Die Demokratie und die Zukunft der Weltwirtschaft

Autor: Dani Rodrik
Verlag: C.H. Beck, München
Preis: € 24,95
Umfang: 416 Seiten
ISBN: 978-3-406-61351-7

Die bislang vorherrschende, neoliberale Globalisierungslehre hilft nicht weiter, sondern hat die jüngsten Krisen sogar mit verursacht. Das zeigt der Ökonom Dani Rodrik anhand von zahlreichen historischen Rückblicken und harten ökonomischen Fakten. Insbesondere macht Rodrik deutlich, dass die Weltökonomie von einem politischen Trilemma bestimmt ist: freier Welthandel und unbegrenzte Mobilität von Kapital und Arbeit sind nicht mit unseren Vorstellungen von Demokratie und Nationalstaat vereinbar. Dani Rodrik öffnet seinen Lesern buchstäblich die Augen: für die faktischen Schattenseiten der Globalisierung, aber auch für die ja nahezu schizophrene Kommunikationskultur der Ökonomen, die im politischen Diskurs nichts auf die Globalisierung kommen lassen wollen, im Innern ihres Elfenbeinturms jedoch ein globalisierungskritisches Forschungsergebnis nach dem anderen zusammentragen. Die Globalisierung ist für Rodrik kein Haßgegner und er wird nicht müde, auch ihre Vorteile hervorzuheben. Dennoch macht er keinen Hehl daraus, daß die Schlußfolgerung für ihn eindeutig ist: in dem besagten Trilemma muß die Globalisierung das Nachsehen haben. Statt sich die „goldene Zwangsjacke“ der Globalisierung überzustreifen, sollte sich jedes Land auf demokratischem Weg für eine eigene Kombination von Marktöffnung, Produkt- und Arbeitsstandards und sozialem Netz entscheiden.

„Wenn Länder am Rande des globalen Systems, wie Thailand oder Indonesien, in eine Krise stürzen, dann werfen wir ihnen ihre Versäumnisse vor und ihr Unvermögen, die strengen Regeln dieses Systems anzuwenden. Wenn Ländern aus der Mitte des Systems das Gleiche passiert, dann geben wir die Schuld dem System und sagen, es sei an der Zeit, Korrekturen daran vorzunehmen.“ (Dani Rodrik)

Dani Rodrik, geboren 1957 in Istanbul, ist Professor für Internationale Politische Ökonomie an der Harvard University. Sein erstes Buch „Grenzen der Globalisierung“ war laut Business Week eines der besten Ökonomiebücher der 90er Jahre. Rodrik betreibt einen vielbeachteten ökonomischen Blog und schreibt für die New York Times, den Economist und die Financial Times Deutschland.

„Das Globalisierungs-Paradox ist ein provokativer Blick auf die Exzesse der Hyperglobalisierung – es sollte Pflichtlektüre sein für alle, die sich eine Welt ohne Finanzkrisen und unfaire Handelspraktiken wünschen.“

Nouriel Roubini

„Dieses Buch nimmt die wichtigste Frage unserer Zeit ins Visier: Globalisierung.“

Gordon Brown
Britischer Premierminister a.D.