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11. Juli 2018

Guido Herz: „Wir wollen die Wahrheit über Afrika nicht sehen“

11. Juli 2018|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Guido Herz: „Wir wollen die Wahrheit über Afrika nicht sehen“

Nur schade, daß Guido Herz (69) erst jetzt, im Ruhestand, nicht jedoch schon früher den Mut hatte, auszupacken!

Unser DBSFS (heutePERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V.‘) wies bereits 1992(!) all dies und noch viel mehr Irrsinn und menschenverachtenden Aberwitz, der unter dem euphemistischen Begriff „Entwicklungshilfe“ verbrochen wurde, in der Studie ‚Unsere Welt‘ nach. Doch kein „christlicher“, „sozialer“, linker oder grüner Politiker wollte davon etwas wissen/lesen/hören. Lediglich der ‚World Future’-Verlag brachte die englische Version heraus.

Immerhin brachten es einige afrikanische Potentaten und Diktatoren mithilfe des DED und deutscher „Entwicklungshilfe“ in den Kreis der Milliardäre; dafür kostete es Millionen das Leben, die Gesundheit und ihre Zukunft.

 


Lesen Sie hierzu:
Tlaxcala, das internationale Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt 15.02.2017

Ist Afrika noch zu retten?

Der ehemalige deutsche Botschafter in Tansania, Guido Herz, warnt Europa davor, daran zu glauben

www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=19909

Erscheinungsdatum des Originalartikels: 10/02/2017 in Junge Freiheit


Reaktion zweier Querdenker:

Hallo, Herr Graf,

ja, der Mann hat recht. Unter den heutigen Bedingungen ist Afrika nicht zu retten. Dazu braucht es einen ganz anderen Ansatz.

Die Handelspolitik aller westlichen Länder ist darauf ausgerichtet, Freihandelsräume ohne Zölle zu schaffen. Dann setzen sich die billigsten Produkte durch – und das sind die aus den westlichen Ländern. Damit wird der heimischen Industrie das Wasser abgegraben. Das ist so bei den Agrarprodukten und auch der Industrie. Diese Handelspolitik dient den global agierenden Konzernen und den korrupten Eliten der afrikanischen Länder. Die geleistete Entwicklungshilfe fließt über verschiedenste Umwege wieder in die westlichen Länder zurück. Ein Teufelskreis, der nicht unterbrochen werden kann.

Der Ansatz der Veränderung ist gedanklich einfach: Verzicht auf Export billiger Güter durch die westlichen Länder nach Afrika und aller politischen Aktivitäten, dieses zu erreichen. Dazu gehört auch die heutige Entwicklungshilfe, die nur den korrupten Eliten zugute kommt. Aber dieser Ansatz käme einer Revolution im Denken der westlichen Akteure gleich, denn er bedeutet Verzicht auf Profit. Und das ist einfach nicht zu erwarten.

Folge: Ohne eine bewusste Abkehr von heute in der Marktwirtschaft allgemeingültigen Prämissen ist Afrika (aber auch die westliche Welt) nicht zu retten. Wie wir heute überall auf der Welt wüsten, ist die Fragestellung “Der Mensch – ein Irrläufer der Evolution?” leider nur mit “Ja” zu beantworten.

Kennen Sie Sahra Wagenknechts Buch “Reichtum ohne Gier”? In dessen letzten Seiten sind interessante Vorschläge zur Gestaltung neuer Eigentumsverhältnisse und auch Möglichkeiten eines friedlichen Übergangs beschrieben. Ich halte diese Überlegungen für einen guten Ansatz zur Überwindung der heutigen Situation. Aber von ihrer Verwirklichung sind wir noch weit entfernt – vielleicht zu weit.

Mit herzlichen Grüßen

Klaus Buschendorf


 

Sehr geehrter Herr Graf,

das, was Herr Guido Herz aus erster Hand berichtet und seine Meinung zu Afrika kann ich nur voll unterstützen. Es ist die Wahrheit, die in Deutschland und Europa niemand wirklich zur Kenntnis nehmen will.

Ich war nur einmal in Afrika – eine einwöchige Dienstreise zu einem wissenschaftlichen Kongress in Kamerun. Es begann bereits mit der Beantragung des Visums: drei Tage vor dem Abflug erhielt ich auf telefonische Anfrage bei der Botschaft die Auskunft, dass ich das Visum nur persönlich abholen könnte.

Ich nahm mir also einen Mietwagen auf eigene Kosten und fuhr von Frankfurt am Main nach Bonn, um den Botschafter persönlich zu treffen. Dieser überreichte mir einen “privaten Brief” und mein Visum mit der Bitte, den Brief sofort nach meiner Ankunft bei der nächsten Poststelle aufzugeben, was ich selbstverständlich auch tat.

Im Flieger der französischen Air France überquerten wir gerade die Sahara, als mir der Mund wegen der Luft trocken wurde. Ich wollte die Stewardess bitten, mir einen Becher mit Wasser zu reichen. Da nach 10 Minuten niemand kam, ging ich in den Bereich der Crew. Dort standen einige Afrikaner mit den Stewardessen zusammen und tranken Sekt. Meine Bitte nach einem Becher Wasser wurde von einem der Afrikaner mit der höhnischen Antwort quittiert, dass wir jetzt nicht mehr in Europa sondern in Afrika seien und ich hier nichts zu bestellen hätte.

Während meines Aufenthaltes führte uns ein französischer Gastgeber in ein Lokal, wo wir Alligator zu essen bekamen. Er ließ durchblicken, dass insbesondere seltene Arten hier gern verspeist werden und einen guten Preis erzielen.

Zu etwa der gleichen Zeit hatte ich mich bei einer der ersten P2P crowdfunding Internet Seiten engagiert, um die Entwicklung kleiner Unternehmen in fünf verschiedenen afrikanischen Ländern zu unterstützen. Bei MyC4, einem skandinavischen start-up, investierte ich ca. 8000 Euro in über 200 Projekte, die eine Rendite von 6 bis 14 Prozent versprachen. Der sehr transparente Prozess der Geldverteilung über “örtliche Agenturen” an Bauern, Fuhrunternehmer, Händler und Kleinproduzenten schien eine erfolgversprechende Idee zu sein. Das Projekt scheiterte zuerst in einem und dann schließlich Schritt für Schritt in allen anderen Ländern. Der Grund war nicht etwa die Zahlungsmoral der Kreditnehmer, nein, es war die Korruption und kriminelle Energie der “örtlichen Agenturen”, die mit MyC4 zusammen arbeiteten, welche das Gesamtvorhaben zum Scheitern brachte. Man strich die Provision ein, gab einen Teil des Geldes an die Empfänger aus und kümmerte sich nicht mehr um die Eintreibung der Raten. Ich verlor insgesamt 5500 Euro Kapital, erzielte also eine stark negative Rendite. Alle Gerichtsverfahren verliefen natürlich im Sand, kein Richter hätte für die Interessen der Europäer entschieden.

Ich kann allen grünen und roten Träumern nur empfehlen, selbst nach Afrika zu reisen und ihr privates Geld zu investieren, anstatt dort jährlich Steuergelder in Milliardenhöhe zu verbrennen, denn um nichts anderes handelt es sich bei der sogenannten Entwicklungshilfe. Sie hindert afrikanische Länder daran, sich erfolgreich zu entwickeln! Was wurde mit Griechenland nicht alles angestellt, um eine gezielte Verwendung von Hilfsgeldern zu erreichen? Und, war das erfolgreich? Die Probleme in Afrika sind wegen der Bedeutung der Stammesherkunft und der systemischen Korruption um ein bis zwei Größenordnungen komplizierter und in der Tat nur von den Afrikanern selbst zu lösen.

Mit freundlichen Grüßen,

Dieter Kaemmer

16. November 2016

Korruption – Afrika; wer sind wirklich die Täter? Wer die Opfer?

16. November 2016|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Korruption – Afrika; wer sind wirklich die Täter? Wer die Opfer?

Bei der von uns 1992 erstellten Studie ‚Unsere Welt‘, in der die wirtschafts- und sozialpolitischen Verhältnisse in 180 Ländern der Welt systematisch untersucht und verglichen wurden, spielte das Problem der Korruption naturgemäß eine tragende Rolle.
Nun sind hierzu – fernab der üblichen Rollenverteilung – einige bemerkenswerte Texte (s.u.) erschienen, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.
Zudem: Wer die o.g. Studie noch findet: Gehen Sie mal auf die Darstellung C24; dort finden Sie haarklein (in sieben Schritten) vorhergesagt, was wir als „Flüchtlings“szenario seit Mitte 2014 in Europa gewärtigen. Von wegen: „Das konnte ja niemand wissen“. Es war mit Händen zu greifen, nur eben nicht für unsere Politiker und dunkelgrünrote manische Gutmensch(inn)en!

Lesen Sie folgende interessante Links: