Perspektive  
13.03.08

Von: Robert Soyka


Die Klimakatastrophe - nichts als heiße Luft?

 

Was ist wirklich dran an der Klima-Katastrophe? Handelt es sich um das größte und drängendste Problem unserer Zeit? Oder geht es dabei nur um das Phantasieprodukt einiger Wissenschaftler? Wer hat Recht? IPCC oder Klimaskeptiker?

Meiner Meinung nach hat niemand recht. Der Klimawandel ist inzwischen ein Medien-Hype, der weite Teile der Öffentlichkeit beschäftigt. Die Diskussion wird inzwischen auf öffentlicher und selbst auf wissenschaftlicher Ebene mit einer ideologischen Verbissenheit geführt, die mit Sachlichkeit nichts mehr zu tun hat. Ein verbaler Krieg ist ausgebrochen. Und wie immer stirbt in einem Krieg die Wahrheit zuerst.

Bei all dem, was in den Medien kursierte, grassieren Übertreibungen, Verzerrungen, gespenstische Szenarien und eine Verdrehung von Fakten von beiden Seiten. Doch auch vonseiten der Politik kommen Argumente und „Schlüsse“ zum Thema Klimawandel, die sich bei halbwegs rationaler Betrachtung nur als amorphes Produkt von Unwissenheit, schierem Populismus, Voreingenommenheit, wenn nicht sogar als gezielte Propaganda entpuppen. Fanatisierte Klimaskeptiker und Klimakatastrophen-Hysteriker werfen mit aus den Fingern gesogenen Argumenten um sich, die von der Bevölkerung in Ermangelung jeglichen Grundlagenwissen dann für voll genommen und nachgeplappert werden. Inzwischen kursiert zum Thema Klima in der Öffentlichkeit bedeutend mehr Unsinn als Wahrheit.

Da in den deutschen Medien derzeit die Vertreter der Klimakatastrophe die Oberhand haben, konzentriere ich mich in diesem Artikel vor allem auf Falschaussagen aus dieser Richtung. Dies bedeutet keinesfalls, daß man allen Argumenten der Klimaskeptiker vorbehaltlos glauben sollte. Viele der „unabhängigen“ Skeptiker spüren zwar, daß viele Aspekte der Klimakatastrophe völlig übertrieben sind, haben jedoch von der Materie wenig bis keinerlei Ahnung und nutzen Argumente, die ebenso an den Haaren herbeigezogen sind wie die ihrer Gegner. Und es darf als sicher gelten, daß sich unter den „professionellen“ Klimaskeptikern jede Menge Lobbyisten der Öl- und Kohleindustrie tummeln.

Doch auch die Gegenseite ist inzwischen von Lobbyisten durchdrungen, deren Einkommen, Ansehen und teilweise sogar Lebenszweck von der gefühlten Bedrohung durch CO2 und andere Treibhausgase abhängt. Neben ideologisierten Möchtegern-Weltrettern tummeln sich hier längst auch Vertreter staatlich und privat finanzierter Klimawandel-Forschungsgruppen, PR-bedürftige Spendeneintreiber, Entwickler und Hersteller von teilweise völlig ineffizienten, subventionsbedürftigen Klimaschutz-Technologien und Lobbyisten, deren Auftraggeber ihr Geld mit dem Handel von CO2-Zertifikaten verdienen.

Darüber hinaus entwickeln viele Klimaforscher - selbst wissenschaftlich arbeitende - einen erstaunlichen Tunnelblick. Da sie sich nur mit einem Thema befassen, meinen sie, dieses Problem müsse das drängendste und wichtigste sein. Zudem ist „Klima“ überall, weshalb man sich Zusammenhänge zu jedem Problem vorstellen (oder zumindest einbilden) kann. So gilt der Klimawandel heute in der Öffentlichkeit als das mit Abstand wichtigste Problem unserer Zeit als Problem des Umweltschutzes, der Armuts- und Krankheitsbekämpfung, des Artenschutzes, der Weltwirtschaft und des Katastrophenschutzes.

Hinzu kommen Reporter auf der ständigen Suche nach Sensationen, wodurch dann besonders häufig die Aussagen extremer Klimaskeptiker und puristischer Verfechter der Klimakatastrophe ihren Weg in die Medien finden. Sie sind dann auch gerngesehene Gäste in Talk-Shows. Klimaverschwörungs- und Klimakatastrophentheorien als „Realitäten“ verpackt geben einfach bessere Vorlagen für Sensationsstorys als gemäßigte, sachliche Aussagen. Oft entpuppt sich der - speziell in der deutschen Presse - für alles und jedes Übel verantwortlich gemachte Sündenbock ‚Klimawandel’ als Hirngespinst sensationsgieriger Journalisten oder Politiker, die sich unbedingt mal wieder in die Nachrichten drängeln wollen. Oft sind die wahrscheinlichsten Ursachen viel naheliegender, aber eben auch weniger spektakulär. Dieser Artikel soll helfen, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen und einige Verzerrungen, Märchen und Falschaussagen aufzuklären.

 
     
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