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21.06.07
Rentenmisere in Zahlen
Die Fondsgesellschaft Fidelity International hat in einer Studie über die deutsche Rentensituation drei Durchschnittswerte errechnet:
Für die Studie untersuchte das Marktforschungsunternehmen Creative Analytic 3000 im Auftrag von Fidelity die Renten-, Einkommens- und Vorsorgekonstellationen von 2.010 deutschen Haushalten. Dabei blieben die Steuern außen vor. Abgesehen von dem Irrtum mit der Einkommenshöhe nehmen die Deutschen die Rentenproblematik recht ernst. Nur 6 % von ihnen verlassen sich noch bei ihrer Vorsorge ausschließlich auf den Staat. Diese Minderheit wird es laut Fidelity später als Rentner aber nicht einmal mehr auf die Hälfte ihres bisherigen Einkommens bringen. Die restlichen Befragten kommen über ihre zusätzliche private Vorsorge immerhin auf 58 % des letzten Bruttolohns. Bei der Produktauswahl läuft laut Studie noch einiges schief. Zwar besitzt mehr als jeder Zweite eine klassische Lebensversicherung, um die Rente aufzupeppen. Aber 47 % der Befragten wollen das auch mit den traditionell eher dünn verzinsten Spar-, Geldmarkt- und Festgeldanlagen erreichen. Renditebringer wie Investmentfonds und fondsgebundene Versicherungen rangieren in der Gunst weit hinten. Interessenten können die gesamte Studie „Fidelity REAL-Index 2007“ als PDF-Datei bestellen unter: presse@fidelity.de. Eine hochinteressante, wenngleich sehr ernüchternde Studie. Dabei wurden aber nur die heutigen Verhältnisse (niedrige Zinsen, noch relativ wenige Arbeitslose – beide Zahlen steigen – und derzeit robuste Wirtschaftszahlen) zugrundegelegt. Zudem werden die Probleme (reduzierte Anzahl von Beitragszahlern und weiter steigende Altenanteile) erst gegen 2020 voll zum Tragen kommen. Die Situation – weiter reduzierte staatliche Rentenleistungen – wird sich noch zunehmend verschärfen und die Zahl der politischen Lügner wachsen! H.-W. Graf
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