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10. Februar 2010

Für Sie gelesen: Krankes Geld – Kranke Welt

10. Februar 2010|Finanzen / Wirtschaft|Kommentare deaktiviert für Für Sie gelesen: Krankes Geld – Kranke Welt

Autor: Mag. Gregor Hochreiter
Verlag: Resch-Verlag, Gräfelfing
Preis: € 19,90
Umfang: 264 Seiten
ISBN: 978-3-935197-94-6

Mit milliardenschweren Rettungspaketen versuchen Regierungen und Zentralbanken seit geraumer Zeit, gegen die Wirtschaftskrise vorzugehen. Doch diese Maßnahmen wirken nur aufschiebend und werden die Rezession zu einem späteren Zeitpunkt umso schärfer ausfallen lassen, argumentiert der Ökonom und Buchautor Mag. Gregor Hochreiter. Die Wurzel des Übels, so Hochreiter, liege in der beständigen Ausweitung der ungedeckten Geldmenge über den Kreditmarkt. In seinem soeben erschienenen Buch beschreibt Hochreiter in für Laien verständlicher Sprache die ökonomischen Hintergründe und Dynamiken der Wirtschaftskrise und wie diese die privaten Ersparnisse und das Gemeinwohl bedrohen. Er zeigt, welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Therapie des konjunkturellen Auf und Ab geeignet wären.

Die Ausgangslage

Seit Jahrzehnten flutet das moderne Bankensystem die Märkte mit inflationären Scheinwerten in immer höheren Dosen. Der permanente Wertverlust des Geldes ist nur eine der Folgen dieser durch und durch kurzsichtigen Politik. Sie verteilt zudem in großem Stile Vermögen um und trägt so zur Destabilisierung des gesellschaftlichen Gefüges bei.

Wiener Schule gegen Keynesianismus und Monetarismus

Gestützt auf den Ansatz der „Wiener Schule der Ökonomie“ (Ludwig von Mises, Friedrich A. von Hayek, Guido Hülsmann) legt Hochreiter dar, wie die Inflationierung zunächst einen Boom hervorruft, doch den Keim der Rezession von Beginn an in sich trägt. Der Boom entpuppt sich nicht als Segen, sondern verschleppte Erkrankung. Eine Rezession ließe die Wirtschaft wieder gesunden, doch die Rezession mit Zinssenkungen zu bekämpfen heißt, das Feuer mit Benzin löschen zu wollen.

Der Autor beleuchtet auch die Hintergründe der weithin mißverstandenen „Großen Depression“ der 30er Jahre. Er zeigt, wie mit den Methoden der „Wiener Schule“, die dem Mainstream aus Keynesianismus und Monetarismus fundamental widerspricht, die Lösung ausgesehen hätte. Der extrem verengte wirtschaftspolitische Diskussionsrahmen erfährt so die dringend nötige Öffnung.

Überwindung der Wirtschaftskrise

Im letzten Teil begründet der Autor die erforderlichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die zur Überwindung der Wirtschaftskrise zu ergreifen wären. Dazu gehört, die Krise nicht mit den Mitteln zu bekämpfen, die zur Ursache der Krise zählen. Hochreiter spricht auch einen zur Zeit vehement diskutierten Gedanken an: Das seit Mitte des 19. Jahrhunderts bestehende inflationäre Bankensystem ist nicht nur ökonomisch bankrott. So weist der Autor abschließend auf die enge Verbindung zwischen den der Wirtschaftskrise zugrundeliegenden ökonomischen Scheinwerten und dem moralischen Werteverfall hin. Nicht nur im Umgang mit dem Geld begnügen wir uns mit Scheinwerten, weil Quantität statt Qualität die verkehrte Devise der Gegenwart lautet. Statt sich mit dem Schein zufrieden zu geben, sollten wir es wagen, die Ursachen aufzuzeigen. Dazu leistet die Analyse von Hochreiter einen unverzichtbaren Beitrag. In den USA hat bereits in einigen einflußreichen Kreisen dieses Umdenken eingesetzt. Es wäre zu wünschen, daß in Europa die Zusammenhänge erkannt werden und argumentativ um das richtige System gerungen wird.

12. Juni 2009

Für Sie gelesen – Handbuch Geldanlage

12. Juni 2009|Finanzen / Wirtschaft|0 Comments

Für Sie gelesen:

Handbuch Geldanlage

Ein Praxisratgeber mit CD-ROM

 

Autor: Vera Moll
Verlag:   Franz Vahlen GmbH, München
Preis: € 24,80
Umfang: 278 Seiten
ISBN: 978-3-8006-3584-9

 

Viele Menschen sind angesichts der vielfältigen Produkte und Dienstleistungen, neuer Vertriebswege und wechselnder Anbieter auf dem Finanzdienstleistungsmarkt überfordert und verunsichert. Auf der einen Seite wächst bei einer abnehmenden Leistungsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme die Notwendigkeit der Eigenverantwortung und des selbständigen Handelns, auf der anderen Seite zwingen „moderne“ Lebensläufe zu häufigeren Anpassungen der finanziellen Situation an veränderte Lebensbedingungen.

Das Buch führt gut verständlich in die Welt der Anlageformen ein, vermittelt finanzielles Grundwissen, bespricht Sparpläne, Aktien, Fonds und mehr. Es gibt keine kurzfristigen Anlageempfehlungen, sondern will aufzeigen, worauf der Anleger grundsätzlich achten sollte.

Der Leser soll sich nach der Lektüre sicherer fühlen zu entscheiden, wie die persönliche Finanzplanung aussehen soll und worauf er achten kann.

Auf der CD befinden sich Muster zur Vermögensaufstellung, Entscheidungshilfen, Renditerechner.

Das Werk wendet sich an Angestellte und Selbständige zur optimalen Planung und Anlage des Vermögens.

Weitere Informationen zu dem Titel finden Sie unter: www.vahlen.de

21. April 2009

Für Sie gelesen – Crashkurs

21. April 2009|Finanzen / Wirtschaft|0 Comments

Für Sie gelesen:

Crashkurs

Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance?
Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen

 

Autor: Dirk Müller
Verlag: Droemer Verlag, München
Preis: € 18,00
Umfang: 256 Seiten
ISBN: 978-3-426-27506-1

 

Dirk Müller, besser bekannt als „Mr. Dax“, ist Deutschlands prominentester Kursmakler. Er ist nicht nur der Medienstar der Frankfurter Börse, „er war der erste hier auf dem Parkett, der den Fall des Marktes vor Monaten voraus ahnte“, sagen konkurrierende Makler respektvoll über ihn.

In „Crashkurs“ schildert Dirk Müller die Hintergründe und Folgen des Einbruchs der Finanzmärkte seit 2007 und zeigt, was mit unserem Geld passiert: wie die Inflation heruntergerechnet wird, wie Arbeitslosenzahlen manipuliert werden, wer ein Interesse daran hat, die Menschen mit solchen Fehlinformationen zu täuschen, wer daran verdient.

Den Broker aus Leidenschaft ärgert es, wenn die Finanzwelt durch solche Praktiken in Verruf kommt. Deshalb klärt er auf, macht Zusammenhänge deutlich und scheut sich nicht, auf direkten Konfrontationskurs zu gehen.

Doch „Dirk of the Dax“ bleibt bei der Analyse und Anklage nicht stehen. Er zeigt nicht nur die Risiken, sondern plädiert auch dafür, die Jahrhundertchance zu erkennen, die in der derzeitigen Entwicklung liegt. Ganz ohne wirtschaftswissenschaftliche Phrasen und verwirrende Formeln, sondern unter Anwendung des gesunden Menschenverstandes zeigt Dirk Müller, wie Sie jetzt das Beste aus Ihrem Geld machen.

Dirk Müller wird oft als „das Gesicht der Börse“ bezeichnet. Nach dem Abitur und einer Bankausbildung begann 1992 seine Karriere an der Frankfurter Börse. Zunächst arbeitete er als Rentenhändler für diverse Unternehmen, bevor er 1998 amtlich vereidigter Kursmaklerstellvertreter und später Skontroführer wurde. Sein Wissen und seine Erfahrung werden allseits geschätzt; er ist ein gefragter Experte bei Presse und Fernsehen.

1. April 2009

Für Sie gelesen – Unter Bankstern

1. April 2009|Finanzen / Wirtschaft|0 Comments

Für Sie gelesen:

Unter Bankstern

 

Autor: Artur P. Schmidt
Verlag:   EWK Verlag, Kühbach-Unterbernbach
Preis: € 14,90
Umfang: 240 Seiten
ISBN: 978-3-938175-48-4

 

Die Banken haben den Planeten in ein riesiges globales Ponzi-Schema verwandelt. Sie werden fragen, was dies ist? Nun, es ist ein Schneeballsystem, bei dem diese immer mehr Geld von den Kunden einsammeln, Ihnen damit Produkte verkaufen, mit denen nur sie selbst verdienen, wobei sie darauf hoffen, daß der Kunde die ihm angedrehten Produkte möglichst für immer behält und sie, falls das ganze Kartenhaus dennoch zusammenbricht, den Staat um Hilfe rufen.

In diesem Buch erfahren Sie in ungeschminkter Form, wie Banken Geld aus dem Nichts schöpfen, wie sie als Wiederholungstäter eine Krise nach der anderen produzieren und wie sie mit kriminellen Praktiken alles tun, um ihre Kunden über den Tisch zu ziehen.

Sie erfahren, wie Banken Krisen ausnutzen, um Geld zu horten und lieber Eigenhandel tätigen, als innovativen Firmen Kredite zu geben.

Banken haben sich in den letzten Jahrzehnten zu den schlimmsten Machiavellisten der Ökonomie gemausert, schlimmer noch als die berüchtigten Räuberbarone zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Dabei kennen sie keine Moral, schieben die Verantwortung auf den Steuerzahler ab und sind in ihrer Gier nach Geld in nichts zu übertreffen. Es läßt sich deshalb vortrefflich von einer Parade der Lügenbarone sprechen, vor denen selbst ein Freiherr von Münchhausen erblassen würde.

Die gefährliche Mischung aus Gangster und Bankier hat zur Reinkarnation des „Banksters“ geführt, einer Berufsbezeichnung, die Bankiers wegen ihres korrupten Verhaltens und Mißmanagements bereits in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts bekamen.

Gepaart wird das Unvermögen der Banken mit völlig fahrlässig agierenden Notenbanken, die, anstatt das Übel einer jeden Blase, nämlich zu niedrige Zinsen, wie einst der US-Notenbanker Paul Volcker, mit hohen Zinsen auszutreiben, die Rettung lieber in immer neuen Blasen suchen.

Wenn diesem Treiben nicht durch eine radikale Reformation des Bankwesens Einhalt geboten wird, werden am Ende dieses Treibens eine Hyperinflation und der Staatsbankrott stehen. Es scheint in der heutigen Zeit in Vergessenheit geraten zu sein, daß frühere Krisen auch ohne Eingriffe von Notenbanken und Politikern zu Ende gingen.

Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Krisen um so schlimmer und länger ausfielen, je mehr der notwendige Strukturwandel – Schumpeter hätte von der kreativen Zerstörung alter Industrien gesprochen – verhindert wird.

Genau aus diesem Grunde sind inflationssteigernde Konjunkturprogramme für sich genommen das falsche Mittel, um Krisen zu bekämpfen, da sie die Schuldenwirtschaft weiter forcieren. Vielmehr geht es vor allem darum, durch Innovationen neue gewinnbringende Branchen zu erschaffen.

Da dies in erkennbarer Weise nicht oder nur unzureichend durchgeführt wird, ebenso wie eine unabdingbare Erneuerung des Geldsystems, werden die Steuerzahler die Zeche der Weltwirtschaftskrise bezahlen und deren Verursacher, die Banken, werden, weil sie fälschlicherweise als systemrelevant angesehen werden, wieder einmal ungeschoren davonkommen.

Durch eine inflationstreibende Wirtschaftspolitik besteht die akute Gefahr, daß große Teile der Mittelschicht der Bundesrepublik Deutschland durch Massenarbeitslosigkeit unter die Armutsschwelle rutschen werden, die natürlich dann sofort abgesenkt werden muß, getreu dem Motto aller Ökonomen: Glaube nur der Statistik, die Du selbst gefälscht hast.

Ein im wahrsten Sinne des Wortes „aufregendes“ Buch von größter Aktualität.

13. Oktober 2008

Literatur-Empfehlungen des PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V.

13. Oktober 2008|Finanzen / Wirtschaft, Gesellschaftssystem, Soziales / Geschichte, Staatswesen, Steuern / Recht, zeitreport online|Kommentare deaktiviert für Literatur-Empfehlungen des PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V.

Liebe Leserinnen und Leser,

nachfolgend, möchten wir Ihnen gerne eine Auswahl interessanter, wichtiger Literatur aus verschiedensten Bereichen empfehlen! Diese Liste wird von uns zukünftig immer wieder aktualisiert werden. Selbstverständlich würden wir uns – auch diesbezüglich – über Anregungen und Vorschläge Ihrerseits sehr freuen! Hierzu senden Sie uns am besten eine Email an: zeitreport@d-perspektive.de

Wir wünschen Ihnen viele gute Informationen und Freude beim Lesen!

Ihr zeitreport online-Redaktionsteam

AutorTitelVerlag

Hans-Werner Sinn
“Ist Deutschland noch zu retten?”
Econ
Conrad E. Stein
“Die geheime Weltmacht”
Hohenrain
Jürgen Roth
“Der Deutschland-Clan – Das skrupellose Netzwerk aus Politikern, Top-Managern und Justiz”
Eichborn
Jürgen Roth
“Anlage unerwünscht – Korruption und Willkür in der deutschen Justiz”
Heyne
Hubertus Knabe
“Die Täter sind unter uns – Über das Schönreden der SED-Diktatur”
List
Elena Möhring
“Das große Schachern – Aggressive Minderheiten beuten die schweigende Mehrheit schamlos aus!”
Hohenrain
Hartmut Bachmann
“Die Reformverhinderer – Parteien- und Beamtendiktatur in Deutschland”
Frieling
Udo Madaus
“Wahrheit und Recht – Anklage gegen das Bundesverfassungsgericht”
Frieling
Hartmut Bachmann
“Die Lüge der Klimakatastrophe – Das gigantischste Betrugswerk der Neuzeit. Manipulierte Angst als Mittel zur Macht”
Frieling
H.-W. Graf
“Korruption – Die Entschlüsselung eines universellen Phänomens”
Zu bestellen über: PERSPEKTIVE e.V., München
Gerhard Wisnewski
“Verschlußsache Terror – Wer die Welt mit Angst regiert”
Knaur
Wolfgang Eggert
“Erst Manhattan, dann Berlin – Messianisten-Netzwerke treiben zum Weltenende”
Chronos
Günter Ogger
“Die Abgestellten – Ein Nachruf auf den festen Arbeitsplatz”
C. Bertelsmann
Hans Herbert von Arnim
“Die Deutschlandakte. Was Politiker und Wirtschaftsbosse unserem Land antun”
C. Bertelsmann
Ellen Hodgson Brown
“Der Dollar Crash – Was Banker Ihnen nicht erzählen”
Kopp
David Rothkopf
“Die Super-Klasse: Die Welt der internationalen Machtelite”
Riemann
Werner J. Eberhardt
“Amerikas kambodschanische Kindersoldaten – Eine Reminiszenz an den Bürgerkrieg in Kambodscha”
Frieling
Gerd Habermann
“Der Wohlfahrtsstaat – Die Geschichte eines Irrwegs”
Ullstein
Meinhard Miegel
“Die deformierte Gesellschaft – Wie die Deutschen ihre Wirklichkeit verdrängen”
Ullstein
Wilhelm Hankel
“Die EURO-Lüge … und andere volkswirtschaftliche Märchen – Eine volkswirtschaftliche Märchensammlung”
Signum
Jeremy Scahill
“Blackwater – Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt”
Kunstmann
2. September 2008

Für Sie gelesen – Die Macht des Goldes

2. September 2008|Finanzen / Wirtschaft|0 Comments

Für Sie gelesen

Die Macht des Goldes

Auf den Spuren einer Faszination

 

Autor: Peter L. Bernstein
Verlag: Capital Buch, FinanzBuch Verlag GmbH, München
Preis: € 39,90
Umfang: 454 Seiten
ISBN: 978-3-89879-170-0

 

Der Börseninformationsdienst ‚Investors Daily’ bezeichnet es als das beste Sachbuch aller Zeiten über Gold.

Und in der Tat, das Buch wird diesem Superlativ völlig gerecht. Insbesondere vor der Entwicklung unseres Weltfinanz- (und Papiergeld-)Systems, sollte dem edelsten aller Metalle mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden, wenngleich andererseits die Hoffnungen manches Gold-„Fundamentalisten“, sich mit dem Erwerb und Besitz von Gold (Münzen, Barren usw.) den schlimmsten Verwerfungen auf den Finanzmärkten entziehen zu können, weit übertrieben zu sein scheinen.

Mit großem Charme und erzählerischem Können zeichnet der Autor die Geschichte des Goldes, seiner Bedeutung und Entwicklung früher und heute nach, geschickt eingebettet in viele Anekdoten, aber auch mit jeder Menge funktioneller Details rund um das Thema Gold.

Nachfolgend einige dem Buch entnommene „Appetithäppchen“:

  • Gold ist so weich und formbar, daß es in jede gewünschte Form gebracht werden kann. Selbst die primitivsten Völker waren dazu fähig, aus Gold unvergänglich schöne Objekte zu machen.
  • Eine Unze Gold kann zu einem Draht von ungefähr 100km Länge gezogen oder zu einem Blech geschlagen werden, das eine Fläche von mehr als 30 m² bedecken würde. Gold vergeht nicht. Man kann alles mögliche mit ihm anstellen, aber zum Verschwinden kann man es nicht bringen. In Kairo kann man eine Zahnbrücke aus Gold besichtigen, die vor 4500 Jahren für einen Ägypter angefertigt wurde. Ihr Zustand ist so gut, daß sie auch heute noch in einem Kiefer funktionieren könnte.
  • Um die Jahresproduktion Südafrikas von ca. 500 t Gold zu Tage zu fördern, müssen 17 Mio. t Erde bewegt werden – eine größere Menge als das gesamte Material der Cheops-Pyramide.
  • Die Produktion einer Feinunze Gold (31,3 Gramm) bindet 38 menschliche Arbeitsstunden, 5.000 l Wasser, Elektrizität, mit der man ein großes Haus 10 Tage lang versorgen könnte, zwischen 80 und 200 m² Luft unter hohem Druck und Unmengen von Chemikalien, einschließlich Zyanid, Säuren, Blei, Borax und Kalk.
  • Ein Großteil des Weltvorrates an Gold hat in den Jahrhunderten eine ganze Reihe von Transformationen durchgemacht, aber es ist immer noch vorhanden – an Fingern, Zehen und Hälsen, in Lagerstätten (insbesondere der Notenbanken), Münzen, Palästen, an den Stätten der Gottesverehrung und in versunkenen Schiffen auf dem Meeresgrund. Andererseits versagt Gold aufgrund seiner Weichheit bei allen Aufgaben, die nach einem harten Metall verlangen. Allerdings ist Gold extrem haltbar und zerfällt nicht in kleine Splitter. Weltweit sollen etwa 125.000 Tonnen davon existieren.
  • Im Europa des 15. Jahrhunderts hätte man die Gesamtmenge an vorhandenem Gold in einen Würfel einschmelzen können, dessen Seitenlängen nur 2 m betragen hätten. Im Jahr 1908 hätte sich die Gesamtmenge des weltweit bis dahin geförderten Goldes zu einem Würfel mit 10 m Seitenlänge formen lassen. Heute geht man von einem Würfel mit einer Kantenlänge von ca. 18 m aus.
  • Würde alles Gold der Welt zu einem Würfel zusammengeschmolzen, könnte man diesen bequem im Bauch eines der heutigen riesigen Öltanker unterbringen. Insofern ist dieses Metallvolumen relativ unbedeutend; zum Vergleich: Die amerikanische Stahlindustrie produziert ein solches Volumen in wenigen Stunden (!). Allerdings, wenn aller Stahl schon verrostet und zersetzt wäre, der riesige Goldwürfel sähe noch immer wie neu aus!
  • Gold ist letztlich viel zu selten, als daß es nur nützliche Funktionen erfüllen könnte.
  • Gold ist ungewöhnlich dicht. Ein Kubikfuß davon wiegt eine halbe Tonne.
  • Obwohl Gold sich nicht mit anderen Metallen vermischt, ziehen sich vereinzelte, dünne Goldadern durch Berggestein, indem sie Quarz- und Granitbrüche in der Erdkruste ausgefüllt haben und über Jahrmillionen hinweg bei sehr hohen Temperaturen verschmolzen.
  • Das meiste Gold aus „biblischen“ Zeiten und dem alten Ägypten kam aus der unwirtlichen und öden Landschaft Südägyptens und Nubiens (Nub ist das ägyptische Wort für Gold). Die Fördermenge der Minen in Nubien soll zu dieser Zeit größer als die Gesamtmenge gewesen sein, die aus allen Minen der damals bekannten Welt in den nachfolgenden Zeitaltern bis zur Entdeckung Amerikas zutage gefördert wurde.

Viele weitere Informationen dieser Art sind in dem Buch zu finden; wer daran Interesse hat, wird es nicht bereuen, das Buch gekauft und gelesen zu haben.

Frank Amann
14. Mai 2008

Für Sie gelesen – Financial Planning 1 bis 4

14. Mai 2008|Finanzen / Wirtschaft|0 Comments

Für Sie gelesen

Financial Planning 1 bis 4

Von den Grundlagen der Finanzplanung über ökononomisches Basiswissen, Anlageinstrumente bis hin zu Vermögensmanagement und Nachlaßplanung

 

Financial Planning 1: Grundlagen der Finanzplanung
Aktuelle Ausgangslage – Ziele und Methoden – Altersvorsorge

Autor: Johannes Schütz, Dr. Rolf Beike
Verlag: Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart
Preis: € 29,95
Umfang: 167 Seiten
ISBN: 978-3-7910-2781-4

Welcher Mix aus verschiedenen Anlageklassen sorgt für eine optimale Risikoreduzierung? Warum spielen Kosten bei der Geldanlage eine entscheidende Rolle?

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels gewinnt eine umfassende Finanzplanung zur Sicherung der Altersvorsorge für breite Bevölkerungsgruppen zunehmend an Bedeutung.

Die Bestseller-Autoren des Finanzklassikers „Finanznachrichten lesen – verstehen – nutzen“ entwickeln mit der neuen Reihe ein modular aufgebautes Sytem einer umfassenden Finanzplanung. Finanzberater und ambitionierte Privatanleger werden davon profitieren.

Im einführenden Band wird zunächst die Ausgangssituation – demografische Lage, Status quo des Vorsorgesparens, Grundgesetze der Finanzmärkte – skizziert und der Begriff des „Financial Planning“ erläutert. Der Prozeß einer gesamthaften Finanzplanung mit dem wesentlichen Ziel einer Versorgung im Alter wird umfassend dargestellt: Bestandsaufnahme, Ermittlung Soll, Umsetzung und Kontrolle.

 

Financial Planning 2: Ökonomisches Basiswissen
Wirtschaftszyklen – Geldpolitik – Konjunkturindikatoren – Zahlungsbilanz

Autor: Dr. Oliver Letzgus
Verlag: Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart
Preis: € 29,95
Umfang: 217 Seiten
ISBN: 978-3-7910-2782-1

Warum wertet der Dollar ab, wenn die Fed den Leitzins senkt? Wie schützt man seine langfristigen Anlagen vor der Inflation? Welche konjunkturellen Indikatoren bewegen die Märkte?

Die geld- und währungspolitischen Zusammenhänge bergen auch für die Profis an den Märkten und in der Wissenschaft viele Rätsel. Dennoch sind die fundamentalen volks- und weltwirtschaftlichen Daten mittelfristig von entscheidender Bedeutung für den Erfolg von Finanzanlagen.

Der Autor vermittelt didaktisch geschickt das VWL-Know-how für den Finanzplaner. Wirtschaftszyklen, wichtige makroökonomische Daten, konjunkturelle Frühindikatoren, Geldpolitik der Zentralbanken, Inflation, Commodities, Zahlungs-, Leistungs-, Handelsbilanz – aus vermeintlicher Geheimwissenschaft wird hier solides Fachwissen gemacht.

 

Financial Planning 3: Anlageinstrumente
Finanzanlagen – Immobilieninvestments – Beteiligungen – Versicherungen

Autor: Johannes Schlütz, Christian Springer, Alexander Seipel
Verlag: Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart
Preis: € 29,95
Umfang: 298 Seiten
ISBN: 978-3-7910-2783-8

Die Entwickler in Banken, Kapitalgesellschaften und Versicherungen erzeugen eine wahre Flut von Investmentprodukten. Doch welche Anlageinstrumente sind wirklich sinnvoll?

Die Autoren legen zum Start die Ertragsquellen von Finanzanlagen offen: Dividenden, Zinsen und Kursgewinne werden analysiert. Anschließend treffen sie eine eindeutige Entscheidung: Core-Investments sind ein „Muß“ für das Portfolio. Von „Non-Core-Investments“ sollte man besser die Finger lassen. In einem eigenständigen Modul werden direkte und indirekte Immobilieninvestments behandelt.

Ein umfangreicher Abschnitt ist den Versicherungen gewidmet. Hier werden sowohl Produkte zur Risikoabsicherung als auch Kapital bildende Instrumente beleuchtet. Aber auch andere Beteiligungsmöglichkeiten wie z.B. Geschlossene Immobilienfonds, Schiffsbeteiligungen usw. werden auf Herz und Nieren geprüft.

 

Financial Planning 4: Vermögensmanagement und Nachlaßplanung
Portfoliooptimierung – Umsetzung und Monitoring – Vermögensübertragung

Autor: Johannes Schlütz, Dr. Rolf Beike, Michael Ketzler
Verlag: Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart
Preis: € 29,95
Umfang: 166 Seiten
ISBN: 978-3-7910-2784-5

Portfolio- und Kapitalmarkttheorie bilden das wissenschaftliche Fundament, diverse Internet-Tools helfen in der Praxis: Optimale Vermögensaufteilung ist heute längst kein Hexenwerk mehr.

Die Autoren zeigen die fünf Schritte systematisch auf. Sie bleiben dabei nicht auf der obersten Ebene stehen, sondern beantworten in einem weiteren Schritt Detailfragen zur Aufteilung des Vermögens in Sub-Kategorien wie Unternehmensanleihen oder Schwellenländeraktien, in passive und aktive Anlageformen sowie in staatlich geförderte und ungeförderte Instrumente. Neben dem optimalen Umsetzungsweg („Asset Location“) wird der optimale Umsetzungszeitpunkt für die wesentlichen Asset-Klassen hergeleitet. Den Abschluß des Geldanlageprozesses bildet das Monitoring, die regelmäßige Kontrolle der Anlageergebnisse.

Ein eigenes Kapitel ist dem Nachlaßmanagement zur Sicherung des erworbenen Vermögens gewidmet: Erbfolge, Testament, Verfügungen, Steuern und Nachfolgeplanung im Unternehmen.

25. Oktober 2007

Für Sie gelesen – Die Abgestellten – Ein Nachruf auf den festen Arbeitsplatz

25. Oktober 2007|Finanzen / Wirtschaft|0 Comments

Für Sie gelesen:

Die Abgestellten

Ein Nachruf auf den festen Arbeitsplatz

 

Autor: Günter Ogger
Verlag: C. Bertelsmann Verlag, München
Preis: € 19,95
Umfang: 288 Seiten
ISBN-13: 978-3-570-00960-4

Laufend erreichen uns Jubelmeldungen über sinkende Arbeitslosenzahlen. Gibt es bald keine Arbeitslosen mehr? Schön wär`s. Denn: Die neuen Jobs sind meist schlechtere Jobs: Teilzeit, befristet, gering bezahlt und ohne Kündigungsschutz.

18 Millionen Angestellte gibt es in Deutschland – nahezu jeder Vierte darf sich zu dieser Bevölkerungsgruppe zählen. Doch schön langsam bröckelt unsere Angestelltenrepublik. Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung ist jeder zweite Büroarbeitsplatz akut gefährdet. Großkonzerne wie DaymlerChrysler oder die Deutsche Bank verschlanken ihre Strukturen und entledigen sich hunderttausender Angestellter. Die Angestellten werden von frustrierten Praktikanten, die ihre Dienste umsonst anbieten, von Gelegenheitsjobbern, billigen Zeitarbeitskräften und dem Heer der Scheinselbständigen bedrängt, die bereits ein Viertel aller Beschäftigten ausmachen. Und auch die Globalisierung geht in die zweite Runde; nach den Arbeitern fallen ihr nun die Angestellten zum Opfer. Der Luxus-Angestellte mit Tarifgehalt, Kündigungsschutz und sozialer Absicherung ist ein Auslaufmodell.

In seinem provokanten und thesenstarken Buch liefert Günter Ogger einen Überblick über die fatalen Konsequenzen, die die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes mit sich bringt. Kritisch hinterfragt der Autor eine Tarifpolitik, die dazu führte, daß die Angestellten für die Unternehmen mit dem Gesamtpaket aus Gehalt, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Arbeitgeberbeitrag zu Kranken- und Rentenkasse, Berufsgenossenschaft, Mutter- und Kündigungsschutz im Verbund mit den weltweit kürzesten Arbeitszeiten auf die Dauer schlicht unbezahlbar wurden. Der Autor zeigt auch produktive Ansätze, um dieser Krise entgegenzuwirken.

Günter Ogger, geb. 1941, ist einer der bekanntesten deutschen Wirtschaftsjournalisten und arbeitete jahrelang als Redakteur beim Wirtschaftsmagazin ‚Capital’. Mit seiner Managerkritik „Nieten in Nadelstreifen“ eroberte er die Bestsellerlisten, das Buch erreichte eine Gesamtauflage von über 1,2 Millionen Exemplaren. Auch seine nachfolgenden Schwarzbücher über „Das Kartell der Kassierer“, „König Kunde“, „Der Börsenschwindel“ sowie „Die Ego-AG“ sorgten für großes Aufsehen und standen wochenlang auf der SPIEGEL-Liste.

26. September 2007

Für Sie gelesen – Gelungene Nachschlagewerke Betriebliche Altersversorgung (BAV) und Haftpflicht

26. September 2007|Finanzen / Wirtschaft|0 Comments

Für Sie gelesen:

Gelungene Nachschlagewerke

Betriebliche Altersversorgung (BAV) und Haftpflicht

 

Als einer der führenden Anbieter für Informationen und Kommunikationsdienstleistungen in der Finanz- und Versicherungswirtschaft hat die BGB Betriebsberatungs GmbH unter dem Dach seines Fachmagazins AssCompact.de zwei Schriften veröffentlicht, die unter mehreren Aspekten eher ungewöhnlich sind.

So sind beide Bücher im Format eines „Gesangbuches“ erstellt und umfassen stolze 400 (BAV-Guide) bzw. gut 500 Seiten (Haftpflicht-Guide), allerdings – und das ist der „Pferdefuß“ – bei etwas (zu) kleiner Schrift.

Ungewöhnlich auch deshalb, weil der Preis für derartige Standardwerke normalerweise schnell im hohen zwei- oder gar dreistelligen Bereich liegt; beide sind für jeweils 7,50 € beziehbar (bei gemeinsamer Bestellung sogar für 13,00 €).

Beide Bücher ziehen einen roten Faden durch die wichtigsten Grundlagen und Produkte in den jeweiligen Bereichen und sorgen für ein vertiefendes Verständnis der Hintergründe.

Im Haftpflicht-Guide wird auch die Bedeutung der Haftpflichtversicherung bzw. der Haftung generell mit Rückbezug auf die historischen Grundlagen erläutert. Es ist durchaus erstaunlich, wie zahlreiche technische und wirtschaftliche Entwicklungen im 20. Jahrhundert zu neuen Gefährdungspotenzialen der Allgemeinheit und des Einzelnen geführt haben, worauf der Gesetzgeber und die Rechtsprechung jeweils reagieren mußten. Wer also genauer wissen will, warum wer wofür haftet, also die Anatomie des Haftpflichtwesens bzw. des Haftpflichtrechts etwas genauer erforschen will, wird überrascht sein, wie interessant die Lektüre eines solch vermeintlich trockenen Stoffs sein kann. Sie ist insoweit auch für den interessierten Laien eine wahre Fundgrube (der BAV-Guide ist jedoch nur für Fachleute zu empfehlen).

Für Fachleute sollten beide Guides als extrem kostengünstige und umfassende Nachschlagewerke schnellstens in die Hausbibliothek aufgenommen werden.

Zu beziehen sind beide Büchlein über das Internet: www.asscompact.de (Shop).

Frank Amann
18. September 2007

Für Sie gelesen – Unternehmensmitbestimmung ohne Zwang – Kronberger Kreis-Studie, Band 47

18. September 2007|Finanzen / Wirtschaft|0 Comments

Für Sie gelesen

Unternehmensmitbestimmung ohne Zwang

Kronberger Kreis-Studie, Band 47

 

Autor: Kronberger Kreis
Herausgeber: Stiftung Marktwirtschaft, Frankfurter Institut, Berlin
Preis: € 5,–
Umfang: 60 Seiten
ISBN: 3-89015-10-3

Das deutsche System der Unternehmensmitbestimmung ist „einzigartig“, dies aber leider vornehmlich im nummerischen Sinne: Die überbetriebliche Mitbestimmung in Deutschland sucht weltweit ihresgleichen und ist Anstoß für nicht endende Diskussionen. Bei Einführung der Mitbestimmung in großen Kapitalgesellschaften durch das Mitbestimmungsgesetz im Jahr 1976 lagen noch völlig andere Ausgangsbedingungen vor. Heute sind die Märkte internationalisiert und der Wettbewerbsdruck groß. In einem anderen Mitgliedstaat der EU ansässige Unternehmen haben die Möglichkeit, ihren Sitz rechtsformwahrend nach Deutschland zu verlagern, ohne der deutschen Unternehmensmitbestimmung zu unterliegen – ein möglicher Vorteil im damit ungleichen Wettbewerb mit vielen deutschen Unternehmen.

Der Kronberger Kreis, wissenschaftlicher Beirat der Stiftung Marktwirtschaft, hat daher die gesetzliche Unternehmensmitbestimmung auf den Prüfstand gestellt. Er kommt in seiner neuen Studie zu dem Fazit, daß mit einem freiheitlichen Modell der Unternehmensmitbestimmung, das heißt durch die Aufhebung des Zwanges zur Mitbestimmung, für viele Betroffene die Nachteile der geltenden gesetzlichen Regelung aufgehoben werden können, ohne auf die in anders gelagerten Fällen erkennbaren Vorteile verzichten zu müssen. Weder die Form noch die Mitbestimmung selbst sollten vom Staat vorgegeben werden. Auf diese Weise könnten deutsche Unternehmen schneller und flexibler auf neue Herausforderungen reagieren und wären somit besser für den internationalen Wettbewerb gerüstet.

Prof. Dr. Michael Eilfort

Stiftung Marktwirtschaft, Frankfurter Institut