Selbst Ihr Sparverhalten überlassen die meisten Deutschen dem Staat, resp. ihren Politikern (und deren Gesetzen).
Diese wiederum lassen sich in Beiräte und Aufsichtsräte bei Versicherungen und Banken „wählen“. Deshalb arbeiten auch rund 300.000 Vermögens“berater“ bei Strukturvertrieben (vulgo: ‚Strukkis‘) in Wahrheit als Scheinselbständige und verkaufen fleißig unter wohlfeilen Namen angebotene („Riester-„ und „Rürup-„) Lebensversicherungspolicen, da diese die höchsten Provisionen bringen.

Die Deutschen sind auch i.S. Vermögensbildung sehr staatshörig; immerhin haben sie vor rund 130 Jahren die ‚gesetzliche Sozialversicherung‘, später das Bausparen (die erwiesenermaßen nach dem Kapitalwertrechnungsverfahren teuerste Variante der Finanzierung einer Immobilie) erfunden, das genossenschaftliche Sondervermögen, den Pfandbrief und den Sparvertrag mit fester Laufzeit – alles Formen des ,Geldwert-‚ Sparens, von dem der Staat und staatliche Institutionen direkt oder indirekt wunderbar profitieren.
Die einzigen, breiten Bevölkerungsschichten bekannten ‚Sachwerte‘ sind Immobilien und Gold, allenfalls noch Münzen und Briefmarken.
Dringend vonnöten wären einfachste geld- und wirtschaftsrelevante Grundbegriffe und Zusammenhänge bereits in den Lehrplänen der Schulen, aber auch die dort unterrichtenden Lehrer sind Staatsdiener und dieserhalb fachlich zumeist völlig überfordert.

Lesen Sie hierzu:

www.spiegel.de | 21. Februar 2016
Geldanlage: Deutschland spart sich arm

Lebensversicherung, Riester, Bausparvertrag: Die Deutschen halten sich für Sparmeister. Dennoch werden sie nicht reicher – sondern ärmer. Das liegt auch an einer falschen Politik.
www.spiegel.de/wirtschaft/geldanlage-die-deutschen-versagen-beim-sparen-a-1078514.html