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News-Archiv18.03.09
Das System ist am Ende!
Den Aussagen des nachfolgenden Links ist (leider) nur zuzustimmen; seit Jahren zeichnete sich das Ende eines Systems ab, das immer mehr in eine hirnlose Konsumhatz um jeden Preis ... ... und das Aufblasen einer Kunstgeldblase ("fiat money") mündete. So waren zum Ende des Jahres 2007 nur noch knapp 1% der pro Tag/Woche/Monat/Jahr um die Welt zirkulierenden Finanzmittel mit realwirtschaftlichen Leistungen – Produktion, Distribution und Dienstleistungen – unterlegt. Mit anderen Worten: Mehr als 99% der vagabundierenden Gelder stellten schieres "Mickey Mouse"-Geld dar. Der ‚zeitreport’ des DBSFS (seit 2008 der ‚zeitreport online’) wies auf diese Entwicklung seit 1976 hin – natürlich ohne Erfolg, denn die wenigsten Bürger nehmen sich die Zeit, sich mit dem (an sich wichtigen) Thema Wirtschaft hinlänglich zu beschäftigen, und in unseren Schulen führt diese Thematik noch immer ein erbärmliches Stiefmütterchendasein. Das Ganze gleicht dem Phänomen „Winnenden“: Erst wenn die Katastrophe passiert, bricht die Panik aus, beginnt das Kopfschütteln, werden Fragen gestellt. Bis dahin wiegt man sich in Sicherheit, genießt die Postkartenidylle. Dabei würden „Elternschulen“ gegen Katastrophen wie der in Winnenden helfen. Gleiches gilt für das uns drohende Wirtschafts- und Sozialchaos: Wirkliche Eliten, qualifizierte Führungskräfte benötigten wir in der Politik, keine inkompetenten Partei-Parvenues und devote Politsoldaten, die sich im Morast der Parteien nach oben strampeln und schleimen, um irgendwann von den prallgefüllten Honigtöpfchen der Macht und gesicherter Altersvorsorge zu naschen. Und auch an den Spitzen der Unternehmen stehen keine Unternehmer, sondern (oftmals völlig absurd überbezahlte) Angestellte, deren Horizont durch ihre AT-Verträge (nebst Aktienoptionen und Abfindungsvereinbarungen) begrenzt ist. Ihnen geht es nicht um ihre Mitarbeiter, so oft sie dies auch behaupten. Im Gegensatz dazu fühlen sich echte Unternehmer, haftende Eigentümer noch tatsächlich für ihre Belegschaft verantwortlich, und wenn es mal schlecht läuft, verzichten diese Unternehmer nicht nur auf fette Boni, sondern auch mal auf ihr Gehalt. Nein, verehrte Leser, dieses gesamte ‚Steuer-, Wirtschafts-, Finanz-, Sozial-, Rechts- und Bildungssystem’ ist todkrank, unsere „Demokratie“ zu einer ‚Parteiendemokratur’, einer jämmerlichen Farce, zu einem Selbstbedienungsladen für pathologische Manager und machtgeile Politiker verkommen. Aber schuld daran ist vor allem die Larmoyanz und das Desinteresse der Bevölkerung, die sich von billigen, bequemen Versprechen verführen läßt, die falschen Helden feiert und in vermeintlicher Sicherheit wähnt. Wir haben es beileibe nicht „nur“ mit einer Wirtschaftskrise zu tun, wir stehen vor dem gesamtheitlichen Zusammenbruch eines völlig korrumpierten Gesellschaftssystems, dessen funktionale Teile, die Wirtschaft, jetzt als Ursache bezeichnet werden. Falsch: Die Finanzkrise – mehr und mehr in eine Wirtschaftskrise mündend und dann sich zur verheerendsten Sozialkrise der letzten 150 Jahre ausweitend – ist das Symptom einer sukzessiven geistig-emotionalen Korruption der Massen, die sich ihrer grundsätzlichen Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit berauben ließen. Wir alle kennen die Analogie von den Kühen, die ihre eigenen Metzger wählen. Nun, wir sind/waren diese „Kühe“!
H.-W. Graf
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