Wer meint, dass sich der Gang der Menschheit rein zufällig abspielt, irrt. Denn Zufälle gibt es in der heutigen Zeit nicht. In einer Welt, in der es primär nur um das Finanzielle geht, wird Zufällen kein Raum gewährt - zu viel Vermögen steht auf dem Spiel. Wer aber schreibt die Geschichte, wer hält sie in Gang? Wer schlägt aus ihr die astronomischen Gewinne? Es sind die transkontinentalen Fürsten unserer Zeit mit ihren kapitalistischen Feudalsystemen.
Wenn Sie bei einem Experiment von vornherein wissen, dass dessen Resultat schief geht, mit unwiderruflichen Folgen für diesen Planeten, dann würden Sie doch lieber Abstand davon nehmen, oder?
Warum machen dann aber diese Finanzologarchien (Kosmokraten) immer weiter? Angefangen haben sie dieses Experiment bereits, keine Frage, jetzt wollen sie es aber auch zwanghaft mit allen Mitteln zu Ende bringen, obwohl sie wissen, dass es schief geht. Warum nur?
Die meisten von ihnen scheinen in selbst gemachten Sachzwängen gefangen zu sein. Damit ihre astronomischen Einkommen gesichert bleiben, nehmen sie diesen selbstmörderischen Kurs in Kauf. Überdies weist ihnen ihr anthropozentrisches Weltbild einen Platz außerhalb bzw. über der Natur zu, sie sehen nur Ressourcen, wo ganzheitlich denkende Menschen eine wunderbare Natur und ein harmonisches Zusammenspiel sehen. Und sie lieben es schließlich elitär und reich zu sein, sie sind süchtig danach, sich an den schönsten (und teuersten) Plätzen der Welt zu treffen, stets unter sich bleibend, ihren Reichtum in allen Zügen auskostend, oder ihren immensen Reichtum öffentlich zur Schau zu stellen. Diese Feudalherren sind Junkies und ihre Drogen heißen Reichtum, Einfluss und Macht. Zur Erlangung ihre Drogen würden sie über Leichen gehen, auch wenn sie zum Teil schon mit einem Bein im Grabe stehen.
Und sie wollen natürlich an der Macht bleiben, indem sie die Auserwählten sind (und nicht etwa ihre Konkurrenz), die jene restlichen 99 Prozent der Menschheit in eine Welt des homogenen Konsums überführen, eine Welt der globalen Monokultur, die George Owell bereits 1984 düster an die Wand malte. Und nun ist sie da. Sie kam schleichend, kaum einer hat sie bemerkt - die Kultur der Schande. Diejenigen, die sie kommen sahen, wurden als Spötter, Verschwörungstheoretiker oder Pessimisten abgestempelt und als Querulant oder Futurist ad acta gelegt. Conrad C. Stein schreibt in seinem Buch "Die schleichende Revolution gegen die Völker" (ISBN 3-89180-063-0): "Wir sind auf dem besten Wege zu dieser nach amerikanischem Muster ausgerichteten Monokultur. Ob in Paris oder Moskau, in Peking oder Berlin, überall konsumieren die Menschen schon denselben McDonald´s Plastikfraß, überall kleiden sie sich in Jeans, überall spielen Kinder mit Barbies und verblöden sich mit Madonna oder Michael Jackson, überall empfangen sie mehr oder weniger Time-Warner oder Disney-Schrott".
Jean Ziegler - UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung - schreibt in seinem Buch "Das Imperium der Schande" (ISBN-10: 3-570-00878-9; ISBN-13 978-3-570-00878-2): "Die Strategien des Lobbyismus, der Infiltration und Manipulation - der Regierungen, der Parlamente, der Presse und der Öffentlichkeit -, die von den neuen Feudalmächten entwickelt werden, sind außerordentlich raffiniert und - leider - wirksam. (...) Jede transkontinentale kapitalistische Gesellschaft organisiert nicht nur ihr Propagandaministerium, sondern auch ihre eigenen Spionage- und Gegenspionagedienste sowie ihre eigenen Handlangerteams. Diese Geheimdienste sind auf allen fünf Kontinenten tätig. Sie infiltrieren nicht nur die Hauptquartiere der konkurrierenden Kosmokraten, sondern auch die verschiedenen nationalen Regierungen - und die meisten großen internationalen Organisationen des Planeten, ob regierungsunabhängig oder nicht."