Lieber Herr Vetter, werte Sklaven der HwKs und IHKs,

es ist immer noch nicht restgültig ins Bewusstsein der Zwangssklaven eingedrungen, deshalb noch mal kurz, knapp und präzise:

  1. Die Kleinen haben mit ihren Zwangsbeiträgen die Großen zu finanzieren – ihre Feste und Bankette; Teilhabe daran ist unerwünscht;
  2. Die Kleinen haben mit ihren Zwangsbeiträgen die Gehälter und Pensione (insbesondere die der Obermurkel) zu finanzieren; irgendwelche Rechte, gar Mitsprache bei der Verwendung dieser Tributzahlungen ist unbotmäßig; [quod licet Jovi, non licet bovi*];
  3. Für jedwede Hilfeleistung der IHKs und HwKs – gnädig gewährt von Mitarbeitern, die es als Selbständige nicht geschafft hätten, zu überleben  [und deshalb lieber im (sichereren) Angestelltenverhältnis leben] – ist selbstverständlich ein zusätzlicher Tribut zu entrichten;
  4. Gute Ideen aus der Schar der Sklaven sind den IHKs/HwKs vorzulegen. Sie werden von dieser/n auf Tauglichkeit geprüft und, falls erfolgversprechend, von dieser dann – wiederum subventioniert (und damit konkurrenzlos billig – selbst vermarktet. Auch dies ist nur recht und billig;
  5. Die Großen formieren den Vorstand, den Beirat sowie lustige Gremien nach freiem Gusto. Diese bestimmen dann den Kurs und die offizielle  Meinung des “Hohen Hauses”. Sklaven haben zu rudern, nicht mitzureden! Wo kämen wir denn hin, ………..?;
  6. Kraft Gesetzes (erst Adolfs, dann Adenauers) dürfen die IHKs/HwKs – im fiktiven “Gesamtinteresse” ihrer Tributzahler – tun, was sie wollen!
  7. Das Mantra von ‘Mitbestimmung’, ‘Selbstbestimmtheit’ ist politische Schaumschlägerei – in etwa dem Kohl’schen “Amtseid’” vergleichbar und hat ausschließlich karnevaleske Bedeutung;
  8. Jeder Ruf nach ‘Demokratie’ ist schlicht infantil und kann im Wiederholungsfall die Einweisung ins Heim nach sich ziehen;
  9. Die Artikel 8 und 9 des Grundgesetzes (incl. einer daraus abzuleitenden ‘negativen Versammlungsfreiheit) gelten ausschließlich für linkshändig Gitarre spielende Nonnen während der Schwangerschaft, nicht hingegen für IHKs, HwKs und Berufsverbände. Dass Politiker alle ihnen unliebsame Artikel einfach abschaffen, hat Tradition, die es zu wahren gilt (sh.: Schäuble, der Art. 146 flugs streichen ließ, als – wider alle Erwartung – die Wiedervereinigung tatsächlich Realität wurde;
  10. Politiker, die in der Opposition für die Abschaffung des Kammerzwangs eintreten, sind nach Übernahme der Regierungsgeschäfte nicht mehr an ihre früheren Aussagen zu erinnern.

Geht das denn nicht in die Köpfe der Zwangsmitglieder?!? Es ist doch wirklich nicht zu glauben.

                                                                                                                                                                                                        H.-W. Graf

*Was Jupiter erlaubt ist, ist Ochsen noch lange nicht gestattet! (alte römische Volksweisheit)

Hier der Link zum Bericht von Süddeutsche.de:
Wir wurden nicht gefragt – Handwerkskammer verärgert ihre Mitglieder