Abgeltungssteuer

Worum geht es und was ist zu tun?

 

Sie ist in aller Munde und tritt am 1. Januar 2009 in Kraft – die Abgeltungssteuer. Betroffen davon sind grundsätzlich alle Besitzer von Wertpapieren, aber welch ein komplizierter Moloch sich dahinter verbirgt, wissen bislang die allerwenigsten, und die meisten BürgerInnen verdrängen das Problem bislang – es ist ja noch so lange hin; damit beschäftigt man sich erst im nächsten Jahr.

Doch das ist ein gefährlicher Irrtum: Zum einen gilt es, umfangreiche Vorbereitungen zu treffen – wer die verabsäumt, läuft buchstäblich Gefahr, zu spät zu kommen. Zum anderen erwarten wir für die Beteiligungen, mit denen man der Abgeltungssteuer am besten begegnen kann, einen überdurchschnittlichen Aufschwung – bedingt durch die Nachfrage. Last not least: Dem Gesetzgeber ist einerseits in seiner Gier und andererseits im Zuge der Vorbereitungen sowohl der Investmentbranche als auch der Investoren durchaus zuzutrauen, daß bis zum Inkrafttreten der Abgeltungssteuer noch bestimmte Veränderungen gesetzlich beschlossen werden, die zum Nachteil derjenigen Steuerzahler gereichen könnten, die sich erst später mit dem Problem beschäftigen.

Deshalb: Wer sich frühzeitig vorbereitet, ist in jedem Fall im Vorteil!

I) Worum geht es?

Mit der Abgeltungssteuer werden künftig Einnahmen aus Kapitalvermögen mit einem pauschalen linearen Steuersatz in Höhe von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer veranschlagt, also bis zu 28,75 %.

Aber auch der Umfang der Kapitaleinkünfte wird erheblich ausgeweitet – durch die Einbeziehung von Veräußerungsgewinnen aus Wertpapieren. Die bislang geltende Bindefrist von einem Jahr, nach deren Überschreiten Veräußerungsgewinne aus Aktien- oder Fondsverkäufen keine Steuer auf die erzielten Gewinne anfallen lassen, entfällt künftig. Mithin wird auch bei sämtlichen Fondswechseln jeder Verkaufserlös, der über dem vorangegangenen Einstandspreis liegt, mit Abgeltungssteuer belegt.

Ausgenommen hiervon sind Dachfonds: Hierbei kann auch künftig – unter dem „Dach“ derartiger ‚Funds of funds’ – von einem Fonds in den anderen gewechselt werden, ohne daß Kursgewinne versteuert werden müssen. Dies ist auch der Grund, warum momentan sämtliche Kapitalanlagegesellschaften (KAGs) emsig an der Auflegung neuer Dachfonds arbeiten.

Zwischenfazit: Künftig wird der Anteil von Dachfonds (und darin investierter Vermögen) erheblich steigen gegenüber Einzelfonds oder Einzelinvestments in Aktien-, Renten- oder offene Immobilienfonds.

Dementsprechend sollten Sie ehestmöglich ein Gespräch mit Ihrem unabhängigen Finanz- und Vermögensberater führen und mit ihm besprechen, wie Sie auf den mit der Abgeltungssteuer verbundenen Systemwechsel der Besteuerung von Einkünften aus Kapitalvermögen reagieren. Wer künftig noch selbständig mit Aktien oder Wertpapieren sonstiger Art hantieren möchte, muß sich der damit verbundenen Konsequenzen bewußt sein, um nicht ins „offene (Steuer)messer“ zu laufen.

Nur zur Klarstellung: Es nützt nichts, als Anleger selbständig von einem Dachfonds in den anderen zu wechseln; dies wird wie ein normaler Fondswechsel betrachtet, und Gewinne, die sich aus einem derzeitigen (Dach)Fondswechsel ergeben, unterliegen dann ebenfalls der Abgeltungssteuer. Wer hingegen frühzeitig Dachfonds – unter Umständen auch parallel mehrere Dachfonds unterschiedlicher Risikostruktur – auswählt, kann durch eine entsprechende Planung eine Besteuerung vermeiden. Vor dem 1.1.2009 investierte Gelder bleiben nämlich Abgeltungssteuerfrei; es gilt dann die bisherige Bindefrist von einem Jahr!

Aber Vorsicht: Dieser Termin kann noch vorgezogen werden; dieser Koalition, insbesondere Herrn Steinbrück, ist alles zuzutrauen!

Von der Abgeltungssteuer erfaßt werden auch andere Veräußerungsgewinne aus Wertpapieren, Gewinne aus Termingeschäften und z.B. laufende Erträge aus Zertifikaten. Aber bis auf den sogenannten (neuen) ‚Sparerpauschbetrag’ in Höhe von 801 Euro (bzw. 1.602 Euro bei Zusammenveranlagung) ist ein weiterer Abzug von Werbungskosten künftig ausgeschlossen.

Das sogenannte ‚Halbeinkünfteverfahren’, wonach u.a. Dividenden nur zur Hälfte besteuert werden, wird ebenfalls abgeschafft. Dies gilt für Privatvermögen, nicht jedoch für gewerbliche Investments, bei denen Veräußerungsgewinne bereits heute – unabhängig von jeder Bindefrist – besteuert werden.

Hingegen gilt auch bei Betriebsvermögen das Dachfondsprinzip weiterhin. Deshalb sollten sich Gesellschafter-Geschäftsführer von GmbHs und AGs ebenfalls ehestmöglich mit ihrem Vermögensverwalter kurzschließen, um die weitere Taktik zu besprechen.

Bei thesaurierenden Fonds ist danach zu unterscheiden, ob es sich um ordentliche Erträge (z.B. Zinsen und Dividenden) oder außerordentliche Erträge (Veräußerungsgewinne aus Wertpapieren oder Termingeschäften) handelt. Ordentliche Thesaurierungserträge werden zum Ende des jeweiligen Fondsgeschäftsjahres (bzw. zeitgleich mit der Ausschüttung) künftig der Abgeltungssteuer unterliegen, während außerordentliche Thesaurierungserträge keiner laufenden Besteuerung unterworfen sind; diese Erträge werden künftig erst bei der Veräußerung/Rückgabe der Anteile der Abgeltungssteuer unterworfen.

Auch hier gilt: Bis zum 31.12.2008 erworbene Fondsanteile unterfallen altem Recht – ein Veräußerungsgewinn bleibt (außerhalb der einjährigen Bindefrist) Abgeltungssteuerfrei. Ausgenommen hiervon sind Zertifikate, die nach dem 15.3.2007 erworben wurden und über den 1.7.2009 hinaus gehalten werden.

Wichtig: Bei vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahren der Kapitalanlagegesellschaft unterliegen Ausschüttungen für 2008/2009 der Abgeltungssteuer, wenn die Ausschüttung nach dem 31.12.2008 erfolgt. Auf diese zusätzliche Problematik – abweichende Geschäftsjahre der Kapitalanlagegesellschaften – soll hier nicht weiter eingegangen werden. Völlig unbeachtlich sind diese Zusammenhänge ohnehin, wenn Ihr Vermögen in Dachfonds gehalten wird und Sie Ihre Einlagen vor dem 31.12.2007 (!) tätigen – denn dann ist am 1.1.2009 auf jeden Fall mindestens die zwölfmonatige Bindefrist gewahrt.

Der ganze Komplex ‚Abgeltungssteuer’ ist noch bedeutend komplizierter, als hier dargestellt. Wir wollten Ihnen jedoch die Feinheiten dieses (in typisch deutscher Manier weltweit einzigartigen) Machwerks ersparen und nur die wichtigsten Inhalte vermitteln.

II) Was ist zu tun:

  1. Setzen Sie sich ehestmöglich mit Ihrem unabhängigen Finanz- und Vermögensberater bzw. Vermögensverwalter zusammen – wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
  2. Sortieren Sie sorgsam – getrennt nach privatem und betrieblichem Vermögen – Ihre bisherigen Kapitalanlagen.
  3. Besprechen Sie mit Ihrem Berater eingehend noch einmal das Risikoprofil und die Zeithorizonte, mit denen Sie heute schon verläßlich rechnen können.
  4. Die Zeit für „Hobbyspekulanten“ dürfte zu Ende gehen; sowohl die Problematik der Abgeltungssteuer als auch ein immer komplizierterer Investmentmarkt können eine „Feiertags-Vermögensverwaltung“ zunehmend teurer werden lassen.
  5. 5. Sammeln Sie, was immer Sinn macht und mittel- bis langfristig angelegt werden soll, ehestmöglich. Wer erst nach dem 1.1.2009 von einem Fonds zum anderen oder die Kapitalanlagegesellschaft wechselt, zahlt Abgeltungssteuer.

Noch einmal und in aller Dringlichkeit: Wer sich vorbereitet, ist im Vorteil!

III) Neustrukturierung des Vermögens

Grundsätzlich darf statiert werden, daß mit der Abgeltungssteuer ein grundsätzlicher Systemwechsel einsetzt: Der Staat möchte – ähnlich wie dies in anderen Ländern auch der Fall ist –, die schwindenden Einnahmen aus unselbständigen Tätigkeiten – Arbeiter, Angestellte und Beamte – dadurch kompensieren, daß er die wachsenden Einkünfte aus Kapitaleinkünften gezielter und stringenter besteuert, so wie er dies bei der am Konsum orientierten Mehrwertsteuer mit der Erhöhung des MwSt-Satzes von 16 % auf 19 % ja bereits getan hat. Aber im Gegensatz zu Staaten wie den USA, wo grundsätzlich jeder Mehrerlös (Ausverkauf) der Steuer unterworfen ist oder Steuerfreiheit für Langfrist-Anleger besteht (Frankreich, Italien, Österreich, England, Niederlande u.a.), zeichnet sich die deutsche Steuergesetzgebung einerseits durch eine weltweit einzigartige Komplexität aus, zum anderen beteiligt sich der Staat zwar munter an den Gewinnen, nicht jedoch an den Verlusten.

Welche Wege stehen dem Steuerzahler nun offen, bis spätestens 31.12.2008 möglichst große Anteile seines Vermögens Abgeltungssteuer-sicher anzulegen?

a) Revitalisierung „toten“ Eigenkapitals

Viele Steuerzahler besitzen Immobilieneigentum, das bereits zu großen Teilen abbezahlt, also weitestgehend schuldenfrei ist.

Waren wir bisher strikte Verfechter der Regel, keinen kreditfinanzierten Vermögensaufbau zu betreiben, so müssen wir vor dem Hintergrund der Abgeltungssteuer und einer völlig veränderten Steuersystematik nunmehr in bestimmten Fällen sogar dazu raten.

So kann es durchaus Sinn machen, „totes“ Eigenkapital (in Form von weitgehend schuldenfreien Immobilien) zu reaktivieren. Zwar fallen dann auf diese neu-kreditierten Immobilien Zinsen an, wenn jedoch die im Gegenzug nunmehr fonds-verwalteten Gelder mehr Ertrag generieren als der Mandant an Kreditzinsen für die Immobilie zu bezahlen hat, dann lohnt sich diese Kreditaufnahme. Erfolgt dieser finanzielle Strukturwechsel noch innerhalb des Jahres 2008, so bleiben die daraus erzielten Gewinne auch noch (nach der alten Regel) steuerfrei. Dies gilt dann auch über das Jahr 2008 und ff. hinaus.

Ein Beispiel: Sie besitzen eine Eigentumswohnung im Wert von 300.000 Euro, die nur noch mit 50.000 Euro belastet ist. Nun nehmen Sie bei der (gleichen) Bank 100.000 Euro erneut als Kredit auf – damit bleiben Sie noch im hypothekarisch günstigen 1a-Kreditrahmen – und investieren diese 100.000 in einen Dachfonds. Zahlen Sie nun der Bank 5 % Zinsen, erzielen gleichzeitig aber aus den investierten 100.000 Euro 7 %, 8 % oder mehr, so verbleibt Ihnen ein Gewinn von 2 %, 3 % oder mehr (also Euro 2.000, Euro 3.000 oder mehr) pro Jahr.

Erfolgt diese Kreditaufnahme und die Investition in den Dachfonds noch im Jahr 2008, bleiben diese Gewinne auch in den folgenden Jahren steuerfrei.

Zwischenfazit: Auch wenn Sie die Hypothekenzinsen nicht von der Steuer absetzen können, lohnt sich dieses kreditfinanzierte Investment.

b) Schenkungen an Kinder, Enkel oder Eltern:

Schenkungen sind per se vorweggenommene Erbschaften und – je nach Verwandtschaftsgrad – mit unterschiedlich hohen (steuerfreien) Freibeträgen ausgestattet. So können z.B. Eltern auf jedes Kind innerhalb von zehn Jahren jeweils 204.000 Euro (pro Elternteil!) steuerfrei übertragen.

Abgesehen davon, daß damit u.U. erheblich Erbschaftsteuer gespart wird – eine derartige Schenkung darf alle zehn Jahre erneut erfolgen –, kann damit vermieden werden, daß zu einem späteren Zeitpunkt (also nach 2008) die dann per Erbschaft von den Kindern angelegten Gelder der Abgeltungssteuer unterworfen werden.

In gleicher Weise sollte überlegt werden, Immobilienbesitz im Rahmen derartiger Schenkungen an Verwandte zu übertragen. Dies hat neben dem o.g. Vorteil noch einen weiteren: Bislang werden Immobilien nur zu einem weitaus geringeren Wert als dem Marktpreis schenkung-/erbschaftsteuerlich bewertet. Es ist aber fest damit zu rechnen, daß der Gesetzgeber in allernächster Zukunft – die entsprechende „Anmahnung“ vom Bundesverfassungsgericht liegt bereits vor – den schenkung- und erbschaftsteuerlichen Wert von Immobilien dem von sonstigen Kapitalvermögen angleicht. Die bis dahin noch bestehenden steuerlichen Vorteile sollten in der noch verbleibenden Zeit genutzt werden – am besten gleich mit der ohnehin im Rahmen der Abgeltungssteuer notwendigen neuen Planung.

Noch einmal zur Erinnerung: Nicht nur die vor dem 1.1.2009 eingelegten Beträge, sondern auch die nach dem 1.1.2009 daraus erwachsenden Gewinne/Erträge sind steuerfrei!

c) Übertragung von Firmenanteilen

Ähnlich der Schenkung von Kapital und Immobilien kann – bitte in enger Zusammenarbeit mit Ihrem jeweiligen steuerlichen Berater – auch an die Übertragung von Firmenbeteiligungen gedacht werden. Auch hierbei gibt es höchst interessante Gestaltungsmöglichkeiten, die jedoch eines zeitnahen detaillierten Gesprächs mit dem Steuerberater bedürfen.

d) Verkauf bestehender Lebensversicherungen

Bereits mehrfach wiesen wir (auch im ‚zeitreport’) darauf hin, daß es durchaus Sinn machen kann, über den Verkauf bestehender Lebensversicherungen – nicht an die Versicherungsgesellschaft selbst, sondern an spezielle Gesellschaften in diesem Segment – nachzudenken. Der Grund: Daß die Erträge und (Schluß)gewinne der Lebensversicherungen in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen haben, hat sich inzwischen sattsam herumgesprochen. Für die Restlaufzeit könnten also weitaus höhere Erträge durch Anlage der Rückkaufswerte in rentierlicherer Weise erzielt werden.

In den meisten Fällen ist die Grundlage der Absicherung ohnehin bereits entfallen, und zum Aufbau einer privaten Altersversorgung sind Kapitallebensversicherungen oder von LV-Gesellschaften gemanagte fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherungen heute nicht mehr sonderlich gut geeignet.

Sofern bei Ihnen noch ein Risikoabsicherungs-Bedarf besteht, könnte dieser kostengünstiger durch eine reine Risiko-Lebensversicherung abgedeckt werden. Aber Achtung: Dies bedarf einer vorhergehenden ‚Risiko-Prüfung’ durch Ihren unabhängigen Vermögensberater.

e) Sparpläne

Last not least seien Sparpläne erwähnt: Auch diese können [u.U. auch in Verbindung mit a) bis d)] innerhalb des Jahres 2008 eingelegt und dann in den folgenden Jahren als Kredit refinanziert werden.

Noch unklar ist, ob der Gesetzgeber bei Sparplänen – mit einem festen Ablauf zum Rentenbeginn – ein Einsehen hat und diese von der Abgeltungssteuer befreit. Dies wäre insofern äußerst begrüßenswert, als der Gesetzgeber – besser als jeder Bürger – weiß, daß die gesetzliche Rentenversicherung immer weniger ihrer Aufgabe nachkommen kann. Zwar fordern alle Politiker und Parteien die Bürger auf, mehr auf privater Basis ihre Rente aufzubauen und zu sichern, doch anstatt diese Sparform dann auch konsequent zu fördern, unterwirft der Gesetzgeber in seiner „unermeßlichen Weisheit“ sie nach bisheriger Gesetzeslage ebenfalls der Abgeltungssteuer.

In jedem Fall – und das wollten wir Ihnen mit diesem ausführlichen Artikel nahebringen – wäre es fatal, die Problematik ‚Abgeltungssteuer’ einfach zu verdrängen, vielmehr ist das Gebot der Stunde, sich intensiv mit dieser Problematik zu beschäftigen.

Noch einmal abschließend: Wer sich vorbereitet, ist im Vorteil! Wer verdrängt und auf „Godot“ wartet, zahlt die Zeche (ohne daß es dafür das Bundesverdienstkreuz gibt).

Welche Folgen hat die Einführung der Abgeltungssteuer für Ihre Vermögensverwaltung?

Durch den Bestandsschutz für Anlagen, die vor dem 01.01.2009 getätigt wurden, werden vermögensverwaltende und aktiv gemanagte Dachfonds die günstigste Anlageform. Der Grund hierfür ist einfach: Umschichtungen innerhalb des Dachfonds bleiben von der Abgeltungssteuer ausgenommen. Es wird uns also weiterhin möglich sein, die Portfolios der Dachfonds je nach Marktlage optimal aufzustellen. Die Eigenschaft der steuerneutralen Adjustierung, gepaart mit dem Bestandsschutz für Anlagen vor dem 01.01.2009, kann, über einen längeren Zeitraum betrachtet, zu einem enormen Mehrwert führen – wie nachstehende Übersicht aufzeigt:

Anlagevehikel

Dachfonds

Dachfonds

Einzelfonds

Anlagezeitpunkt

vor 2009

nach 2009

vor 2009

Umschichtungen

nein

nein

alle 3 Jahre

Anlagebetrag in EUR

100.000

100.000

100.000

Performance p.a.

8%

8%

8%

Laufzeit

30 Jahre

30 Jahre

30 Jahre

Gewinn vor Steuern

906.266

906.266

n/a

Abgeltungssteuer

+ SolZ

0

239.028

170.269

Gewinn nach Steuern

906.266

667.238

475.300

Endbetrag nach Steuern

1.006.266

767.238

575.300

In Prozent vom Maximum

100%

76%

57%

Allein die Frage, ob ein Investment in einem Dachfonds am 31.12.2008 oder 01.01.2009 getätigt wurde, kann bei gleicher Entwicklung nach 30 Jahren bereits einen Unterschied von rund 240.000 EUR ausmachen. Noch deutlicher wird der Effekt bei Einzelfonds, deren Ertrag in unserem Beispiel bei einer Umschichtung alle 3 Jahre voll zu versteuern wäre.

Es wäre also durchaus ratsam, vor dem 01.01.2009 die eigene Vermögensstruktur vor diesem Hintergrund noch einmal genau daraufhin zu durchleuchten, ob es nicht Optimierungspotential gibt. Hierfür sollten Sie nicht zögern, Ihren unabhängigen Vermögensberater zu kontaktieren, um eine individuelle, neutrale Beratung zu erhalten. Denn für eine langfristig sinnvolle Vermögensstruktur gibt es keine pauschale, sondern nur jeweils für den Einzelfall maßgeschneiderte Lösungen.

H.-W. Graf