung und steigender Lebenserwartung wird der Schuldenabbau völlig unmöglich. Selbst ein Jahrtausend würde zur Entschuldung nicht ausreichen. Im übrigen werden die Zinsen in Zukunft eher anziehen. Mit normalen Mitteln der Sparsamkeit läßt sich das Schuldengebirge nicht abtragen.

Wie konnte sich das Schuldengebirge so gigantisch auffalten?

Der Schuldenstand steigerte sich von 1950 bis 1970 zuerst moderat auf 2,7 Mrd. Euro Neuverschuldung pro Jahr, steiler verlief die Kurve zwischen 1971 bis 1989 mit einer Verschuldungsgeschwindigkeit von 21,6 Mrd. Euro, also um Faktor 9. Zwischen 1990 und 2004 stieg die Jahresneuverschuldung exponentiell um 61,5 Mrd. Euro (Faktor 20).

Mehr als 75% der Staatsschulden sind seit 1950 durch Geldentwertung, sprich Inflation, „finanziert“ worden. Jetzt übertrifft unsere Realverschuldung den kritischen Reichsmark-Schuldenstand von 1948 um 40%, der damals zu einer Währungsreform, zur Enteignung der Bürger geführt hatte!

Verdeckte Schulden unterhalb der Sichtgrenze

Der staatliche Schuldenberg verhält sich so wie ein Eisberg: Man lamentiert über die sichtbare Spitze des Eisbergs, ignoriert aber verdeckte Probleme, die unter der Wasserlinie harren. So wuchs das Beamtenheer Ende der 50er Jahre von 1,2 Mio. auf zuletzt 2,23 Mio. Neben den offiziell ausgewiesenen Schulden gibt es nämlich Verpflichtungen der öffentlichen Hand zur Zahlung der Ruhestandsbezüge pensionierter Beamter und die Zuzahlungen zur Rentenversicherung. Außerdem bestehen nicht ausgewiesene Verpflichtungen für Kriegsschulden, für die Wiedervereinigung und Zahlungsversprechen an internationale Organisationen. Insgesamt verbraucht der Bund zwei Drittel seines Haushalts allein für die tatsächlichen Gesamtschulden. Das führt auf eine geschätzte Horrorzahl, die zwischen 3 bis 5 Billionen Euro liegt.

Die demographische Entwicklung und die rauher werdende Soziallandschaft vereiteln den Schuldenabbau.

Wurden 1964 noch 1,357 Mio. Menschen bei uns geboren, so waren es im Jahre 2003 nur noch 700.000. Ein 60-jähriger Mann hat heute eine „Lebensrestlaufzeit“ von fast 20 Jahren, eine Frau von fast 24 Jahren. Als Folge dieser Überalterung wird Deutschland ab 2025 nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,5% generieren. Für einen glücklichen Zwischenboom besteht kaum eine Chance. Die zunehmende Belastung der Erwerbstätigen sinkt selbst dann nicht, wenn die Einwanderungsquote steigt. Die meisten Zuwanderer drängen nicht auf den Arbeitsmarkt, sondern belasten unser Sozialsystem: Die Verarmung in der Bevölkerung nimmt zu. Geringeres Volkseinkommen bedeutet aber geringere Steuereinnahmen. Für Sparmaßnahmen des Staates ist damit kein Platz. Das Finanzieren der Staatsausgaben über Kredite wird auch in Zukunft weitergehen. Damit steigt der Schuldenstand immer stärker an. Das Ende naht, wenn kein Bürger mehr bereit ist, dem Staat Kredit zu gewähren. Die staatlichen Krakenarme erdrosseln die Eigenverantwortung und Eigenvorsorge der Bevölkerung, die Abhängigkeit vom Kollektiv nimmt zu. So werden sich die Lebensbedingungen der Bevölkerung, die zwischen 2010 und 2030 lebt, dramatisch ändern. Zur Schuldensenkung wird das staatliche Sozialsystem zwangsweise abgebaut, die politische Landschaft wird sich radikalisieren, revolutionäre Veränderungen drohen. Eine Verschärfung der Besteuerung des Privatvermögens (2004: 4,1 Bio. Euro) ist mit Sicherheit zu erwarten.

Elegante ad hoc-Entschuldung durch Inflation

Die Inflation zehrt: Bei 10% Inflation sinkt in 10 Jahren ein Schuldenbetrag von z. B. 100.000 Euro auf unter 29.000 Euro: Wer 1950 Geld in den Sparstrumpf stopfte, kann sich heute infolge der permanenten Inflation nicht einmal 25% des Warenwertes wie damals dafür kaufen. Dem Staat bietet aber die Inflation ein elegantes und zugleich zweimal erprobtes Entschuldungsszenario, das mit schleichender Enteignung seiner Gläubiger einhergeht. Dieser Wohlstand auf Pump durch Verschuldung würde im normalen Geschäftsleben strafrechtlich verfolgt. Doch davor sind Politiker grundsätzlich durch den staatlichen Führungsauftrag und ihre Immunität geschützt.

Wie ungeheuer der deutsche Staat von der Geldentwertung profitierte, zeigen die 164 Mrd. Mark Kriegsschulden des Ersten Weltkriegs, die sich durch die Währungsumstellung (1 Bio.: 1) am 15. November 1923 auf gerade einmal 16,4 Pfennig der neuen Rentenmark verringerte. Im übertragenen Sinne würde ein Supermikroskop mit einer Vergrößerung von 1 zu 1 Bio. den bisher tiefsten Blick in die kleinsten Bausteine der Materie erlauben. Eine Währungsreform – also eine Enteignung der Bürger – ist ein radikaler Befreiungsschlag von der Schuldenlast. Das rigorose Abschaffen der Altschulden wäre ein deutlicher Schritt aus der nicht bewältigten Vergangenheit hin in eine „bereinigte“ Zukunft mit wirtschaftlichem Kahlschlag. Die Wahrscheinlichkeit für eine bevorstehende Währungsreform liegt im Jahr 2010 bei 25%; sie steigt bis 2020 auf fast 70%, um bis 2030 auf 90% anzuwachsen. Wahrscheinlich wird das singuläre Ereignis zwischen 2010 und 2020 eintreten. Unternimmt die Bevölkerung rechtzeitig etwas gegen die drohende Gefahr, etwa durch Umschichten der Werte, ist sogar wesentlich früher mit einem Kollaps zu rechnen.

Verschuldungsweltmeister USA und das weltweite Schulden-Szenario

Die Gesamtschulden der USA in Höhe von 36 Bio. US-$ sind höher als das gesamte Welt-Sozialprodukt von 32 Bio. US-$. Würde man diese gigantische Summe im Sekundentakt Dollar für Dollar durchzählen, dann hätten bereits die frühen Hominiden vor 1 Million Jahren mit der Zählprozedur beginnen müssen. Eine weitere unfaßbare Zahl: Die US-Neuverschuldung frißt 70% der Weltersparnisse auf. Von 1995 bis Ende 2002 stieg die Gesamtverschuldung der USA von 10,28 auf insgesamt 38 Bio. US-$. Das ist Faktor 4 des Sozialprodukts (BIP). Man stelle sich bloß vor, daß ein Dollar einem Liter Wasser entspräche, dann könnte man mit dieser gigantischen „Liquidität“ den 51 Kubikkilometer fassenden Bodensee zu 70% in seinem Wasservolumen nachbilden. Für eine Billion Dollar Neuverschuldung benötigte die US-Volkswirtschaft im Jahre 2003 gerade mal 17 Wochen; das ist das Fünffache des Sozialprodukts. Um also einen Dollar mehr Sozialprodukt zu erzeugen, machen die USA sechs Dollar neue Schulden. Durch die Liquiditätsschwemme sind die Sachwerte enorm inflationiert und damit überbewertet, sowohl die Aktienmärkte als auch die Immobilien. Das in Jahrtausenden geförderte Gold der Menschheit hat einen Gesamtwert von rund 1,5 Bio. US-$. Finanzgaukler Alan Greenspan hat für die Erzeugung der gleich hohen Schein- und Kreditgeldsumme gerade mal zwei Jahre gebraucht.

Die physische Weltgeldmenge wurde in nur drei Jahren über 90% ausgeweitet! Das globale Derivate-Volumen liegt bei 300 Bio. US-$: das 27fache des jährlichen BIP der USA. Als Aktivaposten könnte man damit jedem der 6,3 Mrd. Weltbürger ein Mittelklasseauto schenken.

Gegen das fiat money (Geld aus dem Nichts) ist kein Kraut gewachsen

Wir, die wir uns sorgen um unsere Zukunft, können uns auf eine „Währungsharmonisierung“ vorbereiten, indem wir rechtzeitig aus Geldanlagen aussteigen und in Sachanlagen umschichten. Der Staat wie auch die Banken wissen genau, daß mit gutgläubigen Naivlingen, die bis zum bitteren Ende vertrauen, die größten Enteignungsgeschäfte zu machen sind. Die Anleger von Staatsanleihen zahlen ihre Zinsen indirekt selber – nämlich als Steuerbürger; obendrein müssen sie noch Zinsertragssteuer abführen. Letztlich führen permanente Inflation, endlose Aufschuldung, zunehmende Wachstumsschwäche und anhaltender Kapitalverzehr zum finalen Bankrott im Sozialsystem. Die Abhängigkeit der Bürger vom Staat steigt, die Bürokratie wuchert in der Umverteilungsgesellschaft. Wenn „der Staat“ Bankrott macht, verlieren wir unser Vermögen; wir haften, nicht der Staat. Der eigentliche Betrug der Staaten heißt fiat money: das aus dem Nichts geklonte Geld ohne echte Wertschöpfung. Die Crux ist ohne Zweifel das staatliche Geldmonopol. Dieses Falschgeld wird per Edikt zum „gesetzlichen Zahlungsmittel“ erklärt. Nicht der schlechteste Lösungsansatz wäre es, wenn es der Bürger der staatlichen Kontrolle entzöge, um es als Privatgeld den privaten, konkurrierenden Marktkräften zu überlassen. Nur privates Gold als ehrliches Geld und strenger Eigentumsschutz böten einen dauerhaften Bann vor Inflation. Ein radikaler Systemwechsel wäre dazu vonnöten, denn der eingeschlagene Weg führt in die Irre, führt ins Chaos. Der Staat würde sich selbst ad absurdum führen, wenn er diesen ketzerischen Gedanken zuließe und es in der Tat freie, eigenverantwortliche Bürger gäbe. Fehler und Sünden der Vergangenheit werden also fleißig fortgesetzt. Wie sagte schon Mephisto im Faust:

„So erben sich Gesetz’ und Rechte (hier die Schulden) wie eine ewige Krankheit fort/ sie schleppen von Geschlecht sich zu Geschlechte (Regierungen) und rücken sacht von Ort zu Ort/Vernunft (Sparsamkeit) wird Unsinn, Wohltat (Sozialstaat) Plage/ weh dir, daß du ein Enkel (Bürger) bist! Vom Rechte, das mit uns geboren ist, von dem ist leider nie die Frage“.

Fazit: Die „ordentliche Entsorgung“ des Schuldengebirges ist ohne einschneidende Änderung in Politik und Gesellschaft eine Illusion. Schminken Sie sich das soziale Schlaraffenland Deutschland ab. Die Politik des leichten Geldes (Liquiditätsschwemme durch Manipulationen der Papiergeldsysteme) führte weltweit zu einer ausweglosen Schieflage auf der Titanic. Die billionenschwere US-Immobilien- und Derivate-Blase kann jederzeit platzen. Amerika könnte in eine Stagflation von noch nie gesehenem Ausmaß fallen. Dramatisch werden die Zinsen steigen. Man wird weiterhin hemmungslos Geld drucken, Steuern erhöhen und letztendlich militärische Abenteuer um die Ölquellen als Ausrede für das Desaster suchen.

Hans Jörg Müllenmeister