Perspektive  
29.08.08

Von: Peter L. Pedersen


Einleitender Kommentar von Hans-Wolff Graf:

Deutscher Bildungsmoloch

 

In kaum einem Bereich unserer Politik zeigt sich der hoheitsrechtliche Herrschaftsanspruch so massiv wie im Bildungswesen, also bei der Frage, wer darf welche Teilbereiche der Bildung in Konkurrenz zum Staat (und seinen öffentlich-(un)rechtlichen Ablegern) anbieten.

In keinem Bereich wirkt sich das "wilhelminisch" verstaubte Denken wirtschaftsferner Platzhalter eines absolut beratungsresistenten und einsichtsunfähigen Systems so verheerend auf die Zukunftschancen von Kindern, Jugendlichen und später berufstätigen Menschen aus, die damit ihrer eigenen Chancen in erheblichem Maße beraubt werden, aber auch - und daran denken unsere Systemheloten noch weniger - die primäre (familiäre) Basis für die nächste Generation legen; Eltern, die die 'Aufnahme von Bildung, Schule, 'das Lernen' als etwas Qualvolles, als pseudo-pädagogischen Hürden- oder Spießrutenlauf empfinden, überfrachtet mit vorgestrigen Paukeinheiten statt mit lebensnahen, zukunftsweisenden und interesseweckenden Inhalten angereichert, werden sich dem Thema Bildung künftig weitestgehend verweigern, sobald sie ihren Abschluß erkämpft/erlitten haben und offiziell als "ausgebildet" (ein verräterisches Wort, das es so nur im Deutschen gibt!) gelten dürfen.

Wer einmal miterlebt hat, wie unglaublich hoch, ja geradezu bösartig-willkürlich schon die Hürden für einen privaten Kindergarten geschraubt wurden, wie unendlich mühselig, zeit- und kostenaufwendig die Errichtung einer privaten Grund-/Hauptschule oder gar eines Gymnasiums oder einer nicht-staatlichen (nicht-konfessionellen!) Universität ist, kann nur noch staunen oder verzweifeln - vor allem, wenn er die Verhältnisse in allen anderen Industrienationen kennt.

Hier behindern - dem völlig wert- und inhaltslosen Geplapper unserer Politiker zum Hohn - Bürokraten, die nicht den mindesten Horizont eines Pädagogen haben, in ihrer panischen Paranoia (Machtverlust)"jeden Ansatz einer Alternative, der diesem Land einen realen Ausweg aus der jammervollen Bildungsmisere, in der sich Deutschland bereits seit Jahrzehnten befindet, schenken könnte.

Auch wenn Sie keine Kinder haben und heilfroh sind, die freudlose Zeit der Schule längst hinter sich zu haben - es geht um unsere Jugend, die Qualität der Bildung als Basis der Zukunftschancen dieses Landes.

Die vielbedauerte Entwicklung eines ständig wachsenden Prekariats ist das sichtbare Ergebnis unserer Schul- und Bildungspolitik - der schreiende Beweis der völligen Inkompetenz unserer Schul- und "Bildungs"politiker!

Bildung ist viel zu wichtig, als daß man sie Sesselpupern, inkompetenten Politikern und arroganten Systemvasallen überlassen darf!

 

Lesen Sie im folgenden den Erfahrungsbericht eines seit 20 Jahren für wirkliche Alternativen kämpfenden Querdenkers!

H.-W. Graf
 
     
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