Ohne Ihnen das Wochenende vergällen zu wollen: Die Gefahr eines aus den Fugen geratenden Krieges (3. Weltkriegs) ist nur vergleichbar mit der Kuba-Krise im Oktober 1962, denn hier verquicken sich globale Machtansprüche, selbstherrliche Weltbeglückungsmanien, wirtschaftliche, militärische und religiöse Motive zu einer unheilvollen Melange.
Weder Rußland noch China können (und werden) einem Angriff/Einschreiten der USA schweigend und untätig zusehen – beide Länder sind nahtlos umzingelt von US-Basen; Syrien ist Rußlands letzte Bastion am Mittelmeer.
Auch ein ‘begrenzter Militärschlag’ (ohne Einsatz von Bodentruppen) vonseiten der USA, eine Art Strafaktion für den Einsatz von Giftgas (wer hat damit mehr Erfahrung seit 1945 als die USA?!) dürfte nur als Entrée zu wesentlich mehr sein, denn weder werden die Assad-Getreuen, noch (in der Folge) die Rebellen ein Bombardement ängstlich und einsichtig-reumütig hinnehmen. Vielmehr könnte (und wird) dann der “Tanz” erst richtig losgehen, den dann nicht nur die noch in Syrien verbliebene Bevölkerung von 21 Millionen (2,2 Mio Syrer sind in die Nachbarländer geflüchtet; die Hälfte davon in den Libanon, ein Land von 4 Millionen Einwohnern!) gewärtigt, sondern der auch in die fünf Nachbarländer (sowohl die Türkei als auch Israel sind auch noch Nato-Mitglieder!), überschwappen wird. Spätestens dann werden auch der US-Kongreß sowie die Briten einer Ausweitung des Krieges zustimmen – egal, wie kriegswillig US-Amerikaner und Briten sind. Und dann können sich auch die übrigen Nato-Mitglieder einem “Schulterschluß” mit den USA nicht länger verweigern – Australien, Kanada und Frankreich sind ja bereits “im Boot” Washingtons.

Wenn Sie sich nicht nur auf die gefilterten Medienberichte verlassen wollen: Hier sind einige wichtige Hintergrundinformationen:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

H.-W. Graf