Der EURO-Wahnsinn.

Alle – Politiker, Wirtschaftsbosse, Banker und die “politisch korrekten” Medien – bekunden, den EURO und die Basis eines künftigen Staatengebildes ‘EUROland’ retten zu wollen.

Davon abgesehen, daß dies voraussetzte, das jedes Land seine Rechts- und Haushaltshoheit für immer aufgäbe, wäre daran auch die Bedingung geknüpft, daß alle nationalen Egoismen und Eigenheiten, die über Jahrhunderte herausgeformten Entitäten in Wirtschafts-, Sozial- und Fiskalpolitik, aufgegeben und einer unilateralen Uniformierung  unterstellt würden. Wer das glaubt, hält auch Osterhasen, Weihnachtsmänner und Klapperstörche für Realitäten.

Eben weil sich bereits 1998 klar abzeichnete, daß dies de facto nicht gelingen würde, kamen die politischen Vorturner, allen voran Märchenonkel Kohl, auf die perfide Idee, die Einführung des EURO – der sollte, so Kohls dezidiertes Versprechen, als Schlußstein auf das ‘Vereinte Europa’ gesetzt werden – vorzuziehen; nach dem Motto: Wenn man allen Einzelvölkern und ihren widerstrebenden unterschiedlichen Interessen eine gemeinsame Währung überstülpt, können die gar nicht anders, als sich auch einer gemeinsamen, vereinigten, gleichgeschalteten Steuer-, Finanz- und Sozialpolitik zu unterwerfen. Die vehementen Warnungen unabhängiger Experten wurden medial weitgehend totgeschwiegen, belächelt oder als Spielverderbertum gegeiselt; auch unser ‘zeitreport’ prophezeite, daß der EURO die Währung mit der kürzesten Lebensdauer der Neuzeit würde (sic!).

Nun, die Quittung für diesen aberwitzigen, nach Größenwahn riechenden Irrtum bekommen wir gerade serviert, und nun warnen die ewig Uneinsichtigen

(i.e. Politiker, Wirtschaftsbosse, Banker und die “politisch korrekten” Medien)  vor den immensen Kosten, die bei einer Restituierung nationaler Währungen nach dem Scheitern der EURO-Scharade entstünden. Fürwahr, das wird teuer, aber noch viel teuerer würde es – nachgerade für die ärmere Hälfte der Bevölkerungen –, wenn wir dem Wahnsinn weiter huldigen und den komatösen Patienten, den EURO, krampfhaft am Leben erhalten wollten.

Den folgenden Gedanken Wolfgang Münchaus ist eigentlich nichts hinzuzufügen, außer: Keine Kritik ohne Alternative: www.d-perspektive.de

H.-W. Graf

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