Lebensversicherung

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28. August 2012

Die Zukunft der Lebens-/Rentenversicherung

28. August 2012|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Die Zukunft der Lebens-/Rentenversicherung

So (oder so ähnlich) könnte uns eine Meldung demnächst, 65 Jahre später, wieder ins Haus stehen!

www.spiegel.de/spiegel/print/d-44417596.html

Informieren Sie sich, um entscheiden zu können!

1. März 2012

Wichtige Info in Sachen LV/RV

1. März 2012|Querdenker-Blog|Kommentare deaktiviert für Wichtige Info in Sachen LV/RV

Nach den Banken nun die Lebens-/Rentenversicherer!

Dass wir seit langem dazu raten, LVs lieber zu kündigen, als eine weitere Reduktion der Rückkaufs-/Ablaufleistungen hinzunehmen (und statt dessen die dann freien Monatsbeiträge besser in einen Fondssparplan zu stecken) wissen Sie.

Nun kommt die Politik den LVs/RVs entgegen (sh.: unten und Anhänge).
“Gekniffen” ist – wieder mal – der Bürger.

Sollten Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns.

(mehr …)

24. Februar 2006

Ist meine Lebens- oder Rentenversicherung noch das Richtige für mich?

24. Februar 2006|Sozialpolitik|Kommentare deaktiviert für Ist meine Lebens- oder Rentenversicherung noch das Richtige für mich?

Es sind zunehmend Zweifel berechtigt, sein Geld der Versicherungswirtschaft – zum Ausgleich der zusehends schwächelnden Gesetzlichen Rentenversicherung – zur Altersvorsorge zu überlassen. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen eine Verzinsung von 7 – 8% geboten werden konnte, und die Versicherer als stark und solide galten. Umsatzrückgänge im Neugeschäft der Versicherungsgesellschaften in 2005 zwischen 10% und bis zu 40%, gepaart mit zunehmenden Vertragsstorni, steckt keine Gesellschaft ohne Blessuren weg, natürlich immer zum Nachteil der laufenden Verträge. Noch in diesem Jahr werden einige, sogar namhafte Versicherer fusionieren oder von anderen geschluckt werden – mit der Folge, daß die betroffenen Policeninhaber sich in vielen Fällen nur noch mit dem Garantiezins (2,75% bis 4% – dies auch nur auf den Kapitalteil) zufriedengeben müssen. Wer die jüngste Überschußbeteiligungs-Mitteilung mit der vor einem Jahr vergleicht, stellt schmerzlich fest, daß die prognostizierten Ablaufleistungen i.d.R. weiter gefallen sind.

Vor diesem Hintergrund wiegt der am 12.10.2005 gefällte höchstrichterliche Urteilsspruch des Bundesgerichtshof (BGH) Aktenzeichen (IV ZR162/03, IV ZR 177/03, IV ZR 245/03) aus Sicht der Versicherer besonders schwer.

Inhalt und Folgen des BGH-Urteils zu kapitalbildenden Lebens-/Rentenversicherungen:

Der BGH hat auf eine Verbandsklage des Bundes der Versicherten vom 9. Mai 2001 hin geurteilt und Teile der Allgemeinen Bedingungen für kapitalbildende Lebensversicherungen für unwirksam erklärt. Es handelt sich um Klauseln (§ 172 VVG), welche die Berechnung der beitragsfreien Versicherungen und des Rückkaufswertes, die Verrechnung von Abschlußkosten und des Stornoabzuges regeln. Der BGH sah die unangemessene Benachteiligung darin, daß den Versicherungsnehmern durch den Mangel an Transparenz die mit der Beitragsfreistellung und der Kündigung insbesondere in den ersten Jahren verbundenden erheblichen wirtschaftlichen Nachteile nicht deutlich gemacht werden. Sie liegen darin, daß wegen der zunächst vollen Verrechnung der Sparanteile der Prämien mit den im wesentlichen aus der Vermittlungsprovision bestehenden, einmaligen Abschlußkosten (“Zillmerung“) in den ersten Jahren keine oder allenfalls nur geringe Beiträge zur Bildung einer beitragsfreien Versicherungssumme oder eines Rückkaufswertes vorhanden sind.

Wie hat der BGH nun im Einzelfall entschieden?

Bei vorzeitiger Beendigung der Beitragszahlung bleibt jedenfalls die versprochene Leistung geschuldet; die Höhe der beitragsfreien Versicherungssumme und des Rückkaufswertes darf aber einen Mindestbetrag nicht unterschreiten. Dieser Mindestbetrag wird bestimmt durch die Hälfte des mit den Rechnungsgrundlagen der Prämienkalkulation berechneten ungezillmerten Deckungskapitals. Bereits erworbene Ansprüche aus einer vereinbarten Überschußbeteiligung werden dadurch nicht erhöht.

Die Veränderungen in den allgemeinen Bedingungen betreffen nach Aussagen des BGH etwa 10 – 15 Mio. Policen, die im Zeitraum Ende Juli 1994 und Mitte 2001 abgeschlossen wurden.

Was kann man mit bereits gekündigten oder beitragsfreien Verträgen tun?

Versicherungsnehmer können bei gekündigten Verträgen generell eine Neuberechnung des Stornoabzuges und eine Verrechnung der Abschlußkosten fordern, was i.d.R zu einer Nachzahlung führt.

Für die beitragsfrei gestellten Verträge kann eine Neuberechnung der beitragsfreien Versicherung und eine Gutschrift verlangt werden. Dies gilt auch für geplante Beitragsfreistellungen.

Wie ist nun die aktuelle Situation zu beurteilen?

Der DBSFS empfiehlt allen Policeninhabern, die im oben genannten Zeitraum Verträge abgeschlossen haben, ihr Recht schriftlich einzufordern. Der Bund der Versicherten (www.bundderversicherten.de) hat hierzu ein gutes Merkblatt erarbeitet. Die Verbraucherzentrale Hamburg (www.vzhh.de) wird in Kürze einen Kontrollrechner installieren, mit dem die Nachberechnungen der Versicherer sinnvollerweise überprüft werden können. Darüber hinaus bereitet die Verbraucherzentrale gerade eine Sammelklage gegen einzelne Versicherer vor. Im ersten Schritt wird Interessierten gegen eine Gebühr von € 30 eine Vorprüfung angeboten, um festzustellen, mit welcher Erstattung man voraussichtlich rechnen kann. Im zweiten Schritt wird mit den von der Verbraucherzentrale ausgewählten Rechtsanwälten eine Sammelklage angestrengt.

Und was macht die Versicherungswirtschaft?

Nach eigenen Aussagen werden alle Anfragen bearbeitet. Die Versicherungsunternehmen informieren jedoch aktuell – von sich aus – keinen der betroffenen (zum Teil ehemaligen) Versicherungsnehmer. Darüber hinaus gibt sich die Branche weiterhin (zweck)optimistisch und versucht, das Problem möglichst auszusitzen. Es ist wohl leider zuviel verlangt, eine ähnliche Professionalität wie in anderen Wirtschaftszweigen (Tourismus- oder Automobilbranche) zu erwarten, wo man aktiv auf seine Vertragspartner zugeht.

Oder ist es eher das Ausmaß dessen, was gerade auf dem Spiel steht, was einige Versicherungsmanager erschaudern läßt?

Immerhin sind von den derzeit rund 95 Mio. Kapitalversicherungsverträgen, die die Bundesbürger halten, mindestens jeder 10. Vertrag von dem Urteil des BGH betroffen!

Fazit: Besprechen Sie mit einem neutralen (Finanz- und Vermögens)berater Ihres Vertrauens die neueste Entwicklung. Auch wenn Sie nicht unmittelbar durch eine Policenkündigung betroffen sind, haben die aktuellen Entwicklungen für Inhaber einer kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherung zumindest mittel- und langfristige Auswirkungen. Die Zukunft liegt auch bei der privaten Altersvorsorge eher in der flexiblen Ansparung in einer aktiven und unabhängigen Vermögensverwaltung.

Joachim Haller, Berlin

Quellen: BGH-Pressestelle; Bund der Versicherten, Verbraucherzentrale Hamburg und eigene Recherchen

22. Februar 2006

Was tun mit bestehenden Lebensversicherungen?

22. Februar 2006|Sozialpolitik, zeitreport online|Kommentare deaktiviert für Was tun mit bestehenden Lebensversicherungen?

Immer häufiger kann man den einschlägigen Medien schlechte und beunruhigende Nachrichten über Lebensversicherungen entnehmen.

Von ständig fallenden prognostizierten Ablaufleistungen ist da die Rede und davon, daß immer weniger Neuverträge abgeschlossen werden und sich durch Strukturprobleme die Situation der Lebensversicherungsunternehmen insgesamt nachhaltig verschlechtert. Selbst eine Korrektur der (ohnehin schon niedrigen) Garantiezinsen ist kein Tabu mehr.

Dies ist natürlich besorgniserregend, denn fast jeder hat heute eine oder mehrere Lebensversicherungen.

In der Vergangenheit war es fast schon „Tradition“, eine Lebensversicherung abzuschließen. Es war eine der „klassischen“ Kapitalanlagen zur Altersvorsorge schlechthin. Manche Verträge wurden aber auch erst in den letzten Jahren abgeschlossen – als Reaktion auf die sich abzeichnenden Einbrüche in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Kurzum: Viele haben sich seither eine ergänzende private Vorsorge über Lebensversicherungen aufgebaut. Und nun dies!

Was ist dran an den schlechten Nachrichten?

Richtig ist, daß die (prognostizierten) Ablauflaufleistungen der Kapitallebens- und Rentenversicherungen bereits seit längerem rückläufig sind und mutmaßlich auch noch weiter sinken werden. Es ist heute bereits ein Niveau erreicht, das – entgegen den ursprünglichen Prognosen und Versprechungen – weit davon entfernt ist, attraktiv oder gar renditestark zu sein.

Dies liegt u.a. auch daran, daß das Zinsniveau für festverzinsliche Anlagen (in die Kapitallebensversicherer bis zu 70% investieren müssen) in den letzten Jahren extrem gefallen ist und sich auch manche Anlage in Aktienwerte während des Börsenbooms Ende der 90er Jahre im nachhinein als Flop erwiesen hat.

Es ist auch richtig, daß heute – nicht zuletzt wegen des Wegfalls des Steuerprivilegs – weit weniger Lebensversicherungen abgeschlossen werden als in früheren Jahren. Dies führt mittelfristig in der Tat zu Strukturproblemen und schmälert die Rendite der Unternehmen mutmaßlich weiter. Hinzu kommen zunehmende Kündigungen – ob aus finanziellen Gründen oder zur Erzielung besserer Renditen, was bei gleichzeitiger Abnahme von Neuabschlüssen doppelt fatal wirkt.

Wir beobachten diese Entwicklung schon seit längerem (siehe auch Bericht im zeitreport 147 vom Mai 2004) und sehen unsere darin getroffenen Vorhersagen heute vollauf bestätigt.

Was können Sie tun? Was sollten Sie tun?

Nun, Sie könnten abwarten, den „Kopf in den Sand stecken“ und hoffen, daß sich der Trend wieder umkehrt. Der Erfolg scheint fragwürdig.

Sie könnten auch Ihre Versicherungen beitragsfrei stellen, auf dem jetzigen Niveau einfrieren und gleiches hoffen wie zuvor. Aber auch das ist vermutlich wenig Erfolg versprechend, obwohl zumindest keine Folgebeiträge versenkt werden.

Sie können Ihre Lebensversicherung aber auch kündigen oder verkaufen.

Birgt das nicht Risiken?

Natürlich sind bei einer vorzeitigen Beendigung kritische Aspekte zu beachten und genau zu prüfen.

Nachfolgende kleine Checkliste soll das zusammengefaßt verdeutlichen:

  • Besteht Steuerfreiheit für die Gewinne, weil der Vertrag schon länger als 12 Jahre läuft?
  • Wie hoch ist der tatsächliche „Netto-Todesfallschutz“ einer Kapitallebensversicherung (Versicherungssumme plus Boni minus Rückkaufswert)? Brauchen Sie diesen Schutz heute eigentlich noch?
    Wenn ja, ist dieser Todesfallschutz, unter Berücksichtigung Ihres Gesundheitszustandes heute neu und weitgehend kostenneutral darstellbar – z.B. über eine reine ‚Risikolebensversicherung’?
  • Beinhaltet Ihre Versicherung eine Berufsunfähigkeits- oder Unfall-Zusatzversicherung? Was bedeutet es, wenn diese wegfallen?
  • Ist Ihre Lebensversicherung „frei“ oder für eine Finanzierung abgetreten?
  • Können Sie die Versicherungsbeiträge nach §10 EStG noch steuerlich berücksichtigen? Wenn ja, in welcher Höhe und wie lange noch?

Erst wenn diese Fragen entsprechend geklärt sind, ergibt sich eine Entscheidungsgrundlage für eine eventuelle vorzeitige Kündigung oder einen Verkauf Ihrer Lebensversicherung.

Welche Vorteile hätten Sie durch eine vorzeitige Beendigung?

Nun, falls Sie offene Hypotheken oder Darlehen haben, könnten Sie den Verkaufserlös zur Schuldentilgung verwenden und Ihre monatliche Liquidität dadurch erhöhen, bzw. eine alternative Anlage als Tilgungssicherheit verwenden.

Oder, Sie könnten stattdessen nach alternativen Kapital-Anlageformen, auch im Hinblick auf Ihre Altersversorgung, Ausschau halten.

Eine Option könnte die Anlage in Investmentfonds sein, die, bei entsprechender Auswahl und Qualität eine gute Rendite bei angemessener Sicherheit und gleichzeitiger hoher Verfügbarkeit ermöglichen.

Über die für Sie ganz persönlich optimale und „passende“ Lösung berät Sie Ihr unabhängiger Finanz- und Vermögensberater gern.

Jürgen Gerecke