Das auslaufende „Ultimatum“ für die neue griechische Regierung wird, kein Wunder, ausgehen wie das ‚Hornberger Schießen‘ – ohne Verlierer und Gewinner; Tsipras, Varoufakis & Co dürfen ihr Gesicht nicht verlieren und wissen zudem, daß sie niemand gewaltsam aus der EU werfen kann; Junker, Schäuble & Co sitzen zwar am Geldhahn, haben aber längst verlautbart, daß sie den EURO retten würden, koste es, was es wolle.
Dabei ist jedem politisch unabhängigen Wirtschafts- und Währungsexperten seit Jahren klar, daß der EURO irreparable Geburtsfehler in sich trägt – ein böses Erbe der Kohl-Mitterand-Ära -, schlicht mit Gewalt (und jenseits aller Demokratie!) „vereint“ werden sollte, was unter sozial-, fiskal-, steuer-, kultur- und rechtspolitischen Aspekten noch bei weitem nicht zusammenpaßte – woran sich bis heute wenig, teilweise sogar überhaupt nichts geändert hat.

Nein, der EURO (und damit die Eurozone) ist mit noch so viel Geld, blinder Wut, Verbissenheit, noch mehr Kandidaten, Märchen und leeren Versprechungen zu retten. Vielmehr bedarf es einer völlig neuen Sichtweise – jenseits aller politischer Grabenkämpfe und parteilicher Profilierungsversuche; einzig getragen von der ehrlichen Absicht, Europa zu einer zukunfts- und wettbewerbsfähigen Kraft zu formen, ohne nationale Identitäten zu zerstören.

Mit besten Grüßen

H.-W. Graf

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Die Lösung der EURO-Krise
Die EURO-Finanz-, Banken-, Wirtschafts- und Sozialkrise kann nur gesamtheitlich gelöst werden
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