Der zeitreport geht online!

 

Liebe zeitreport-online-Leser,

manches dauert eben etwas länger, aber nun ist es soweit:

Der PERSPEKTIVE ohne Grenzen gem. e.V. und sein Magazin, der zeitreport, sind nun endlich in neuem Gewande online.

Gleich vorab: Viele Arbeiten – die Einrichtung der Foren, die Einstellung von vielen hundert Artikeln (und deren Sortierung nach Fachbereichen), die Gründung von PERSPEKTIVE-Gesprächskreisen sowie die Einrichtung der Diskussions- und Kommentierungsforen – werden noch etwas Zeit (und auch finanziellen Aufwand) erfordern.

Der wichtigste Schritt ist hingegen vollzogen: Die PERSPEKTIVE ist nunmehr als gemeinnützige politische Bewegung im Internet-Zeitalter angekommen.

Im Land der Vereine und Verbände – und hier ist Deutschland mit etwa 380.000 eingetragenen und nicht-eingetragenen Vereinen weltweit führend – Aufmerksamkeit zu erregen und Beachtung zu gewinnen, ist kein leichtes Unterfangen, und man könnte fragen: „Warum ist denn ein neuer Verein überhaupt nötig?“

Nun, wir gingen von folgenden Überlegungen aus:

Fast alle Vereine und Verbände in Deutschland fokussieren auf jeweils ein Thema. Einen gesamtheitlichen Ansatz gibt es lediglich bei den Parteien. Diese sind aber wiederum ideologisch geprägt – also schon insofern weder unabhängig, noch freiheitlich in ihrer Grundausrichtung. Zudem stehen sie unter dem Diktat politisch-ökonomischer Zwänge; sie gieren nach Mehrheiten, um bei Wahlen auf den verschiedenen Ebenen unseres politischen Systems an die Macht zu kommen, ihnen geht es also um Stimmen und Wähler.

Schon insofern müssen sie sich – ständig und hellwach, aber eben immer re-aktiv – danach richten, was ihr Klientel wünscht, erwartet und verlangt.

Daß sie dabei ihre eigenen Gedanken, Ideen und Überzeugungen permanent ‚nach dem Wind’ richten, sich unter Umständen sogar verleugnen und verbiegen müssen, ergibt sich zwangsläufig. Insofern verwundern lügende Politiker und gebrochene Wahlversprechen nur sehr naive Zeitgenossen. Politiker dürfen allenfalls hinter vorgehaltener Hand und im vertrautesten Kreise ihre wirkliche Meinung kundtun; sie sind zu Desinformationen und Halbwahrheiten regelrecht „gezwungen“ und wandeln tagtäglich auf einem geradezu schizophrenen Grat zwischen eigenem DenkFühlen und parteilich vorgegebenem Handeln.

Unsere Alternative:

Der PERSPEKTIVE geht es zum einen um einen gesamtheitlichen Ansatz – wobei es natürlich thematisch unterschiedliche Prioritäten gibt –, zum anderen wollen wir weder der Mehrheit nach dem Munde reden, noch um Wählerstimmen buhlen; wir dürfen völlig frei und ebenso unabhängig, ungezwungen-kreativ und ausschließlich unserem Gewissen verpflichtet denkfühlhandeln.

Anders ausgedrückt: Wo bei Vereinen und Verbänden die thematische Enge Sprache und Inhalt jegliches Handeln vorschreiben, bzw. bei Parteien Ideologie und Partei“moral“ das gesamte Denken und Handeln bestimmen, steht in der gesamten Arbeit der PERSPEKTIVE das freiheitlich gelebte Ethos im Mittelpunkt.

Kurz: Statt ideologischer Systemik wie bei Verbänden und Parteien (übrigens auch Religionen) leisten wir uns ein philosophisch-freies, schematisches DenkFühlHandeln.

Dieser Unterschied ist enorm wichtig, weil sich darin das Grundmotiv all dessen verkörpert, was der PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V. mithilfe seiner Mitglieder zu verwirklichen trachtet:

  1. Ein Höchstmaß an Freiheitlichkeit;
  2. Information statt Desinformation;
  3. realisierbare Alternativen in allen politisch wichtigen Belangen;
  4. ein zukunftsgerichtetes Gesellschaftsmodell, in dessen Mittelpunkt der mündige, eigenverantwortliche Bürger steht.

Wovon also Parteien und Politiker ahnungsarm, aber ideologisch stringent versystematisiert lautstark schwadronieren, das möchten wir tatsächlich realisieren.

Insofern bauen die Gründer der PERSPEKTIVE und der „Grundstamm“ seiner Mitglieder auf die Kompetenz und das Engagement jedes Einzelnen.

Es kann uns nicht darum gehen, möglichst jede(n) Bürger(in) dieses Landes zu erreichen, zu informieren und über Zusammenhänge aufzuklären – dazu ist das absolute Gros der Bevölkerung weder offen und bereit, noch fühlt sich „die Masse“ dazu aufgerufen. Es kann und darf uns also nur darum gehen, die drei bis fünf Prozent der Menschen als Partner zu suchen, die ein eigenbestimmtes Leben (in all seinen Facetten und Teilaspekten) der Bequemlichkeit eines alles bestimmenden Staates vorziehen.

Dies ist beileibe keine Disqualifizierung des überwiegenden Teils der Bevölkerung, sondern eine unter Soziologen bekannte Tatsache – und nebenbei der Fluch des Sozialismus.

Zur o.g. ‚Freiheit’ muß nämlich toleranterweise auch gehören, daß man jedem Menschen die Entscheidung darüber zugesteht, ob er in geistiger, emotionaler, ökonomischer und beruflicher Abhängigkeit verbleibt und sein Leben von Pseudo-Eliten und selbsternannten ‚Verantwortlichen’ bestimmen und gestalten läßt.

Bedenklich wird es nur, wenn dieses Gros sich dann andererseits das Recht anmaßt, auch diejenigen – unter dem Mäntelchen der Demokratie – in das gleiche etatistische „Kuschelbett“ zu zwingen, in dem sie es sich bequem gemacht haben.

Mir ist sehr wohl bewußt, wie provokant die hier geäußerten Gedanken sind, und ich höre schon die mahnenden Rufe von systemischen Bedenkenträgern, die uns als ‚Gefährder der staatlichen Ordnung’ sehen oder in die Nähe von Logen und Sekten zu stellen versuchen.

Doch nichts liegt uns ferner als das eine oder andere; wozu wir aufrufen und was wir anzubieten versuchen, ist vielmehr, eine Alternative zu einer an allen Ecken und Enden kranken Parteiendiktatur, die diesem Lande weder eine Chance für die Zukunft bietet, noch auch nur das geringste Interesse daran hat, zum Wohle der Gemeinschaft Alternativen auch nur anzudenken (geschweige denn zuzulassen), die das von den Parteien beherrschte Machtgefüge beschneiden könnten.

Liebe Freunde, ich weiß, daß neues Denken, revolutionäre Ideen und jede ‚Andersartigkeit’ bei den meisten Menschen auf Ungläubigkeit, Desinteresse und Ablehnung stößt – auch das ist eine Tatsache, die bereits den griechischen Philosophen bekannt war.[1] Und tatsächlich verschwinden die meisten dieser revolutionären Gedanken und Ideen sehr schnell wieder von der Bildfläche; ihre Protagonisten resignieren. Gewinnt eine Idee an Mitgliedern und soziologisch an Breite, wehrt sich das System vehement; es versucht mit allen Mitteln, ein andersartiges Denken, das ihm, dem System, gefährlich werden könnte, zu diffamieren und auszugrenzen. Insofern erklärt sich, warum es mit Ausnahme der ‚Grünen’ in der Bundesrepublik Deutschland keine Bewegung politisch nennenswert zu einem Erfolg gebracht hat. Und auch die Grünen mußten sich zu einer systemkonformen Partei wandeln (und dabei so gut wie alle ihre Ideale opfern), um dann im systemischen Chor der Parteien „mitsingen“ zu dürfen.

Dies war ja auch der Grund, warum die PERSPEKTIVE von ihrer anfänglichen Idee, als Partei für Veränderungen in diesem Lande zu kämpfen, Abstand genommen hat und zu einer politischen Bewegung umgewidmet wurde.

Diese Ausführungen sollen erläutern, warum wir weder unter Zeitdruck (z.B. für Wahlen), noch unter inhaltlichen Zwängen stehen. Ganz im Gegenteil; die Zeit arbeitet in hohem Maße für uns, denn die heute in der Bundesrepublik herrschende Parteienkleptokratie ist auf dem besten Wege, sich selbst zu zerstören; es krankt an allen Ecken und Enden:

  • die leistungsfähige und –bereite Mittelschicht, die diesen Start finanziell und wirtschaftlich am Leben erhält, wird immer dünner;
  • aus keinem Land in der OECD fliehen so viele gut Ausgebildete und Akademiker ins Ausland wie aus der Bundesrepublik;
  • nicht mehr nur Milliardäre und Multimillionäre, sondern zunehmend auch Wohlhabende kehren diesem Land den Rücken;
  • kein Industrieland hat mehr öffentlich-(un)rechtlich Bedienstete als Deutschland
  • gleichzeitig hat kein Industrieland eine geringere Selbständigen-Quote (vergessen wir ganz schnell die sog. ‚Ich-AGs’);
  • in seiner Not, das morsche System unserer Parteiendemokratur retten zu wollen, zieht sich der Staat immer mehr auf immer restriktivere Methoden der Verunfreiung seiner BürgerInnen zurück; buchstäblich alles muß gesetzlichen Regelungen und Bestimmungen unterworfen werden. Der Gesetzes- und Ordnungswahn bundesdeutscher Prägung ist mit einer ‚freiheitlich- demokratischen Grundordnung’ (lt. Grundgesetz) längst nicht mehr vereinbar,
  • und weltweit „führend“ ist die Bundesrepublik bezüglich der Kompliziertheit seines Steuersystems – mit der Folge, daß Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung und Steuerflucht oftmals beinahe „Notwehr“-Charakter gewinnen.

Der Staat, respektive seine selbsternannten „Eliten“ haben ganz offensichtlich Angst, daß ihnen ihr selbstgezimmertes „Königreich“ irgendwann um die Ohren fliegt; der Unmut der immer mehr entmündigten Bürger wächst ebenso, wie die Wahlbeteiligung sinkt; das Ansehen der Politiker und das Vertrauen der Bürger in die Staatskaste sind längst auf einem Rekordtief angelangt. Politikern glaubt eigentlich kein Mensch mehr!

Nicht Kompetenz und Qualifikation bestimmen, wer in diesem Lande zur politischen ‚Elite’ gehört, sondern deren Bereitschaft, sich im Parteienklüngel systemkonform nach oben zu dienen. Da wird ein Müllermeister Wirtschaftsminister, ein Fliesenleger Arbeitsminister und ein Handwerker Finanzminister oder gar Ministerpräsident. Stromlinienförmige Anpassungsfähigkeit und Selbstverleugnung sind die Voraussetzungen dafür, um in dieser Parteiendiktatur an die Futtertröge zu gelangen, um dann bestens versorgt zu sein und prestigeträchtige Privilegien zu genießen. Mit diesen „Fähigkeiten“ kann man sogar Kanzler(in) werden.

Die Zeit ist mehr als reif dafür, Verantwortungsbewußtsein und menschliche wie fachliche Kompetenz wieder Raum gewinnen zu lassen. Und genau dafür wollen wir uns einsetzen.

Der PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V. möchte das Engagement und die Kreativität, aber auch die fachlichen und menschlichen Kompetenzen aller Mitglieder in die Verwirklichung seiner Ziele mit einbinden. Der zeitreport online wiederum soll dafür – mit einer immerhin 35jährigen journalistischen Historie im Rücken – die kommunikative Brücke bauen.

Zu diesem Zweck finden Sie die PERSPEKTIVE-Website „zweigeteilt“; als ‚Basis’-Mitglied können Sie auf jeweils aktuelle Artikel, Informationen und News zugreifen und diese kommentieren und bewerten. Als ‚Premium’-Mitglied steht Ihnen der zeitreport online zur Verfügung.

Dieses Online-Magazin enthält wesentlich weitergehende, spezifischere Artikel aus zur Zeit 20 verschiedenen Themengebieten, die die wichtigsten Bereiche des menschlichen Lebens abdecken; zusätzlich gibt die zeitreport-Redaktion Empfehlungen zu neuesten Büchern, Filmen und Videos. Desweiteren besteht die Möglichkeit, im umfangreichen Zeit-Archiv des zeitreports der vergangenen Jahre stöbern.

Klingt all dies für Sie spannend und interessant, dann darf ich Ihnen den PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V. als „Werkstatt für eine wirklich humane Zukunft“ anempfehlen. Machen Sie die PERSPEKTIVE zu Ihrem neuen Hobby. Helfen Sie mit dabei, die Zukunft dieses Landes und Ihre eigene sowie die Ihrer Kinder aktiv mitzugestalten, statt dies Menschen/Politikern und Organisationen/Parteien, Verbänden, Gewerkschaften, etc. zu überlassen; alle diese Organisationen behaupten zwar, es ginge ihnen um „die Menschen“, in Wahrheit jedoch geht es ihnen vor allem um sich selbst.

Der Anfang jeder neuen Idee ist immer das schwierigste; auch ein Zug benötigt die größte Kraft dafür, den Rollwiderstand zu überwinden – einmal in Fahrt gekommen, benötigt er nur einen Bruchteil dieser Energie, um hunderte von Kilometern zurückzulegen …

Ein herzliches Willkommen allen Mitstreitern in der PERSPEKTIVE ohne Grenzen, unserer „Werkstatt für die Zukunft“!

Hans-Wolff Graf
(Vorstand)

[1] „Alles Neue erschreckt, sogar das Gute, Schöne und Richtige“ (Herakleitos v. Ephesos).

2. Juni 2008|Editorial|Kommentare deaktiviert für Der zeitreport geht online!

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