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Neuigkeiten, Termine und InformativesHier erfahren Sie alles Wissenswerte rund um den PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V. und seine assoziierten Partner. 08.10.08
"Götterdämmerung" – Hochmut kommt vor dem Fall –
Zwar gilt Schadenfreude als unfein (nach Katholendialektik gar als Sünde), aber der laß ich mich bezüglich des CSU-Wahldebakels gerne zeihen, und als Bayer bin ich nachgerade stolz darauf, daß der Strauß-Klüngelclub die gerechte Prügel dafür bezogen hat, daß sich dessen Crème de la Pudding seit den Zeiten des unseligen „Gottvaters“ mehr und mehr zum Alles und Jeden bevormundenden Vergewaltigungskartell entwickelt hat. Insofern sind dessen Vorturner - spätmittelaterliche Adelshäuser lassen grüßen - im Zuge politischer Inzucht immer mehr degeneriert, was - beginnend mit Strauß-„Enkel" Stoiber, schließlich mit dessen Ziehsöhnen, dem Gespann Beckstein/Huber (und dessen Marktschreiern Söder und Schmid - das ist der Nikoton-Phobiker!) endend - nun, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, seine Kulmination und am 28. September 08 sein mitleiderregendes Ende erfuhr. Nunmehr ist auch in Bayern die Erkenntnis angekommen, daß die Zeit geistiger Uniformierung und materieller Leibeigenschaft seit mindestens zwei Generationen eigentlich zu Ende ist - mag dies auch deren Protagonisten und Nutznießern noch nicht so ganz aufgegangen sein. Ob Transrapid, achtklassiges Gymnasium, die bundesweit rigideste Verhinderung von freien Schulen und das europaweit schärfste (um nicht zu sagen diskriminierendste) Rauchverbot - in all diesen (und zahllosen weiteren) Fällen handelte die längst größenwahnsinnige und entsetzlich selbstverliebte politische „Elite" im „Frei"staat Bayern in höchstem Maße wider jegliches demokratisches Grundverständnis und bewußt entgegen der Mehrheit der Bürger. Insofern erhielt der Beckstein/Huber-Clan am 28. September die mehr als verdiente Quittung für die zügel- und zunehmend hemmungslose Entmündigung seiner(!) Bürger. Mit dem Allherrlichkeitsdenken und einer geradezu bereits als Tradition gemutmaßten Alleinherrschaft (vulgo: Diktatur) der CSU ist es - endlich und hoffentlich für immer - vorbei. Möge den politischen „Erben" klar sein, daß „näher am Bürger" nicht „dem Bürger ständig auf der Pelle" bedeutet; die bajuwarische Grundhaltung toleranten „Lebens und Lebenlassens" muß auch in noch so etatistischen Hirnen öffentlich-(un)rechtlicher Verwalter wieder Einzug halten. Dies sei den Fahnenjunkern der FDP oder der Freien Wähler - je nach dem, wer sich mit der CSU für die nächsten fünf Jahre das politische Bettchen teilt - aufs Panier geschrieben.
H.-W. Graf
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