Nicolaus Fest, bis vor kurzem stellv. Chefredakteur der “Bild am Sonntag” unterstützt mit bemerkenswerter Offenheit die Position der AfD zum Islam.

Der Islam gehört zu Deutschland“ – mit dieser sinnleeren Botschaft einer A. Merkel, die inzwischen von nahezu jeder rot-/grün-/linkslackierten Politnase rezitiert wurde, ist der Bedeutung der damit versuchtermaßen statierten „Fakten“lage natürlich auf Dauer nicht auszuweichen. Deshalb ist Nicolaus Fests Artikel vorbehaltlos zuzustimmen.
Hätte o.g. Banalität Relevanz, gelte dies ebenso für die Zeugen Jehovas, Scientology, Leberkäs‘ und Bier, den Bundesverband der Frikadellenweitwerfer, die Hersteller linksdrehender Milchsäureprodukte, die Bad Segeberger ‚Karl-May‘-Festspiele, Schnee und die Alpen, das Oktoberfest, regelmäßige Grippewellen, die Neonazis und Herbststürme sowie 1000-fach weiteres Zubehör eines grundsätzlich liberalen Staatswesens. Der Spaß und jegliche Toleranz hört aber eben dort auf, wo sich eine dieser Entitäten, die wir ertragen, erdulden oder genießen, über die Basis unseres (weitgehend noch intakten) Staatswesens hinwegsetzen zu dürfmüßkönnen glaubt. Und genau das ist gegeben, wenn der unumstößliche („göttliche“) Anspruch erhoben wird, eigene Überzeugung enthöbe sich dem Grundgesetz dieser Republik, stünde also über der staatsrechtlichen Basis, die als Gradmesser dafür dient, was hierzulande möglich, gestattet und erlaubt ist.
Darauf haben [konvertierte und damit nach islamischer Vorstellung für ‚vogelfrei‘(!) erklärte] Islamwissenschaftler wie Hamad Abdel-Samad ebenso ausführlich und eindringlich hingewiesen wie der Staatsrechtler Prof. Karl Albrecht Schachtschneider, nur werden deren tatsächlich fachkundige Schriften von nahezu allen Politikern ebenso wenig gelesen, wie das ‚corpus delicti‘ selbst, der „heilige“ Koran.
Der Koran ist ebensowenig umdeutbar, demokratisierbar oder europäisierbar wie der Islam – egal welcher Stilart -, und wer dies, wie „Muezzin“ Özdemir, die Gutbessermenschinnen vom Schlage Katrin Göring-Eckard, C. Roth und andere politische Irrlichter dreist an der Realität vorbei fordert, ruft eigentlich vorsätzlich zum Bruch des Grundgesetzes auf, da all diesen Zeitgeno(e)ss(inn)en besseres Wissen um die reale Faktenlage zugemessen werden darf, wenn nicht muß.
Wie wär’s denn, diese kreidefressenden Populisten mal mit einer Strafanzeige dazu zu bewegen, vor dem Gebrauch der Sprechorgane auch das (hoffentlich vermutbare) Hirn einzuschalten?

H.-W. Graf

Lesen Sie hierzu:

www.jungefreiheit.de | 19. April 2016
Endlich wählbar: Die Verteidigung westlicher Werte
Danke, AfD. Das ist, egal wie man zur Sache steht, das erste Wort, das man der AfD für ihre Kampfansage an den Islam widmen sollte. Denn die AfD schafft genau das, was alle Beobachter jedweder parteipolitischen Couleur seit Jahren fordern: daß die großen gesellschaftspolitischen Fragen nicht mehr nur an den Kabinettstischen in Berlin und Brüssel verhandelt, sondern endlich wieder politisiert werden, zu einer offenen und öffentlichen Debatte führen! Eben dafür sorgt die AfD. Daher: Danke!…

www.jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/endlich-waehlbar-die-verteidigung-westlicher-werte