Perspektive  

News-Archiv


12.06.07
Der G-8 – Wahnsinn

Wir sind in einer düsteren Zeit angelangt, in der Sicherheitspolitiker der “Volks“parteien bequem an den Schalthebeln der Macht sitzen, kritische Bürger unterjochen, anschließend zur besten Sendezeit vor die Kamera treten und sagen: Die Demokratie habe sich behauptet.

Polizei
Polizei beim G8

Ist dem so? Hat sich die Demokratie beim G-8-Gipfel in Heiligendamm wirklich behauptet?
 
Nein hat sie nicht! Denn wenn die Staatsmacht bereits im Vorfeld eines G-8-Gipfels systemkritische Menschen als Terroristen brandmarkt und verfolgt, kann von gesitteten demokratischen Gepflogenheiten nicht mehr die Rede sein.
 
Als sich beim diesjährigen G-8-Treffen in Deutschland die mächtigsten Politiker der Welt hinter Betonwänden und Stacheldraht verschanzten, saßen auch „Mörder“ am ovalen Tisch. Bush ist zweifelsohne ein „Mörder“, ja ein „durchtriebener Massenmörder“ sogar. Gleiches gilt für Putin und Blair. Alle drei „Banderos“ befürworten Krieg und Mord als wirtschaftlich legales Mittel – der Habgier wegen.
Wenn Merkel meint, dass sie sich heute noch im Schatten Bush`schen Größenwahns profilieren müsse, sollte sie die Zeichen der Zeit, die längst in Riesenlettern an der Wand prangern, nicht leichtfertig übersehen. Dass die Amerikaner und Engländer mit ihrer expansionistischen Brutalität, einer schier unstillbaren Gier nach Bodenschätzen und der Durchsetzung egoistischer Machtpolitik für Kriege und Massaker in fast 100 Ländern der Welt verantwortlich sind, verschließt sich dem brav seinem Tagwerk nachgehenden Bürger völlig.
Viele junge Menschen jedoch haben die Gefahren, die von Bush & Konsorten ausgehen, längst erkannt und stellen sich dieser multinationalen Clique entschieden in den Weg. Dies geschieht, wo auch immer Bush & Konsorten auftreten. Tausende von vor allem jungen Menschen gehen dort mehrheitlich friedlich auf die Straßen und protestieren gegen wirtschaftlichen Raubzug, Völkermord und Krieg.
Ein erfreuliche Sache sollte man meinen, jedoch sieht dies unsere “Demokratur“ völlig anders. Um ihre Macht zu erhalten und die niederen Beweggründe ihres Handelns in rohstoffreichen Ländern – wie etwa Irak, Iran, Kenia, Südafrika, Kongo, Ruanda, Algerien, Nigeria, Afghanistan, Aserbaidschan, Usbekistan, Kasachstan, Kirgistan oder Turkmenistan - zu kaschieren, überfällt sie diese Aktivisten in ihren Wohnungen, verhaftet sie und bezeichnet sie als Terroristen. Sind dann kurze Zeit später die Bevölkerungen in den „Schurkenstaaten“ unterjocht oder totgeprügelt - es läuft auf dasselbe hinaus - werden Bush und Konsorten beim nächsten G-8-Gipfel wieder bequem in den Sesseln sitzen, grinsend vor die Kamera treten und sagen, die Demokratie habe sich behauptet.
 
Fazit: Dank Bush, Merkel & Konsorten sind die 100 größten transnational agierenden Unternehmen, von denen 58 Prozent aus den Vereinigten Staaten kommen, bereits heute für über 20 Prozent des Weltumsatzes verantwortlich. Im Jahr 2004 kontrollierten die 500 größten Konzerne 52 Prozent aller auf der Welt produzierten Güter und Dienstleistungen. Zusammen beschäftigen sie jedoch nur (man höre und staune) 1,8 Prozent der weltweiten Arbeitskräfte. Sie kumulieren jedoch mehr Einkommen und Vermögen als die 133 ärmsten Länder der Welt. Da die Verflechtungen zwischen jenen transkontinentalen Kapitalgesellschaften unüberschaubar sind, muss davon ausgegangen werden, dass diese Kosmokraten, die laut Jean Ziegler - UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung - wie ihre feudalen Vorgänger aus der Zeit vor 1789 leben, noch einen weit größeren Anteil des Bruttosozialproduktes dieser Welt kontrollieren. In den USA zum Beispiel befinden sich 76 Prozent aller Aktien in den Händen von einem Prozent der Aktionäre.
Das dies alles in eine soziale Katastrophe münden wird, ist leicht abzusehen.
 
RA Dominik Storr

 
     
  Bauen wir eine PERSPEKTIVE auf
mutig, engagiert, kraftvoll